Eishockey

Kommentar zur Eishockey-WM: Die Tendenz steigt weiter

6.6.2021, 19:19 Uhr
Auch nach der Niederlage gibt man sich die Hand: Deutschland verabschiedet sich mit Rang vier aus Riga.

Auch nach der Niederlage gibt man sich die Hand: Deutschland verabschiedet sich mit Rang vier aus Riga. © Roman Koksarov, dpa

Das "heute journal" oder die "Tagesthemen" berichten normalerweise nicht über Eishockey. In dieser Woche war das anders. Es musste also etwas passiert sein. Ein Jahrhundertskandal? Querelen im Verband? Oder ein Trainerwechsel, der im Fußball als Hauptmeldung dienen würde? Nein, alles, was abseits der Eisfläche passiert, wäre den großen deutschen Nachrichtensendungen keine Kurzmeldung wert. Es ging um Sport, was ja immer besser ist.

Noch so viel mehr als WM oder Olympia

Das deutsche Eishockey hat etwas erreicht, obwohl es die erste WM-Medaille nach 68 Jahren verpasste, den Coup mit olympischem Silber in Pyoengchang 2018 wieder Edelmetall zu holen nicht schaffte. Doch es hat wieder Eindruck hinterlassen. Und zwar positiven.

Das deutsche Eishockey spielt aber nicht nur bei internationalen Turnieren, es spielt auch einen deutschen Meister aus. Natürlich muss nicht jeder Spieltag in den großen TV-Nachrichten erwähnt werden. Regelmäßig verlässliche Infos im Radio der öffentlich-rechtlichen wären aber schon ein Anfang. Auch am 27. von 52 Spieltagen.
Etwas mehr Beachtung hat sich das deutsche Eishockey längst verdient. Nicht erst seit olympischem Silber 2018 und seit der WM 2021. Die Tendenz ist insgesamt steigend. Es wird Zeit, das zu würdigen. Regelmäßiger. Echt jetzt!

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