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Erstes Heimspiel: Das erwartet den Club gegen Mainz

Harald Büttner hat sich mit dem kommenden Gegner des FCN beschäftigt - 30.08.2018 05:54 Uhr

Der Mainzer Anthony Ujah jubelt nach seinem 1:0-Siegtreffer gegen Stuttgart. © Thomas Frey/dpa


So ist die Lage: In der noch jungen Saison hat der FSV Mainz 05 bisher alles richtig gemacht. Im DFB-Pokal ließ sich das Team von Trainer Sandro Schwarz beim Zweitligisten Erzgebirge Aue nicht aus der Ruhe bringen und gewann mit 3:1. Der Ligastart gegen den VfB Stuttgart verlief zwar etwas holprig, am Ende stand aber ein 1:0-Arbeitssieg zu Buche.

Beeindruckend: Die Rheinhessen sind nunmehr im zehnten Jahr am Stück erstklassig, haben sich sportlich und strukturell kontinuierlich weiterentwickelt - auch wenn sie in der letzten Saison in akuter Abstiegsgefahr schwebten. Vor 15 Jahren glückte dem FSV unter Trainer Jürgen Klopp erstmals der ersehnte Sprung ins Oberhaus und er hielt sich dort drei Jahre. 2009 führte der frühere Club-Torjäger Jörn Andersen Mainz als Trainer zurück in die Bundesliga.

Ausbaufähig: Die Defensive funktionierte gegen den VfB schon ganz ordentlich, ansonsten ist noch Luft nach oben. Im Spielaufbau griffen längst nicht alle Rädchen ineinander, zu selten wurden spielerische Lösungen gefunden.

Im Fokus: Mainz macht seit Jahren vor allem mit französischen Spieler gute Erfahrungen - und Geschäfte. U21-Nationalspieler Abdou Diallo, aus Monaco für fünf Millionen Euro geholt, wechselte nach einem Jahr beim FSV in diesem Sommer für 28 Millionen Euro zu Borussia Dortmund. Heuer kamen mit Verteidiger Moussa Niakhate und Stürmer Jean-Philippe Mateta wieder zwei Talente aus dem Land des Weltmeisters an den Rhein; sie sind mit jeweils acht Millionen Ablöse die teuersten Neuzugänge der Vereinsgeschichte. Niakhate schrieb im Pokal gleich mal ein unrühmliches Kapitel, als er in Aue nach 134 Sekunden (!) vom Platz flog.

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Die Bilanz: Eigentlich positiv. Von 38 Pflichtspielen gewann der Club 16 gegen Mainz, 14 Mal behielt der FSV die Oberhand, acht Mal trennte man sich unentschieden (Torverhältnis 60:46). Allerdings hat der 1. FCN den Grundstein für diese Statistik in gemeinsamen Zweitligajahren (18 Spiele, acht Siege, 4 Remis, sechs Niederlagen) und vor allem im DFB-Pokal gelegt, wo er alle vier bisherigen Duelle seit 1965 gewonnen hat. Von den bisherigen 16 Bundesligaspielen konnte er nur vier für sich entscheiden (acht Niederlagen, vier Remis, 18:24 Tore).

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Rouven Schröder hat eine Nürnberger Vergangenheit: Der Ex-Profi (VfL Bochum, MSV Duisburg) fungierte in der Saison 2011/12 als Scout und Video-Analyst im Neuen Zabo. Nach nur einem Jahr wechselte er zur SpVgg Greuther Fürth als Koordinator der Profis, stieg dort zum Sportlichen Leiter auf. Nach zwei Jahren bei Werder Bremen heuerte er 2016 in Mainz an. Fränkische Luft hat auch schon FSV-Abwehrspieler Daniel Brosinski in der Saison 2013/14 beim Kleeblatt geschnuppert.

Und sonst so? Origineller Marketing-Gag: Um seinen Fans die Kontrollen an den Eingängen der Arenen zu erleichtern, präsentierte der FSV eine durchsichtige Stadion-Umhängetasche. Sie ist größer als das von der DFL standardisierte Format, muss aber wie beispielsweise ein Rucksack beim Stadionbesuch nicht abgegeben werden. Dank des halbtransparenten Designs muss sie von den Sicherheitskräften nicht geöffnet werden, was viel Zeit spart. Sie wird in fast allen Stadien akzeptiert. Dauerkarteninhaber bekamen das gute Stück geschenkt.

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Harald Büttner

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