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Montag, 20.01.2020

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Im Kader der SSG Dynamit Fürth steckt Potenzial

Die Luftpistolen-Schützen arbeiten die abgelaufene Saison auf - 09.01.2020 19:07 Uhr

Gordon Krause (Mitte) verabschiedete zu Saisonbeginn die Schützin Claudia Verdicchio-Krause, Michael Lawendel (re.) hält das unterschriebene Trikot hoch.


"Unter den Umständen können wir zufrieden sein", lautete das Fazit von Trainer Gordon Krause nach der Saison 2019 für das Luftpistolen-Team der SSG Dynamit Fürth. Nach zwei Siegen über SV Altheim Waldhausen (4:1) und SV Scheuring (5:0) sowie einem 0:5 zum Abschluss gegen HSG München standen 10:12 Punkte und Platz acht in der Bundesliga Süd zu Buche. Weder die Qualifikation für die DM-Endrunde noch der Abstieg waren somit ein Thema.

"Die Umstände", die Krause ansprach, sind leicht erklärt, aber auch in Zukunft nur schwer zu ändern. Wie schon im Vorjahr fiel mit der Schweizerin Heidi Diethelm Gerber erneut die langjährige Nummer eins im SSG-Kader komplett aus. Und es ist mehr als fraglich, ob sie künftig wieder zur Verfügung steht.

Vielmehr kann sich der SSG-Verantwortliche vorstellen, dass die 50-Jährige heuer nach den Olympischen Spielen in Tokio sogar ihre Karriere beendet. Da Lukasz Czapla aus Polen sie auf der Ausländerposition nicht annähernd gleichwertig ersetzen konnte, war Sandra Reitz die einzige im Dynamit-Kader, die sich – von den vergangenen beiden Wettkämpfen abgesehen – konstant im Weltklassebereich von 380 Ringen und darüber bewegte. Da sie zudem vier Mal nicht zur Verfügung stand und Steve Demierre seine Schweizer Landsfrau erst in den letzten vier Kämpfen vertrat, war ein Platz unter den vier besten Teams in der Südgruppe und damit die Qualifikation für die Endrunde um den deutschen Mannschaftstitel "eigentlich nie ernsthaft ein Thema", so Krause.

Dieses Ziel haben die SSG-Pistoleros jedoch keineswegs aus den Augen verloren. Schließlich bleibt der Kader um die bewährten Sandra Reitz, Kathrin Pfundstein, Andreas Meixner und Johann Walser nicht nur zusammen, sondern besitzt auch noch Steigerungspotenzial.

Das gilt verstärkt für die Bundesliga-Neulinge Philip Heyer, der nicht nur ebenso wie Meixner in neun der elf Duelle zum Einsatz kam, sowie Kai Heinl. "Denn unter Bundesliga-Bedingungen bei der sonst ungewohnten Lärmkulisse zu schießen, ist schon etwas Spezielles, und das haben sie gut gemacht", lobte Krause. Was fehlt dann noch neben der Leistungskonstanz, um realistische Endrunden-Chancen zu besitzen?

"Eine oder einer mit einigermaßen verlässlichen Ringzahlen um die 380, nur sind die schwer zu finden", weiß er. Aber Krause ist noch in Verbindung mit einem Schützen, "und das wäre ein Kandidat dieser Qualität". Für Namen ist es jedoch zu früh.

Es ist ja auch noch Zeit, um Verstärkung zu suchen, denn die nächste Saison der Luftpistolen-Bundesliga beginnt erst im Herbst.

WIELAND PETER

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