Co-Trainer mit Erfolgsgarantie: Hermann wird ein Knappe

29.5.2013, 10:08 Uhr
Peter Herrmann machte auch schon in Nürnberg verdient. Als Co-Trainer von Michael Oenning (links) realisierte er 2009 den Aufstieg in die 1. Liga.

© Michael Matejka Peter Herrmann machte auch schon in Nürnberg verdient. Als Co-Trainer von Michael Oenning (links) realisierte er 2009 den Aufstieg in die 1. Liga.

Jürgen Gelsdorf, Dragoslav Stepanovic, Klaus Toppmöller, Rudi Völler und so weiter. Elf verschiedene Cheftrainer sah Peter Hermann ab 1989 in Leverkusen kommen und gehen. Kurzzeitig unterbrochen von seinem Nürnberg-Intermezzo wurde der öffentlichkeitsscheue, aber akribische Fußballarbeiter zur Institution bei der Werkself, für die er von 1976 bis 1984 selbst das Trikot übergestreift hatte. In der Saison 2008/09 hatte er an der Seite von Michael Oenning entscheidenden Anteil an der prompten Club-Rückkehr ins Bundesliga-Oberhaus. In der Noris wusste man genau um die Fähigkeiten Hermanns. Des Mannes, den etwa Toni Kroos einmal als "besten Co., den ich je hatte" adelte. Gerne hätte man sich am Valznerweiher die Dienste des Fachmannes längerfristig gesichert. Doch Hermann zog es zurück nach Leverkusen, wo er ab der Saison 2009/10 Jupp Heynckes assistierte.

Ab dem Sommer 2011 war das Duo in München engagiert. Die Spielzeit 2012/13 gestaltet sich für die beiden Trainer-Routiniers als große, noch laufende Rekordjagd. Souverän und so frühzeitig wie nie in 50 Jahren Bundesliga schnappte sich der FC Bayern den Meistertitel. Zudem beförderte das bayerische Doppel-H durch den 2:1-Erfolg im Champions-League -Finale den Henkelpott an die Isar. Am Wochenende winkt Münchens Erfolgsstrategen im Pokal-Endspiel in Berlin das Triple - vorbehaltlich Lahm & Co. bezwingen den VfB Stuttgart. Wenig verwunderlich, dass Hermann mit Blick auf zwei Jahre FCB sentimental wird: "Ich habe ein bisschen Wehmut, wenn ich jetzt den FC Bayern verlassen muss", gab der 61-Jährige jüngst via kicker online zu Protokoll.

Hermann wäre aber nicht Hermann, wenn er sich nicht gleich auf seine neue Arbeit fokussieren würde. "Der FC Schalke ist ein guter Verein", sagt der wohl beste Co-Trainer Deutschlands über den Klub, den er in der kommenden Saison als Assistent von Jens Keller betreuen wird. Bei den Königsblauen hat Hermann einen Vertrag bis 2016 unterschrieben.

 

 

 

 

 

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