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2:2 nach 0:2! Fürths Aufholjäger springen auf Platz zwei

Das Kleeblatt belohnt sich für seine Leistungssteigerung am Böllenfalltor - 16.04.2021 20:27 Uhr

Raum genutzt! Fürths Bald-Hoffenheimer markierte in Darmstadt den Ausgleich.

16.04.2021 © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Es bliebe zunächst mal abzuwarten, wer beim Gastgeber fehlen würde und wer nicht. Stefan Leitl, der Trainer der SpVgg Greuther Fürth, hatte sich an den Spekulationen rund um die Personalprobleme des SV Darmstadt 98 nicht beteiligen wollen. Vier Spieler mussten die Südhessen ersetzen, unter anderem ihren Stammkeeper Marcel Schuhen mit der Nummer drei Carl Klaus. Verhindern konnte dieser das 2:2 nicht.

Darmstädter Blitzführung

Wer im Darmstädter Tor stand, spielte aber überhaupt keine Rolle in der zweiten Minute. Paul Jaeckel verursachte mit einem Handspiel nahe des Fürther Strafraums einen Freistoß. Standardspezialist Tobias Kempe - früher beim FCN tätig - nahm gekonnt Maß und brachte die Lilien sehenswert mit 1:0 in Führung. Im Rückwärtslaufen kam Maximilian Bauer auch mit dem Kopf nicht mehr heran. Die Partie war da noch keine 120 Sekunden alt.

Fürth musste sich erst sortieren, den frühen Rückstand abschütteln. Darmstadt überließ dem Kleeblatt weite Teile des Feldes, ließ die Spielvereinigung kommen, verschleppte bei eigenem Ballbesitz des Tempo. Die Spielvereinigung kam nicht so richtig zu ihrem gewohnten Spiel. Fürth leistete sich einige Ballverluste, dadurch lief der Ball nicht so flüssig durch die eigenen Reihen, so dass der Aufbau hakte.

Oft neu Anlauf nehmen

Den Aktionen der Gäste mangelte es so am Druck. Immer wieder musste Fürth neuen Anlauf nehmen, neuen Schwung holen. Das kostete Kraft und Geduld. Gefährlich wurde das Kleeblatt den Lilien so aber wenig bis gar nicht. Auch nicht Paul Seguin bei seinem Schuss in der 30. Minute, der klar über das Darmstädter Tor flog. Die Gastgeber spielten nicht offensiver, nicht flinker, nicht ideenreicher, aber sie spielten zielstrebiger. Und auch erfolgreicher. Als David Raum ein Fehlpass auf Fabian Schnellhardt unterlief, ging es ganz schnell. Victor Palsson ließ Schnellhardts Zuspiel passieren, was Fürths Maximilian Bauer nicht erwartet hatte und der Ex-Kleeblättler Dursun ausnutzte. Darmstadts Torjäger erzielte seinen 18. Saisontreffer indem er den Ball trocken zum 2:0 unter die Latte schickte (40.). Beinahe hätten die Fürther noch unmittelbar vor der Pause den wichtigen Anschluss erzielt. Erst verhinderten Darmstadts Keeper Carl Klaus und Fabian Holland im Verbund einen Treffer von Havard Nielsen (42.). Dann tanzte Seguin zwei Gegner aus, traf aus spitzem Winkel aber nur den Außenpfosten (45.+1).

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Fürther Aufstiegsmoral: Darmstadt knickt das Kleeblatt nicht

Zwischenzeitlich sah es es für den Aufstiegsanwärter aus Fürth in Darmstadt ziemlich schlecht aus. 0:2 lag die Spielvereinigung in Südhessen hinten. Nach der Pause raffte sich das Leitl-Team allerdings auf, bestürmte das Gehäuse der Lilien und schnappte sich in diesem nicht nur sportbotanisch interessanten Zweitliga-Duell noch einen wichtigen Zähler. Die besten Bilder vom Böllenfalltor? Hier sind sie!


Leitl wechselte zu Beginn der zweiten Hälfte, brachte Timothy Tillman und ließ Sebastian Ernst in der Kabine. Tillman sollte für mehr Schwung im Offensivspiel sorgen, das bis zum Seitenwechsel weitgehend ziemlich stockte. Danach lief es etwas besser, doch sicher immer noch nicht so, wie es sich die Fürther gewünscht hätten. Darmstadt war präsenter, im Zweikampf konsequenter. Auch wenn sich die Spielvereinigung mehr Zug in die Offensive bekam, die Chancen etwas zahlreicher wurden. Im Strafraum rutschte Branimir Hrgota an einer Flanke von Julian Green vorbei (61.), Marco Meyerhöfers Schuss wurde von Klaus abgewehrt (62.), Anton Stach zog ab und Klaus musste erneut eingreifen (63.).

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Türöffner Green! Die Kleeblatt-Kritik - und der Notenvergleich

Come on, you Boys in White and Green! In der Tat. Julian Green leistete seinen Teil zur Fürther Aufholjagd in Darmstadt. Nach einer ziemlich ernüchternden ersten Hälfte aus Kleeblatt-Sicht war er aber nicht der einzige Gäste-Akteur, der im zweiten Durchgang ordentlich draufsattelte. Hier kommen die Einzelkritiken von Fürth-Reporter Florian Jennemann und der Notenvergleich.


Der erste Treffer des besten Vorbereiters

Fürths bestes und offensiv entschlossenste Phase hatte eine halbe Stunde vor dem Schlusspfiff nun begonnen. Sie zeigte Wirkung. Hrgota verlängerte eine Flanke, Green überlegte nicht lange, zog sofort ab als der Ball in Reichweite war und jagte ihn zum 1:2 (69.). Fürth drückte und drängte. Raum glich per Kopf zum 2:2 aus (75.) - es war das erste Saisontor des besten Vorbereiters der Liga. Fürth wollte nun mehr, Darmstadt verteidigte nur noch. Für den Sieg reichte es aber nicht mehr, weil Dickson Abiama beim Fürther 3:2 im Abseits stand und der Treffer nicht zählte (85.).

+++ Ein Punkt im Aufstiegskampf: Der Live-Ticker zum Nachfiebern +++

SV Darmstadt 98: Klaus - Bader, Mai, Höhn, Holland - Palsson, Schnellhardt - Berko (88. Clemens), Kempe, Honsak (65. Mehlem) - Dursun (76. Platte)

SpVgg Greuther Fürth: Burchert, Meyerhöfer, Jaeckel, Bauer, Raum - Stach - Seguin, Ernst (46. Tillman), Green (82. Abiama) - Hrgota, Nielsen

Tore: 1:0 Kempe (2.), 2:0 Dursun (40.), 1:2 Green (69.), 2.2 Raum (75.) | Gelbe Karten: Rapp - Jaeckel, Stach | Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück).

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