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Club-Trainer Weiler bestätigt: Stark wechselt zur Hertha

Eigengewächs spielte seit der Jugend beim FCN und schließt sich nun Berlin an - 24.08.2015 16:55 Uhr

Niklas Stark wirkte nach dem 1:2 in Bochum zerknirscht. Es war sein letzter Einsatz im Club-Dress. © Sportfoto Zink


Der Coach führte gegenüber der Nürnberger Zeitung aus, der Transfer geschehe "sicherlich nicht aus sportlichen Gründen, sondern aus wirtschaftlichen." Damit hebelte er relativ unverblümt ein Statement der Vereinsführung aus, die Mitte August als Reaktion auf die Berichterstattung der Bild-Zeitung erklärt hatte: "Soweit sich der 1. FC Nürnberg im Laufe der aktuellen Transferperiode entscheiden sollte, noch Spieler abzugeben, so wird dies gegebenenfalls aus ausschließlich sportlichen Motiven geschehen."

Aus sportlicher Sicht sei der Abgang "ein Verlust", wenngleich Weiler versteht, dass die Transfereinnahmen – im Gespräch sind drei Millionen Euro – Balsam für die leeren FCN-Kassen sind. "Wenn der Transfer dem Verein gut tut, dann hat man das als Trainer zu akzeptieren", so Weiler, der "müde" ist, Fragen nach der Vereinspolitik zu beantworten. "Die Fragen sollten denjenigen gestellt werden, die sie beantworten können."

Zum Beispiel Martin Bader. Der sagt: "Es gab in der Vergangenheit immer wieder Angebote für ihn und gerade in den vergangenen Wochen intensiven Kontakt, den wir stets abgeblockt haben. Doch Nik wollte nun unbedingt den nächsten Schritt machen und in der Bundesliga spielen. Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute." Und weiter: "Wenn der wirtschaftliche Rahmen und der Wunsch des Spielers immer konkreter werden, sehen wir uns verpflichtet, uns seriös damit auseinanderzusetzen."

Der Defensivallrounder Stark, der in Neustadt a. d. Aisch geboren und in Ipsheim aufgewachsen ist, spielte seit 2004 beim Club. 2014 führte Stark die U19-Nationalmannschaft als Kapitän zum Europameister-Titel. Er gilt als eines der größten Talente im aktuellen Kader des 1. FCN. Bei der Hertha unterschreibt Stark, so berichtet unter anderem der kicker, einen Vertrag bis 2019.

Stark selbst gibt an, ihm sei die Entscheidung "schwer gefallen. Ich bin beim Club groß geworden und habe dem Verein ganz viel zu verdanken. Mein klares Ziel war immer, erste Liga zu spielen. Den nächsten Schritt in meiner persönlichen Karriere sehe ich in Berlin. Dem Club drücke ich natürlich auch in Zukunft noch die Daumen."

Mit einem Abgang Starks büßt der in den letzten Zweitligapartien gegen 1860 München (2:2) und den VfL Bochum (1:2) qualitativ deutlich unterlegene FCN weiter an spielerischer Substanz ein. Der Grund, warum sich der 1. FC Nürnberg dennoch zu diesem Schritt entschlossen hat, liegt dank Weilers Aussagen auf der Hand: Der Club steckt in finanziellen Schwierigkeiten.

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jabs, sh, psz

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