Sport trotz(t) Demenz: Neustart nach zwei Vollbremsungen

5.6.2021, 15:55 Uhr
Die Übungsleiter Helmut und Brigitte Brand, Christine Löffler, Monika Meyer, Dorothea Bauer, Manfred Gempel und Rainer Hemmeter (von links, das Bild entstand vor Corona) freuen sich, dass die Gruppen von „Sport trotz(t) Demenz“ wieder starten können.

Die Übungsleiter Helmut und Brigitte Brand, Christine Löffler, Monika Meyer, Dorothea Bauer, Manfred Gempel und Rainer Hemmeter (von links, das Bild entstand vor Corona) freuen sich, dass die Gruppen von „Sport trotz(t) Demenz“ wieder starten können. © Foto: Alzheimer Geselllschaft Weißenburg und Umgebung

"Geistige Aktivierung in Verbindung mit körperlicher Betätigung ist auch laut einer WHO-Studie die beste Prävention vor einer Erkrankung an Demenz," schreibt die Alzheimer Gesellschaft in ihrer Re-Start-Ankündigung. Und deshalb sei man froh, die Sportstunden jetzt wieder wie folgt anbieten zu können: in Kattenhochstatt jeden Dienstag um 13.30 Uhr (Gruppe 1) und 15 Uhr (Gruppe 2), Treffpunkt ist jeweils am Eintracht-Sportheim; in Weißenburg jeden Dienstag um 14 Uhr, Treffpunkt ist am FC/DJK-Sportheim.

Sehr erleichtert, dass es mit den Gruppen wieder losgehen kann, zeigt sich auch der scheidende zweite Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft, Andreas Kübler. Nach seinen Worten hat Corona dafür gesorgt, "dass wir mit unseren Partnern sowie den Übungsleiterinnen und Übungsleitern im Jahr 2020 zweimal eine Vollbremsung hinlegen mussten".

Nach fünf beziehungsweise sieben Monaten Lockdown sei um so deutlicher klar geworden, "dass durch die Corona-Kontaktbeschränkungen gerade ältere Menschen und hier vor allem Menschen mit Demenz dramatisch in ihren geistigen und körperlichen Fähigkeiten beeinträchtigt wurden". Nicht mehr raus können, nicht mehr die gewohnten und wichtigen Sozialkontakte pflegen, sei gerade für Menschen mit Demenz nicht begreifbar. Und es bedeute auch für die Angehörigen eine zusätzliche psychische und physische Belastung.

"Komplett hinten runter gefallen"

In diesem Zusammenhang äußert sich Andreas Kübler sehr kritisch: "Wir haben in den letzten Monaten viel über Gefahren, Einschränkungen und Belastungen durch Corona für Schüler, Lehrer, Fachkräfte in Pflege und Medizin, Kulturschaffende, Gastronomen, Unternehmer und so weiter gesprochen. Alte Menschen, Pflegebedürftige, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sind dabei in vielen Belangen komplett hinten runter gefallen. Nur das kümmert in unserem Land die wenigsten." Der stellvertretende Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft ist auch sehr skeptisch, ob man bei einer möglichen weiteren vierten Welle im Herbst/Winter dagegen gewappnet sei.

"Wir sind deshalb sehr froh, dass wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern, der Eintracht Kattenhochstatt und dem FC/DJK Weißenburg wieder da sind für Menschen mit und ohne Demenz und ihre Angehörigen, die etwas für ihre körperliche und geistige Fitness tun möchten", betont Kübler.

Für die Anmeldung und weitere Informationen stehen die Ansprechpartner Manfred Gempel (Telefon: 09141/59 18) für die beiden Gruppen in Kattenhochstatt und Brigitte Brand (Telefon: 09141/44 10) für die Gruppe in Weißenburg gerne zur Verfügung. Auch auf den Internetseiten der beiden Sportvereine sowie unter www.alzheimer-weissenburg.de. finden sich die entsprechenden Informationen.

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