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Gewichtheberin aus der Region sorgt erneut für Furore

Mit neuen Bestmarken nähert sich Amelie Hörner dem internationalen Durchbruch - 17.12.2020 09:56 Uhr

Eine der deutschen Nachwuchs-Hoffnungen: Gewichtheberin Amelie Hörner.

16.12.2020 © Foto: Alfred Bechtold


Schließlich hatte es der 14-tägige Lehrgang am Stützpunkt in Leimen (Baden-Württemberg) mit täglich bis zu zwei Trainingseinheiten, dazu diversen Gesundheits- sowie Leistungstests, körperlich in sich. Parallel absolvierte die angehende Abiturientin, die zu Beginn ihrer Laufbahn wenig mit der Leidenschaft ihrer männlichen Familienmitglieder anfangen konnte, unter Aufsicht auch noch Klausuren für die Schule. Trotz der hohen Belastungen hob sich die Allersbergerin genug Kräfte für den Höhepunkt des Ausflugs zur Nationalmannschaft auf. Statt der abgesagten Deutschen Meisterschaft lobte Bundestrainer Michael Vater zum Jahresabschluss einen internen Vergleich unter den größten Nachwuchs-Hoffnungen aus.

Rückblende: Im August schaffte Hörner die EM-Norm von 182 kg im Zweikampf. Die Veranstaltung jedoch fiel wie die übrigen hochkarätigen Termine des Jahreskalenders der Pandemie zum Opfer. Seit November trainiert Hörner im Keller der Allersberger Wohnung. Trotzdem zog sie ihren Trainingsplan durch, denn sie hatte für den finalen Wettkampf noch einen Hintergedanken im Kopf: Die Perspektivkadernorm – und die beträgt 187 kg im Zweikampf.

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1. Stadtmeisterschaft im Gewichtheben

Die 1. Neumarkter Stadtmeisterschaften im Gewichtheben waren ein voller Erfolg: Im ASV-Sportzentrum waren insgesamt 23 Sportler(innen) am Start, die sich aus Gewichthebern des ASV und Crossfittern aus der Crossfit-Box Neumarkt zusammensetzten.


Beim Griff um die Hantel zeigte sie dann ihren unbändigen Willen. Das Reißen begann furios mit 80 kg und gipfelte über den Wert von 83 kg schließlich bei 85 kg. Beim Stoßen bewältigte das ASV-Aushängeschild 96 kg, dann folgte mit 101 kg ein persönlicher Rekord und zum Schluss reichte das Adrenalin gar noch für 104 kg.

Anruf vom Bundestrainer

Aus den Teildisziplinen summierten sich 189 kg im Zweikampf, die Perspektivkadernorm übertraf Amelie Hörner also um zwei kg und verbesserte nebenbei noch ihren eigenen bayernweit unübertroffenen Karriere-Bestwert um sechs kg. Von insgesamt 43 Köpfen behauptete sie sich unter den besten neun. Während der immer wieder skandalumwitterte Weltverband um die olympische Zugehörigkeit bangen muss, hofft der deutsche Verband auf künftige Ausrufezeichen seiner Vorzeige-Asse auf internationaler Bühne. Die offizielle Bestätigung, dass Hörner dazugehört, verlautete Bundestrainer Michael Vater beim Anruf an Heimtrainer Alfred Bechtold, ist nur noch Formsache.

nn

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