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Faustkampf und jetzt Fürth! Das geht beim Kleeblatt-Gegner

In Hannover krachte es zuletzt mächtig - 27.02.2021 05:56 Uhr

Rustikal: Simon Falette (rechts, gegen der Regensburger Jan-Marc Schneider) langte im Training unter der Woche in Hannover zu.

26.02.2021 © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, NN


Wenn es in dieser engen zweiten Liga überhaupt so etwas wie tabellarisches Niemandsland geben sollte, befindet sich Hannover 96 mittendrin. Nach unten haben die Niedersachsen mit ihren 33 Punkten ein Polster von 13 Zählern auf den Rivalen Eintracht Braunschweig, auf den Relegationsplatz 16. Viel anbrennen sollte da nicht mehr. Nach oben fehlen aber neun Punkte auf den anderen, den viel verlockenderen Relegationsplatz, der die Tür zu Erstklassigkeit verheißt. Wollen die 96er wirklich nochmal mit Nachdruck in das Rennen um die besten Plätze eingreifen, müssen sie gewinnen.

Ein paar Mal. Und schon bald. Aus ihrer Sicht am besten schon am heutigen Samstag (13 Uhr) gegen die SpVgg Greuther Fürth. Schließlich ist das Kleeblatt Zweiter, da würde es sich besonders lohnen, Punkte zu klauen.

Mit der Gesamtsituation...

... findet man sich rund um und bei Hannover 96 nur recht schwer ab. Sportlich bietet die Elf von Trainer Kenan Kocak gerade Mittelmäßiges. Zwei Siege, zwei Niederlagen, ein Remis, 5:5 Tore und sieben Punkte ergeben Position acht in der Rückrunden-Tabelle. Kurz gesagt: Hannover ist seit Wochen Durchschnitt, der Aufstieg als Ziel mehr oder weniger abgehakt. Das zehrt an den Nerven, bei den Verantwortlichen, aber auch bei einzelnen in der Mannschaft. Am Mittwoch, so berichteten mehrere Medien, knallte es ordentlich im Training. Ausgangspunkt war ein Gerangel zwischen Simon Falette und Mittelfeldspieler Genki Haraguchi. Das ungestüme Duo musste getrennt werden, neben Mitspieler griffen auch Kocak und und sein Co Serhat Umar ein. Also konzentrierte sich Falette auf seinen Abwehrkollegen Baris Basdas und Marcel Franke. Am nächsten Tag musste Falette alleine trainieren, eine Geldstrafe steht ebenso im Raum, wie eine verbale Entgleisung gegenüber dem Franzosen, bevor dieser handgreiflich wurde. Gegen Fürth wird er im Kader fehlen, obwohl Hannover in der Abwehr nicht verletzungsfrei ist.

Mittlerweile hat sich Falette für seinen unbeherrschten Auftritt entschuldigt, Kocak hat das akzeptiert. So schlimm sei das alles auch gar nicht gewesen. Damit soll der Fall erledigt sein, heißt es.

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Die letzten Auftritte...

...waren nicht so toll. Die Bilanz ist wie erwähnt mittelmäßig, die Leistungen waren es meistens auch. Zwar drehten die Hannoveraner im Niedersachsenderby gegen Braunschweig einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg um. Eine mitreißende Leistung, die Aufbruchstimmung erzeugt hätte, war damit aber nicht verbunden. Was folgte war ein 0:0 gegen Paderborn und ein 2:3 in Düsseldorf. Bei der Fortuna durften die 96er satte 45 Minuten in Überzahl spielen, weil Düsseldorfs Florian Hartherz praktisch mit dem Halbzeitpfiff Gelb-Rot sah. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1. "Solche Spiele dürfen uns nicht mehr passieren", erklärte Coach Kocak rückblickend. Mal sehen, wie gut sich seine Mannschaft daran halten wird.

Schwer zu halten: Hannovers Genki Haraguchi (rechts) stellt seine Gegenspieler wie hier Braunschweigs Patrick Kammerbauer vor Probleme. Deswegen dürfte es für die 96er schwierig werden, mit ihm zu verlängern.

06.02.2021 © Swen Pförtner, dpa


Alle Augen auf...

...höhere Ambitionen haben sie gemeinsam. Doch eines trennt Hannover 96 und seinen Mittelfeldlenker Genki Haraguchi. Denn so lange es nicht gelingt, als Mannschaft aufzusteigen, müssen die 96er zweitklassig bleiben. Für den Japaner gilt das nicht. Er würde gerne wieder erstklassig spielen, das ist an der Leine auch bekannt. Im Gegensatz zu seinem aktuellen Verein ist Haraguchi aber nicht an die zweite Liga gebunden, denn sein Vertrag in Hannover endet mit dem Saisonende. Flatterte das passende Angebot bei ihm oder seinem Berater ins Haus, könnte es also schnell gehen. Mit dem 29-Jährigen würden die Hannoveraner den Kopf in ihrem Spiel verlieren, der dazu auch noch beinahe pausenlos in Bewegung ist. 96-Boss Martin Kind möchte nochmal das Gespräch suchen, doch dürften da auch die Kosten eine große Rolle spielen. Vielleicht sind es die letzten Spiele des Asiaten in der zweiten Liga.

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