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1:2 gegen St. Pauli! FCN fasst sich am Valentinstag zu spät ein Herz

Burgstaller und sein Team sind am Ende zu stark für den Club - 14.02.2021 15:34 Uhr

Es war die letzte Woche auch am Valznerweiher eine schöne. Der Schnee glitzerte in der Sonne und die Spieler des 1. FC Nürnberg freuten sich über den glücklich zustande gekommenen Erfolg in Darmstadt vom vergangenen Wochenende. Die Stimmung, teilte Trainer Robert Klauß also wenig überraschend mit, war gut beim Club. Weil Klauß diesen Verein und seine Mannschaft inzwischen aber auch schon recht gut kennt, fügte er noch hinzu, dass man daraus bitte nicht ableiten sollte, "dass automatisch ein gutes Spiel" gegen den FC St. Pauli folgen würde.

Er lag damit völlig richtig, der Auftritt seiner Mannschaft geriet über weite Strecken desolat, die 1:2-Niederlage war deshalb folgerichtig und eher etwas schmeichelnd für den Club

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Zu spät aufgewacht: FCN verschenkt Sechs-Punkte-Spiel gegen St. Pauli

Die erste Viertelstunde machte Hoffnung, doch am Ende hat der Club zu früh aufgehört und dann zu spät wieder angefangen, das Spiel zu kontrollieren und aggressiv nach vorne zu spielen. Die meisten Zeit war der FC St. Pauli dem FCN haushoch überlegen und ließ die Abwehr oft mal ziemlich alt aussehen. Vor allem Lukas Mühl erwischte einen schwarzen Tag, der mit einer 1:2-Niederlage im eigenen Stadion endete.


Vorab hatte Klauß seine Mannschaft wieder einmal verändern müssen. Als Rechtsverteidiger schickte er von Beginn an Noel Knothe auf den Platz. Ganz vorne schaffte es etwas überraschend Manuel Schäffler noch nicht in die Startelf, stattdessen durfte Fabian Schleusener, der in Darmstadt sein erstes Zweitliga-Tor für den Club erzielt hatte, sein Glück versuchen.

Dovedan trifft früh den Pfosten

So aufgestellt begann Nürnberg engagiert und hatte nach neun Minuten eine erste Gelegenheit, als Nikola Dovedans Schuss aus der Drehung am Pfosten landete. Das Engagement aber hielt nur eine Viertelstunde, danach übernahmen die formstarken Hamburger die Kontrolle - und Tim Latteier für den verletzten Knothe die Außenverteidigerposition (21.).

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Valentinstags-Pleite gegen Pauli: Der FCN in der Einzelkritik

Ein sonniger Valentinstag geht für den 1. FC Nürnberg mit eher wenig Liebe und Leidenschaft zuende. Gegen den FC St. Pauli fasst sich der Club zu spät ein Herz - und verliert auch dank eines Traumtores von Ex-Nürnberg-Torjäger Guido Burgstaller am Ende mit 1:2. NZ-Sportredakteur Uli Digmayer hat genau hingesehen - hier kommen die Profis in der Einzelkritik.


Der Club geriet nun immer häufiger in Schwierigkeiten. Leart Paqarada verzog aus fünf Metern nur knapp (23.). Immer unsicherer wurden die Gastgeber, allen voran Lukas Mühl zeigte sich in bedenklicher Form. Nach einer verunglückten Kopfballabwehr des Innenverteidigers setzte Guido Burgstaller den Ball nach einer halben Stunde an die Latte. Burgstaller beschäftigte nun den gesamten Club - nach 38 Minuten reagierte Christian Mathenia glänzend gegen den ehemaligen Nürnberger.

Mühls Fehler

Der Club schien sich mit Glück in die Pause zu retten, als wieder Mühl ein Befreiungsschlag misslang. Unbedrängt brachte er die Gäste ins Spiel, Burgstaller traf per Außenrist ins lange Eck. Es war die vollkommen verdiente Führung für deutlich überlegene Hamburger. Der 1. FC Nürnberg gab am Ende einer schönen Woche ein düsteres Bild ab.

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1:2-Niederlage gegen St. Pauli: So haben Sie die FCN-Profis bewertet

Es bleibt eine Saison mit Auf und Ab für den 1. FC Nürnberg: Auch dank eines Treffers von Ex-Nürnberg-Torjäger Burgstaller verliert der Club sein Heimspiel gegen den FC St. Pauli mit 1:2. Jetzt sind Sie an der Reihe: Benoten Sie die Profis, am Dienstag vergleichen wir Ihre Zensuren mit denen der Redaktion und des kicker.


Klauß reagierte in der Pause und brachte Georg Margreitter für Asger Sörensen und Schäffler für Tom Krauß. Am Spiel änderte das nichts. Als etwas mehr als eine halbe Stunde absolviert war, führte St. Pauli einen Einwurf schnell aus und überraschte damit den Club. Im Strafraum foulte Mühl dann Daniel-Kofi Kyereh, den Strafstoß verwandelte Omar Marmoush.


Patzer und Elfmeter: Ein gebrauchter Tag für Mühl und den FCN


Der Club war am Boden, Klauß brachte Dennis Borkowski für den wirkungslosen Schleusener. Ein wenig besser wurde es in der Folge dann schon, überraschend kam der Anschlusstreffer nach 77 Minuten dennoch. Latteier hatte geflankt und Borkowski per Kopf getroffen. In der Folge war tatsächlich der FCN überlegen, die Versuche, doch noch den Ausgleich zu schaffen, beschränkten sich aber auf ein paar Schüsse aus der Distanz. Auf der Gegenseite verhinderte Mathenia gegen Igor Matanovic noch das 1:3, dann war ein tatsächlich schlechtes Fußballspiel des 1. FC Nürnberg zu Ende. Die Woche dürfte ungemütlich werden.

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Unter Cluberern: "Schäme mich über solche Leistungen"

Die Fans sind nach der 1:2-Niederlage des FCN gegen St. Pauli extrem verärgert. Im Abstiegskampf konnte der Club mal wieder keine Punkte holen. Die Schuld an der Misere verteilt sich auf viele Schultern. Ein Auszug aus den Kommentaren auf unserer Facebook-Seite FCN-News.


1. FC Nürnberg: Mathenia - Knothe (20. Latteier), Mühl, Sörensen (46. Margreitter), Handwerker - Geis, Krauß (46. Schäffler) - Dovedan, Möller Daehli, Nürnberger - Schleusener (66. Borkowski)

FC St. Pauli: Stojanovic - Ohlsson, Lawrence, Ziereis, Paqarada - Smith (50. Aremu) - Becker (85. Reginiussen), Zalazar - Kyereh (85. Zander) - Marmoush (79. Dittgen), Burgstaller (85. Matanovic)

Tore: 0:1 Burgstaller (46.), 0:2 Marmoush (65. Elfmeter), 1:2 Borkowski (77.) | Gelbe Karten: Krauß, Klauß (Trainer) - Ziereis, Lawrence, Matanovic | Schiedsrichter: Sather (Grimma).

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