Montag, 21.10.2019

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Fürth-Trainer Leitl: "Das waren mehrere Fehlentscheidungen"

SpVgg macht den Schiedsrichter für die 0:1-Niederlage beim HSV verantwortlich - 04.03.2019 23:50 Uhr

Kleeblatt-Trainer Stefan Leitl war mit der Leistung des Unparteiischen nicht einverstanden. © Sportfoto Zink/WoZi


Stefan Leitl (Trainer SpVgg Greuther Fürth): "Ich denke, das Spiel hat so begonnen, wie erwartet. Mit einem druckvollen und dominanten HSV. In den ersten 15 Minuten hatten wir kleine Probleme in die Partie zu finden, da waren wir nicht griffig genug und nicht gut im Anlaufverhalten. Dann war es bis zum Pausenpfiff ein ausgeglichenes Spiel. In der zweiten Hälfte waren wir dann bis zur gelb-roten Karte die spielbestimmende Mannschaft. Wir waren näher am Tor als der HSV bis zu diesem Moment.

Dann kommt eine Szene, die sehr bitter ist für uns. Ich denke, das kann jeder nachvollziehen. Das waren mehrere Fehlentscheidungen, denn zuerst stand Green im Abseits, das nicht geahndet wurde. Dann muss ich aber auch deutlich sagen, dass es kein Elfmeter war, aber es gab einen Kontakt, von daher war es auch keine Schwalbe für die man mit Gelb-Rot vom Platz muss. Ein Kompliment an meine Mannschaft, denn sie hat gut gespielt und gut verteidigt. Heute wäre ein Punkt sicher verdient gewesen. Kompliment an die Jungs für diese Leistung, wir sind auf dem richtigen Weg."

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Platzwunden, Gelb-Rot und HSV-Gegentor: Die Bilder zur Kleeblatt-Pleite

Im Montagabendspiel muss das Kleeblatt ab 20.30 Uhr gegen den Hamburger SV ran. Stefan Leitl schickte seine Mannschaft mit nur einer Veränderung in der Startelf in die Partie, Paul Seguin durfte wieder von Anfang an auflaufen. Selbst das 0:0 wäre nach dem Auftritt für die Fürther eigentlich zu wenig gewesen. Die Gelb-Rote Karte und das späte Gegentor waren da mehr als bitter.


Hannes Wolf (Trainer Hamburger SV): "Wir sind gut reingekommen ins Spiel. In den ersten zehn Minuten haben wir direkt zwei, drei gute Szenen, die wir nicht zu Ende bekommen und wo es uns nicht gelingt, das Tor zu erzielen. Dann haben wir auf eklatante Art und Weise, das möchte ich auch gar nicht schön reden, den Faden im Spiel verloren. Wir hatten keinen Zugriff mehr. Insgesamt waren die Fürther dann näher daran, ein Tor zu erzielen als wir. Nach der gelb-roten Karte waren wir noch unruhig und nicht so konsequent im Ballbesitz, wie wir es eigentlich können. Dann spielen wir uns noch dieses enorm wichtige Tor heraus. Heute Abend war diese Leistung schon eine Delle, darüber müssen wir morgen reden, das Tal heute war etwas tief."

Sebastian Ernst: "Ich glaube, heute hat die glücklichere Mannschaft gewonnen. Wir haben über 90 Minuten ein gutes Spiel gemacht, gerade auch in der zweiten Halbzeit bis zur gelb-roten Karte waren wir die bestimmende Mannschaft, hatten auch Chancen nach vorne und hätten das 1:0 machen können. Ich weiß nicht, ob er zwingend Gelb-Rot hätte geben müssen. Die Niederlage wirft uns nicht zurück, wir haben auch in Unterzahl gut gespielt. Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren und nächste Woche gegen Dresden neu angreifen."

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Gut bis ausreichend gegen Hamburg: Das sind die Noten der Fürth-Profis

Ist das bitter: Die SpVgg Greuther Fürth macht ein Riesenspiel, steht am Ende aber trotzdem mit leeren Händen da. Mit 0:1 unterlag das Kleeblatt unglücklich beim HSV und musste sich zusätzlich über einen fragwürdigen Platzverweis ärgern. Die Noten für die engagierten Kleeblatt-Profis bewegen sich hauptsächlich zwischen 2 und 4.


Sascha Burchert: "In der ersten Halbzeit waren sie schon ein bisschen gefärhlicher im Sechzehner als wir, aber umso länger das Spiel ging, umso besser kamen wir ins Spiel und konnten ihm unsere Note aufdrücken. Der HSV wusste teilweise nicht, was er mit uns anfangen sollte, wie sie uns anlaufen sollten. Dann wird leider in das Spiel eingegriffen, weder vom HSV noch von uns. Mit einem Mann weniger spielst du fast immer noch besser, hast noch gut Ballbesitz, erspielst Dir ein, zwei Torschüsse. Dann spielt der HSV einmal die Überzahl gut aus, das ist schwer zu verteidigen über außen und wir können die Flanke nicht blocken, das hat dann ausgereicht. Wir haben hier auf einem Top-Niveau gegen den HSV gespielt."

Rachid Azzouzi (Geschäftsführer Sport SpVgg Greuther Fürth): "Ich glaube, dass die Mannschaft heute viel, viel mehr verdient gehabt hätte. Und ich glaube es nicht, dass es heute an der Mannschaft lag, dass wir das Spiel nicht gewonnen oder zumindest einen Punkt geholt haben. Ich weiß nicht, wie man da eine gelb-rote Karte geben kann. Wir haben das Spiel im Griff gehabt, waren mutig, haben nach vorne gespielt. Jetzt fährst Du nach Hause, alle sagen super Spiel, und in zwei Wochen redet keiner mehr über diese Situation. In dem Moment muss man sagen, dass er eine absolute Fehlentscheidung getroffen und damit das Spiel beeinflusst hat."

vah

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