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Ein guter Wettkampf und viel Challenge-Vorgeplänkel

Michael Hofmann wurde beim Triathlon in Amberg Vierter - und ist damit zufrieden - 07.05.2012 06:51 Uhr

Michi Hofmann beim Citytriathlon Amberg. Direkt nach einer 24-Stunden-Schicht bei der Feuerwehr war er zu dem Wettkampf gefahren - und wurde am Ende guter Vierter. © Fabian Vogel


Kurz vor dem Wettkampf war ihm dann doch ein bisschen die Düse gegangen: Denn in der Walpurgisnacht gab's auf der Feuerwache richtig viel zu tun. Der Schlaf kam eindeutig zu kurz. Und Michael Hofmann weiß, dass es ihm "nach ziemlich kurzen Nächten sehr schwer fällt, genügend Leistung zu bringen".

Doch dann lief es für Michi beim Citytriathlon in Amberg, der seinen 25. Geburtstag feierte, bei strahlendem Sonnenschein doch besser als befürchtet. Der 31-jährige Pleinfelder, der für die Radfreunde Hilpoltstein startet, wurde Vierter. Er brauchte für die 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen 2:00:37 Stunden. Sein Fazit: Schwimmen gut, Wechsel na ja, Radfahren absolut positiv, Laufen okay. "Beim Laufen habe ich am meisten gespürt, dass ich direkt vom Dienst gekommen war."

Auch tags darauf, beim Regnerationslauf, der ungefähr eindreiviertel Stunden dauerte, fühlte sich Michi fit. Und er freute sich auf ein langes freies Wochenende, an dem er mit Lebensgefährtin Nury in den Bergen ausspannen wollte. Doch dann kippte das Wetter. Und im Dauerregen wollten die beiden nicht in den wolkenverhangenen Alpen herumstapfen. Sie strichen den Ausflug.

Damit stand das Wochenende wieder ganz im Zeichen des Challenge Roth. Am Samstag schloss sich Hofmann einer Gruppe der TSG 08 Roth an und fuhr mit ihr eine schnelle Radrunde auf der Challenge-Strecke. Solche Ausfahrten finden regelmäßig statt. Die Triathleten geben dabei richtig Gas, wechseln sich bei der Führungsarbeit ab, trainieren das Gruppenfahren und machen sich mit der Strecke vertraut.

Am Sonntag stand dann die offizielle große Streckenbesichtigung der Challenge-Veranstalter auf dem Programm. Bei Dauerregen und Kühlschrank-Temperaturen. 200 Triathleten aus ganz Deutschland hatten sich angemeldet. Rund 150 kamen dann tatsächlich. Die prominentesten: Das Ehepaar Nicole und Lothar Leder. Sogar Teilnehmer aus Hamburg waren extra angereist, um die Strecke kennen zu lernen. Der Vorteil: Bei diesem Treffen der Athleten-Familie erklären ihnen Guides alle Tücken und Besonderheiten der Strecke.

Michi Hofmann war einer dieser Guides. Auch Katja Bartsch führte eine Gruppe. Und Jeffrey Norris war einer der Teilnehmer. So kamen unsere drei Athleten erstmals zusammen. Viel Zeit zum Unterhalten blieb allerdings nicht. Und das miese Wetter vertrieb auch ein bisschen die Lust aufs gesellige Beisammensein. Die Challenge-Organisatoren-Familie Walchshöfer tat jedoch alles, um die nassen, ausgefrorenen Athleten zu verwöhnen. "Felix Walchshöfer hat einige Bäcker-Schmidt-Filialen leergekauft und jede Menge Gebäck angeschleppt", sagt Michi Hofmann schmunzelnd.

In 62 Tagen werden sich alle, die am Sonntag miteinander Apfeltaschen und Brezen vernichtet haben, wieder sehen: Dann steigt der Challenge Roth - hoffentlich bei besserem Wetter.

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Michi Hofmann - ein extrem-ausdauernder Feuerwehrmann

Seit seiner Kindheit dreht sich Michi Hofmanns Leben um Triathlon. Geboren und aufgewachsen zwei Kilometer Luftlinie vom früheren Schwimmstart des Rother Langdistanz-Triathlons entfernt, wurde er früh von der Faszination dieser Sportart gepackt. Seitdem reiht er Erfolg an Erfolg. Selbst seinen Beruf als Feuerwehrmann verdankt er dem Triathlon: Ein anderer Athlet brachte ihn bei einem Gespräch zufällig auf die Idee.


Gudrun Bayer

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