Die Franken schlagen Iserlohn mit 4:3

Erstes Sechs-Punkte-Wochenende! Saisonpremiere für die Ice Tigers

31.10.2021, 17:26 Uhr
Jubeltraube: Zum ersten Mal in der laufenden Saison können die Ice Tigers zwei Sieg an einem Wochenende feiern.

Jubeltraube: Zum ersten Mal in der laufenden Saison können die Ice Tigers zwei Sieg an einem Wochenende feiern. © Sportfoto Zink / Thomas Hahn, Sportfoto Zink / ThHa

Ganz Routinier mahnte Tom Rowe gleich nach dem 5:3-Erfolg in Straubing am Freitag. "Es war ein guter Schritt in die richtige Richtung, aber wir haben auch noch viel Arbeit vor uns", sagte der 65-jährige US-Amerikaner noch am Pulverturm in Niederbayern. Doch einmal die richtige Richtung gefunden, wollten die Nürnberg Ice Tigers gleich den zweiten Schritt machen. Andere Schlüsse ließ ihr Start ins Spiel gegen die Iserlohn Roosters am Sonntag kaum zu.

Nürnberg startete temporeich und giftig. Kapitän Patrick Reimer, der in Straubing den fünften und letzten Treffer erzielt hatte, brauchte nur 61 Sekunden, dann hatte er seine Mannschaft gegen die Roosters in Führung gebracht. Einen Schuss des starken Gregor MacLeod konnte der frühere Nürnberger Andy Jenike im Iserlohner Kasten nur abprallen lassen, Reimer war da und staubte zum 1:0 ab (2.).

Iserlohn dezimiert

Iserlohn war nach einer coronabedingten Quarantäne nur mit 14 Feldspieler angereist und wurde von den Ice Tigers konsequent beschäftigt. Tim Bender (7.), Charlie Jahnke (9.), Dane Fox (17.) und der nach seiner Pause in Straubing gegen die Roosters wieder im Aufgebot stehende Blake Parlett (18.) hatten Chancen zu erhöhen, verpassten sie aber. Nach dem ersten Drittel führten die gut spielenden, überlegenen Ice Tigers 1:0.

Arbeitsreich: Iserlohns Torhüter Andy Jenike hatte einiges tu tun. Hier wird er von Ice Tiger Dane Fox (schwarzes Trikot) bedrängt.

Arbeitsreich: Iserlohns Torhüter Andy Jenike hatte einiges tu tun. Hier wird er von Ice Tiger Dane Fox (schwarzes Trikot) bedrängt. © Sportfoto Zink / Thomas Hahn, Sportfoto Zink / ThHa

Es hätte mehr sein können, vielleicht merkte Rowe das auch in der ersten Pause an. In jedem Fall machten die Ice Tigers im Mittelabschnitt gleich da weiter, wo sie aufgehört hatten, um das Versäumte nachzuholen. Jahnke hatte die erste gute Aktion, blieb aber erneut erfolglos (23.). Mi dem Selbstvertrauen von zwei Toren in Straubing fiel es Tim Fleischer etwas leichter, den Puck im Netz unterzubringen. Fox gewann die Scheibe, Jahnke leitete sie weiter und Fleischer verzögerte erst und versenkte den Puck dann aus dem Handgelenk (26.).

Stoa und MacLeod konsequent

Beinahe hätte Parlett das 3:1 nachgelegt (27.), stattdessen aber konnte Iserlohn verkürzen. Reimer saß nach einer Strafe wegen hohen Stocks auf der Strafbank, Joe Whitney traf (31.). Trotz des Gegentores ließen die Ice Tigers nicht locker und steuerten dem ersten Sechs-Punkte-Wochenende der Saison entgegen. Nur 52 Sekunden nach dem 1:2 besorgte MacLeod das 3:1 (31.). Zuvor hatten er und Ryan Stoa sich hinter dem Iserlohner Tor nicht abschütteln lassen, waren entschlossen geblieben. Das 3:1 ging nach 40 Minuten völlig in Ordnung, Nürnberg war besser, Iserlohn allerdings trotz dünnem Kaders engagiert.

Hartnäckig: Nürnbergs Charlie Jahnke bereitet das 2:0 durch Tim Fleischer vor und erzielte später das 4:1.

Hartnäckig: Nürnbergs Charlie Jahnke bereitet das 2:0 durch Tim Fleischer vor und erzielte später das 4:1. © Sportfoto Zink / Thomas Hahn, Sportfoto Zink / ThHa

Ein Ausflug von Roosters-Keeper Jenike beendet dann jedoch die Hoffnungen der Gäste. Der Torhüter verließ seinen Kasten in Richtung Bande, servierte den Puck aber Jahnke statt ihn zu klären. Der Nürnberger bedankte sich mit dem 4:1 (42.) ins leere Tor.

Bei Iserlohn machte sich langsam aber sicher der Kräfteverschleiß bemerkbar, das Aufbäumen Mitte des zweiten Drittels hatte Energie gekostet. Die Beine wurden schwerer, der Wille aber war nach wie vor da. Eine erneute Strafe gegen Reimer nutzte wieder Whitney (55.), die Roosters kamen in der Schlussphase nochmal ran. Als Jenike zu GUnsten eines sechsten Feldspielers seinen Kasten verlassen hatte, traf MacLeod noch den Pfosten (57.). So konnte Luke Adam noch richtig spannend machen. Der Ex-Nürnberger verkürzte auf 3:4 (59.), 1:35 Minuten galt es danach noch zu spielen. Wegen einer Strafe gegen Parlett verbrachte Nürnberg die letzten 1:19 Minuten in Unterzahl. Die Ice Tigers überstanden die kritischen Sekunden unbeschadet und müssen nun am Mittwoch (19.30 Uhr) bei Aufsteiger Bietigheim aufs Eis.

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