Sonntag, 17.11.2019

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Ball vom Gegner: FIFA reformiert die Abseitsregel

Nur bei klaren Fehlpässen soll auf passives Abseits entschieden werden - 20.06.2013 12:50 Uhr

Abseits oder nicht Abseits: Diese Entscheidung erhitzt regelmäßig die Gemüter. © Archiv Wolfgang Zink


"Der kommt doch vom Gegner" - diesen Ausspruch hört man Wochenende für Wochenende auf den Fußballplätzen und in den Stadien der Republik. Der Ausspruch fiel immer dann, wenn ein Stürmer nicht im aktiven Abseits stand, wenn der Ball von einem Gegner zu ihm abgefälscht wurde.

Allerdings musste das Schiedsrichtergespann bislang bei jeder Situation bewerten, ob der Abwehrspieler mit einer geplanten oder ungewollten Aktion den Ball zum Angreifer gespielt hatte. War es Absicht, griff die passive Abseitsregel, ansonsten ging die Fahne des Assistenten nach oben.

Nun plant die FIFA nach Informationen des für gewöhnlich sehr gut informierten "kicker" diese Regel zu überarbeiten. Zukünftig soll nur dann auf passives Abseits entschieden werden, wenn der Abwehrspieler klar im Spielaufbau war und dann eine Art  "Marcos-Antonio-Gedächtnis-Fehlpass" spielte. Bei allen anderen Aktionen wird zukünftig aktives Abseits unterstellt.

Alle Unklarheiten beseitigt?  Wenn nicht, dann kann man sich zumindest damit trösten, dass es zukünftig auch weiterhin reichlich Gelegenheiten geben wird, über strittige Abseitsentscheidungen lebhaft zu diskutieren.

stw

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