Sonntag, 20.10.2019

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Pereira mutiert beim Club zum Hoffnungsträger

Nach seiner Sperre überzeugt der Brasilianer mit Leistung - 11.04.2019 06:00 Uhr

Matheus Pereira blüht in den letzten Wochen beim Club noch einmal richtig auf. Kann er gegen Schalke den Unterschied machen? © Sportfoto Zink / DaMa


Wer weiß, wie viele Punkte der Club auf seinem Konto hätte, wenn sich Matheus Pereira vor knapp sieben Wochen in Düsseldorf nicht zu diesem dummem Revanchefoul hätte hinreißen lassen. Gerade mal vier Minuten waren gespielt, als der 21-Jährige vom Platz flog nach einem Schlag in den Unterleib von Niko Gießelmann, der ihm kurz zuvor mit dem Ellbogen am Kopf getroffen hatte. Mit zehn Mann verloren die Franken 1:2.

Und auch in den folgenden drei Spielen gegen Leipzig, in Hoffenheim und in Frankfurt setzte es ohne den gesperrten Pereira Niederlagen mit jeweils einem Tor Unterschied. Erst bei dessen Comeback gegen Augsburg platzte beim Club nach 20 sieglosen Partien der Knoten – Pereira war mit einem Jokertor maßgeblich am 3:0-Sieg beteiligt. Seinem ersten Treffer im Club-Trikot ließ der Brasilianer am Samstag beim 1:1 in Stuttgart gleich das nächste folgen.

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"Ich habe sehr viel gearbeitet in der Zeit, als ich draußen war, bin näher an die Jungs herangerückt", berichtete Pereira, dem zweifellos bewusst war, dass er einiges gutzumachen hatte. Seine demütige Geste nach dem Tor gegen Augsburg "war meine Art, mich bei den Fans und vor allem auch bei den Mitspielern zu entschuldigen", verriet er am Mittwoch bei einem seiner seltenen Gespräche mit Pressevertretern.

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Den jüngsten Aufschwung will er nicht allein an seiner guten Form festmachen: "Die ganze Mannschaft hat sich gesteigert, jetzt passt alles viel besser", ließ er via Athletiktrainer Nate Weiss verlauten, der als Dolmetscher fungierte. Klar, dass es auch bei ihm persönlich nun besser läuft, mache ihn glücklich. Am Trainerwechsel will er seine Steigerung jedoch nicht festmachen: "Boris Schommers war ja vorher schon da, er ist kein neuer Trainer."

Viel mehr ließ sich der 21-Jährige dann auch nicht entlocken. "Allein an das nächste Spiel gegen Schalke" denke er, "da müssen wir drei Punkte holen. Das wird ein schwieriges Spiel, denn Schalke ist eine gute Mannschaft, auch wenn sie sich momentan in einer schwierigen Phase befindet." Ob es noch zum Klassenerhalt reicht? "Im Fußball ist alles möglich, da kann immer alles passieren. Man muss dran glauben, und der Glaube ist entfacht", gibt sich der Leihspieler von Sporting Lissabon verhalten optimistisch.

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Was die Zeit nach Saisonende anbelangt, stehen die Zeichen klar auf Trennung. Angeblich ist die Ablöse für den trickreichen Angreifer auf 60 Millionen Euro festgeschrieben – eine Größenordnung, bei der man beim 1. FCN gar nicht erst zu rechnen beginnt. Sein Berater Jürgen Bühler hatte kürzlich betont, dass Pereiras Nürnberg-Gastspiel vom Beginn an nur für diese eine Saison gedacht war; sein Vertrag bei Sporting läuft noch bis 2022. Gut möglich, dass er seine Karriere in der Bundesliga fortsetzen wird, erste lose Anfragen gibt es wohl. Weitere Treffer für den Club wären für Pereira zugleich Werbung in eigener Sache.

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© Sportfoto Zink / DaMa

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Harald Büttner

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