Mittwoch, 20.11.2019

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Club vor Aue: Mit Zweitliga-Mentalität ins Flutlicht

Im Erzgebirge sind Kämpfer-Qualitäten gefragt - 17.10.2019 16:15 Uhr

Den Kasten im Flutlicht sauberzuhalten, das kann Andreas Lukse, wie der Club-Keeper bereits im Pokal in Ingolstadt beweisen durfte. Auch in Aue wird Nürnbergs nominelle Nummer zwei wieder gefragt sein. © Sportfoto Zink / DaMa, Sportfoto Zink / DaMa


Die Umbenennung der BSG Wismut Aue erfolgte nach einem prominenten Vorbild: dem des FC Bayern München. Als FC Erzgebirge Aue konnte sich der ehemalige DDR-Traditionsklub tatsächlich gut behaupten im vereinigten Fußball. Momentan ist Aue als Vierter der 2. Bundesliga ein Überraschungsteam.

Das "zeigt, dass Aue Qualität hat", sagt Damir Canadi, der mit dem 1.FC Nürnberg am Freitagabend (18.30 Uhr) im Erzgebirge antritt. Im Falle eines Sieges könnte der Club an den Gastgebern vorbeiziehen. "Gefühlt immer noch ein Bundesligist", sagt Aues Trainer Dirk Schuster, sei Nürnberg, außerdem "eine Marke im deutschen Fußball", auf dem Platz soll von solcher Ehrfurcht aber nichts zu sehen sein. Schuster verspricht den Gästen einen "heißen Tanz".

Viele Zweikämpfe und ein bitterer Ausfall

Canadi würde das nicht überraschen. Sehr hohe Investitionen ins Spiel, "sehr viele Zweikämpfe", die passende Mentalität: Das, sagte der Trainer gestern während der Spieltags-Pressekonferenz, mache Zweitliga-Fußball aus, "auch das habe ich schon gelernt" (Canadi) – was ihm Schuster sogar bestätigt, besser als zu Saisonbeginn, findet der Ex-Nationalspieler, habe Nürnberg "die zweite Liga angenommen".

Welche Einstellung es braucht, ist allgemein bekannt, in der Aufstellung wird es wohl keine größeren Überraschungen geben. "Sehr, sehr bitter", sagt Canadi, sei der Ausfall von Christian Mathenia (Bruch der Kniescheibe), aber Stellvertreter Andreas Lukse sei "ein erfahrener Torwart" und werde, das erwartet Canadi, "seine Sache sehr gut machen". Weitere Umstellungen sind eher nicht zu erwarten, eventuell erhält Robin Hack (der mit der deutschen U21-Nationalmannschaft 90 Minuten im Einsatz war) eine Verschnaufpause, Iuir Medeiros könnte dann von Beginn an spielen. Man werde das "gemeinsam entscheiden", sagt Canadi, geht aber davon aus, dass Hack sehr gerne mitspielen würde.

Begleitet wird der Club von 2200 Fans, auch sie werden vielleicht etwas Geduld brauchen – und auf die entscheidenden Chancen warten müssen. So etwa beschreibt Canadi den Stil des FC Erzgebirge – Zweitliga-Fußball eben. Und "da haben wir Nürnberg einiges voraus", findet Aues Keeper Martin Männel. Zu beweisen respektive zu widerlegen steht es am Freitagabend.

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