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Bierzelt-Boxen: Schweiß und krachende Fäuste zur Maß

Der ASC Nürnberg Süd 1907 hat eine alte Tradition wiederbelebt - 25.04.2017 08:09 Uhr

„Frühschoppen mit Unterhaltung“, nennt Organisator Harald Retzer das Boxen auf dem Volksfest.

© Eduard Weigert


Harald Retzer ist im Stress. Der Mann, den alle nur "Harry" nennen, ist seit 6 Uhr in seinem roten Trainingsanzug unterwegs. Er hat den neuen Ring, den die Stadt mitfinanziert hat, in aller Früh aufgebaut, spricht mit seinen Sportlern, mit gegnerischen Trainern, mit Zuschauern. Genießen, sagt Harald Retzer, kann er den Tag erst, wenn seine Boxer in den Ring steigen. Arbeiten muss er dann zwar immer noch, "aber das ist dann ein angenehmer Stress, weil ich meinen Job ausüben kann", sagt er.

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Im Festzelt Papert, am Nürnberger Frühlingsfest, flogen wieder die Fäuste. Aber nicht etwa, weil sich zwei Raufbolde in die Haare bekommen haben, sondern im sportlichen Sinne. Die Boxer des 1. ASC Nürnberg-Süd 07 duellierten sich mit einer Auswahl aus Schwaben.


Früher war Harald Retzer selbst ein passionierter Boxer, hat mehrfach Bayerische Meisterschaften gewonnen – und in Schweinau im Bierzelt geboxt. "Das Kärwaboxen ist einfach eine Tradition in Nürnberg", sagt er.

Eine, die inzwischen merklich Staub angesetzt hat, die aber Retzer und seine Freunde vom ASC wiederbelebt haben. Statt in Stein und Schweinau fliegen inzwischen auf dem Volksfest die Fäuste, früher im Rockzelt, am Wochenende zum vierten Mal im Festzelt Papert.

nn

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