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Käppner ist neuer Coach der HSG Erlangen/Niederlindach

Der Papa ist dabei: Harald Käppner trainiert unter anderem seinen Sohn Anton - 21.10.2020 17:46 Uhr

Sohn Anton (rechts) ist schon länger dabei, nun ist auch Vater Harald Käppner bei der HSG Teil des Teams.

19.10.2020 © Foto: Helmut Hollfelder


Er wusste ja, worauf er sich einlässt. Schließlich kannte Harald Käppner die Handballer der HSG Erlangen/Niederlindach bestens. Sein Sohn Anton ist Teil des Teams, er hatte entscheidenden Anteil daran, seinen Papa zum Verein zu lotsen. Und der hatte jetzt auch Zeit.

Harald Käppner hat seit 1984 Handballer in Erlangen trainiert, bei der CSG, der HG und später beim HC Erlangen. "Aus unterschiedlichen Gründen" hat er vor einem Jahr beim HCE aufgehört. Als nun sein Sohn anfragte, gaben sich er und die HSG vier Wochen Zeit zur Probe, dann sagte Harald Käppner endgültig zu.

"Die Bezirksoberliga ist ein ganz anderes Level"

"Die Bezirksoberliga ist ein ganz anderes Level, an das ich mich erst gewöhnen muss", sagt der 59-Jährige. Für ihn sei "die Umstellung im sportlichen Niveau nicht ganz einfach". A-Jugendliche, die von der Bundesliga träumen, trainieren eben anders als Hobby-Handballer. Sein Vorgänger, Klaut Watzinger, war es irgendwann zu viel Lockerheit. Andererseits "ist es eine gewachsene Mannschaft, die Kameradschaft steht im Mittelpunkt. Das hat einen großen Reiz", sagt Harald Käppner. "Dazu bin ich flexibler, weil ich nicht immer da sein muss."

Das gilt auch für den Saisonstart. Die HSG hat zwar die neue Runde aufgenommen, doch wegen der Pandemie konnten Teams ihre Spiele im Oktober noch ohne Begründung verschieben. Die allermeisten haben bislang abgesagt. Die HSG ist nur eine von zwei Mannschaften, die überhaupt schon zwei Partien hinter sich, beide allerdings auch verloren hat. Sieben von 13 Vereinen hingegen haben noch gar kein Punktspiel bestritten. Die Tabelle, die HSG ist Letzter, hat daher keine Aussagekraft. Käppner aber wollte spielen.

Coacht jetzt das BOL-Team der HSG: Harald Käppner.

19.10.2020 © Foto: HSG Erlangen/Niederlindach


Als Mediziner hat er eine andere Sichtweise auf die Coronakrise, vor allem fragt er sich, wie diese Saison jemals vernünftig zu Ende gehen soll. "Im November muss man schauen, ob der Bayerische Handballverband die Vorrunde streicht, und wir eine reine Rückrunde als ganze Runde spielen." Sein Ziel ist erst einmal, "mit zweimal Training pro Woche weitermachen zu dürfen und dort konzentrierter an den Schwächen der Einzelnen zu arbeiten", sagt der Coach. "Man muss die Spieler fit halten, auch wenn keine Wettkampfspiele stattfinden."

Seit 1984 Handball-Trainer, bei der CSG, der HG und später beim HC Erlangen

Für seinen Sohn ist es übrigens kein Problem, dass der Vater nun auch noch ständig im Training dabei ist. "In der Pubertät war das noch anders", gibt Harald Käppner zu. "Da habe ich meinen Sohn auch trainiert, das war nicht immer einfach. Jetzt ist es besser, er ist 21 Jahre alt und studiert." Bei der HSG ist Anton Käppner zudem die klare Nummer eins im Tor. "Vater und Sohn, das funktioniert", sagt Harald Käppner. Sonst hätte er sich wohl auch nicht darauf eingelassen.

Wegen Corona: Handballpause in Bayern

Mittlerweile hat der bayerische Handballverband (BHV) den Spielbetrieb ob weiterhin steigender Infektionszahlen im Freistaat erneut ausgesetzt: Aus Verantwortung gegenüber Spielern, Schiedsrichtern und ehrenamtlichen Mitarbeitern findet an den drei kommenden Spieltagen (24./25. Oktober, 31. Oktober/1. November, 7./8. November) in keiner Liga ein Spiel statt. Am 4. November will der BHV seine Vereine darüber informieren, wie mit der Saison 2020/2021 weiter verfahren werden soll. 

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