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Frauenfußball: Jetzt starten auch die restlichen Teams

Ein Überblick über die Stimmung in den Vereinen vor dem Start - 04.09.2019 15:47 Uhr

Das Duell zwischen Poppenreuths Sarah Wild (hinten) und der SG Laubendorf/Burggrafenhof (Nina Weidemann) wird es diese Saison leider nicht geben. © Foto: Andreas Goldmann


Nachdem der Ball in den Landesligen bereits wieder rollt, steigen am kommenden Wochenende die Frauenfußballteams auch auf Bezirks- und Kreisebene in die neue Saison 2019/20 ein.

Den Anfang macht dabei der TSV Zirndorf, der es schon am Freitag mit der SpVgg Effeltrich zu tun bekommt. Ein schwerer Gegner, hatte Effeltrich doch in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Bezirksoberliga nur knapp verpasst und der TSV seinerseits dank einer starken Rückrunde das Abstiegsgespenst gerade so noch einmal vertreiben können.

Seitdem ist einiges passiert bei den Bibertstädtern. Die markanteste Neuerung ist der Trainerwechsel, denn das Team um Jürgen Vogel und Jürgen Batroff hat sich zurückgezogen und das Zepter an das Duo Günther Bauer und Bernd Friedel weitergereicht, wobei Bauer schon wieder ausgeschieden ist. Das Ziel, so Friedel, sei aber auch in diesem Jahr weiterhin der Klassenerhalt.

Mit einem Heimspiel startet der Aufsteiger STV Deutenbach in die Bezirksliga. Erster Gast am Weihersberg ist am Sonntag BOL-Absteiger TSV Lonnerstadt. Dabei kann Deutenbach auf das nahezu unveränderte Team bauen, das letztlich souverän den Aufstieg geschafft hat. Trainer Luca Herrmann: "Wir glauben, den Klassenerhalt schaffen zu können, wenn wir unsere Tugenden auf den Platz bekommen." Unmöglich scheint das nicht, denn in der Vorbereitung gelang dem STV unter anderem ein Sieg gegen den SV Leerstetten, wie Deutenbach in der Bezirksliga.

Auch der SV Großweismannsdorf startet mit demselben Kader in die Saison, dem der Aufstieg in die Kreisliga gelungen ist. Trainerin Susanne Goth bleibt dem Team ebenfalls auf und neben dem Platz erhalten. "Das Ziel", so Goth, "ist erst einmal der Klassenerhalt." Sie ist zuversichtlich, dass das auch gelingen kann, sofern ihre Mannschaft "die Leistung und vor allem den Teamgeist der vergangenen Saison an den Tag legt".

Noch eine Woche bis zum Saisonstart gedulden müssen sich die fünf Kreisklassen-Mannschaften aus Stadt und Landkreis Fürth. Sie verteilen sich in der kommenden Spielzeit – anders als in der Vorsaison – auf zwei Staffeln. In der Kreisklasse 1 bekommen es unter anderem der TSV Wilhermsdorf und die SG Laubendorf/Burggrafenhof miteinander zu tun.

Nur drei Punkte fehlten

Der TSV Wilhermsdorf hat in der vergangenen Saison lange um den Aufstieg in die Kreisliga mitgespielt, am Ende fehlten nur drei Punkte. Helgo Karl und Tobias Nagler haben daher auch das Ziel ausgegeben, "besser abzuschneiden als im letzten Jahr". Gemeint war damit das Erreichen des zweiten Platzes; der berechtigt allerdings in dieser Saison nicht zum Aufstieg. Es bleibt also offen, ob Trainer Karl das Ziel noch einmal neu stecken wird.

Nicht ganz so ambitioniert sind die Ziele bei der SG Laubendorf/Burggrafenhof. Das obere Tabellendrittel soll es aber trotzdem auch sein – und in der mit zehn Teams bestückten Liga wäre das einer der ersten vier Plätze. "Bei uns in der SG läuft es super", berichtet Abteilungsleiterin Stefanie Roksandic. Die Trainer haben gerade die C-Lizenz erworben, und man konzentriert sich jetzt – anders als in der vergangenen Saison, in der man noch je eine Groß- und eine Kleinfeldmannschaft gemeldet hatte – auf das Großfeld.

Die drei Mannschaften aus dem Stadtgebiet treffen in der Kreisklasse 2 aufeinander. Bei der (SG) TSV Sack/
Sportfreunde Großgründlach ist "alles beim Alten", wie sich Trainerin Stefanie Nagel ausdrückt. Das heißt, die beiden Vereine aus dem Knoblauchsland werden auch in der kommenden Saison gemeinsam antreten. Im abgelaufenen Spieljahr hatte es immerhin zum fünften Platz gereicht. Zwei Plätze dahinter hatte sich das Team des FV Kleeblatt 99 eingenistet. Die warten nun mit zwei starken Neuverpflichtungen auf: Mia Wolf wird wieder die Schuhe für ihren Heimatverein schnüren, und Stürmerin Sabrina Schroll, zuletzt bei den Bayernliga-Frauen der SpVgg Greuther Fürth am Ball, soll für Tore sorgen. Trainer Dieter Berger erwartet einen "holprigen" Start, "aber von den spielerischen und taktischen Kompetenzen von Mia und Sabrina kann die Mannschaft sicher profitieren".

Einen größeren Umbruch hat dagegen der SV Poppenreuth zu verkraften. Auf Trainer Bernd Hammerbacher kommt die Aufgabe zu, seine Mannschaft neu zu formieren. Eine größere Zahl an Spielerinnen hat den Verein verlassen, dafür kommt einiges aus der erfolgreichen Jugendarbeit "nach oben". So gibt der Trainer die Losung aus: "Wir werden uns erstmal finden müssen und über Spiele entsprechend weiterentwickeln."

In den beiden Kreisklassen hat die Zahl der Mannschaften allerdings deutlich abgenommen. Spielten in der vorherigen Saison noch 21 Teams in den beiden untersten Spielklassen, so sind es in der kommenden nur noch 16. Immerhin zumindest die Mannschaften aus Fürth und Umland wollen auf die Anwendung der Flex-Regel, die eine Reduzierung der Mannschaftsstärke auf bis zu neun Spielerinnen ermöglicht, verzichten.

Bayernliga: SpVgg Greuther Fürth – FC Ingolstadt 04 II 1:5 (0:3) – 0:1 Budnick (14.), 0:2 Müller (16.), 0:3 Rehr (33.), 1:3 N. Nittel (65.), 1:4 Semmler (72.), 1:5 Budnick (82.)

Landesliga Nord: SV Neusorg – SpVgg Greuther Fürth II 3:2 (3:0) – 1:0 Kohl (24.), 2:0 Günther (27.), 3:0 Kraus (32.), 3:1 Perlwitz (76.), 3:2 Sulewski (81.). 

ANDREAS GOLDMANN

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