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Als Eigler gegen Hoffenheim ganz cool blieb

Der ehemalige Club-Angreifer nahm 2010 im Kraichgau richtig Fahrt auf - 09.03.2019 10:41 Uhr

Gefühlswelten: Club-Joker Christian Eigler hat gestochen - zur eigenen Freude, aber auch zum Kummer von TSG-Keeper Daniel Haas. © Wolfgang Zink


Vor seiner Einwechslung in Sinsheim war Christian Eigler torlos gewesen - die ganze damals laufende Hinrunde über. Nach seiner Einwechslung dauerte es zehn Minuten, ehe er nerven- und abschlussstark vor Daniel Haas in Aktion trat. Mehmet Ekici hatte den Unterreichenbacher durch einen brillanten Pass bravourös in Szene gesetzt. Eigler behielt vor dem TSG-Torwart kühlen Kopf, vollstreckte zum 1:1 und rettete dem FCN kurz vor Abpfiff einen Punkt. "Das war wichtig. Wir haben die Negativserie kurz vor der Winterpause gestoppt." So erinnerte sich Eigler vor geraumer Zeit im Gespräch mit nordbayern.de an das Kräftemessen im Kraichgau. "Das hat der Truppe gutgetan", ergänzte er. Und verwies damit auf seinen nicht nur persönlichen Knotenlöser.

In der Rückrunde 2010/11 legte Eigler sieben weitere Treffer nach - gleich vier davon etwa gegen FC St. Pauli. In der vereinsinternen Torjägerliste zog der Ex-Profi damit am zwischenzeitlich verletzten Julian Schieber vorbei. "Der Treffer hat mir Selbstvertrauen gegeben. Als ich durch Julians Verletzung ins Sturmzentrum gerückt bin, ist es noch besser gelaufen", ließ der Vollblutfranke im damaligen Austausch die Zeit Revue passieren. Eine Zeit, die er mit Blick auf die zweite Halbserie als seine "beste Saison" beim Club bewertete.

In der sich anschließenden Spielzeit - Eiglers letzter im rot-schwarzen Trikot - lief es dann nicht mehr für den früheren FCN-Angreifer. Verletzungen warfen "Eig" immer wieder zurück. Am 9. Spieltag demonstrierte er beim 1:2 in Wolfsburg zwar erneut Joker-Qualitäten. Beim Abschluss wurde jedoch sein lädierter Knöchel in Mitleidenschaft gezogen. Auf die Reha folgten Kurzeinsätze und ein Leistenbruch. Eine Saison zum Vergessen für den verletzungsgeplagten Stürmer, dessen Vertrag im Sommer 2012 nicht mehr verlängert wurde. Nach vier Jahren in der Noris wagte die Offensivkraft noch einen neuen Anlauf in Ingolstadt, wo der einstige Club-Kanonier seine Profi-Karriere dann auch beendete.

Wie's gegen die TSG am Sonntag läuft? Auch dazu hat nordbayern.de Nürnbergs Ex-Stürmer natürlich befragt. Christian Eigler, inzwischen Spielertrainer beim SV Unterreichenbach, seinem Heimatverein, spricht von einer "komplizierten Aufgabe". Und lässt sich - dem Club natürlich zugewandt - angesichts von 18 sieglosen Liga-Spielen in Folge auch nicht wirklich locken in Sachen einer Erfolgsprognose. Auf Konter zu setzen, sagt Eigler, wäre wohl ein Rezept.

Unentschieden in Unterreichenbach 

Tore sieht zumindest an dem Abend, an dem wir mit Christian Eigler telefonieren, dieser aber keine mehr - auch nicht nach diesem Rezept. Gegen die zweite Mannschaft von Wacker Nürnberg bleibt die zweite Mannschaft des SV Unterreichenbach, die der Unterreichenbacher natürlich auch unter die Lupe nimmt, in einem Freundschaftsspiel ohne Treffer. Ein Mutmacher klingt anders. Und das, obwohl Christian Eigler normalerweise wirklich als Nürnberger Mutmacher dient. 

 

apö

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