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HC Erlangen erwartet Lemgo: Ein Sieg ist fast schon Pflicht

Trainer Eyjólfsson kann nicht aus dem Vollen schöpfen - 15.09.2019 11:07 Uhr

Einschwören für den Sonntag: Der HC Erlangen will vor heimischen Publikum feiern. © Sportfoto Zink / DaMa


Hätte es nur diese erste Halbzeit in Berlin und nur diese zweite in Flensburg gegeben – der HC Erlangen könnte ruhigen Gewissens ins Aufeinandertreffen am Sonntagnachmittag um 16 Uhr gegen den TBV Lemgo gehen. Bei den Füchsen Berlin führte man schließlich nach über 28 Minuten noch mit 11:9, ehe es am Ende 23:30 stand. Beim deutschen Meister, der SG Flensburg-Handewitt, gewann man die zweite Hälfte mit 13:10 – hatte sich aber in der ersten derart desolat präsentiert, dass auch hier eine Überraschung letztlich ausblieb (21:24).

"Im Grunde ist nichts passiert, wir haben erwartbare Niederlagen kassiert", sagt Kapitän Michael Haaß. Doch die setzen den HC Erlangen dafür gewaltig unter Druck: Ein Sieg gegen Lemgo, das von vier Spielen auch erst eines gewann – allerdings 32:28 bei der HSG Wetzlar –, ist fast schon Pflicht in der Arena am Kurt-Leucht-Weg, um sich von den hinteren Tabellenrängen zu distanzieren. Derzeit steht Erlangen mit 2:4 Zählern auf Platz 13, Lemgo auf Rang 14. "Richtungsweisend würde ich es vielleicht noch nicht nennen", sagt Haaß, "aber wir haben den Anspruch in den kommenden Partien Punkte zu holen und gegen Lemgo fängt das nun an."

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Die Gäste haben mit Tim Hornke ihren besten Werfer der vergangenen fünf Jahre zwar verloren, dafür mit dem in Erlangen gut bekannten Isaias Guardiola, Fabian von Olphen, Andreas Cederholm oder auch Nationalspieler Tim Suton gefährliche Spieler in ihren Reihen. Auch die Verletzungsmisere als zeitweise fünf Rückraumspieler ausfielen hat Lemgo mittlerweile überwunden. "Der TBV ist sehr spielstark und besitzt eine gute Mischung aus wurfstarken Spielern und welchen, die schnell im Eins-gegen-Eins sind", sagt HCE-Coach Adalsteinn Eyjolfsson.

Es sei wie immer: "Wir wollen aus einer guten Deckung heraus Gegenstöße laufen und gleichzeitig das schnelle Spiel der Gegner unterbinden." Fehlen wird dabei nach wie vor Abwehrchef Petter Overby, bei dem weiter nicht abzusehen ist, wann er zurück aufs Spielfeld kehren kann. Nach seinem verschleppten Infekt, der noch von der WM herrührt, leidet der Vize-Weltmeister unter Herzproblemen."

Quentin Minel wieder einsatzfähig

Das ist kein Bänderriss oder gebrochener Arm", sagt Kevin Schmidt, der Sportlicher Leiter. "Da können wir kein Risiko eingehen und dürfen keinen Zeitdruck ausüben." Immerhin absolviert Overby schon leichtes Lauftraining, eng abgestimmt mit der medizinischen Abteilung. Seinen wichtigen Part in der Defensive wird wieder Sebastian Firnhaber übernehmen, der das bislang auf hervorragende Weise tat.

Außerdem steht Martin Murawski mit Achillessehnenproblemen nicht zur Verfügung, Quentin Minel hingegen ist nach Grippe einsatzbereit. Die Stimmung sei gut im Team, trotz der beiden Niederlagen, versichert Eyjolfsson. "Wir wollen zu Hause unbedingt gewinnen", so der Coach, "und das werden wir auch, wenn wir konstant Leistung bringen.“"Nur eine gute Halbzeit wird auch gegen Lemgo nicht reichen.

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