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Raus aus dem FCN-Tief: Dovedan wird wieder wichtig

Der Österreicher knüpft beim Club wieder an alte Leistungen an - 19.02.2020 18:21 Uhr

Will sich wieder zurück in die Club-Herzen spielen: Nikola Dovedan. © Sportfoto Zink / WoZi


Als sich am Dienstagnachmittag eine größtenteils aus Reservisten bestehende Mannschaft des 1. FC Nürnberg mit Marek Mintals U21 messen durfte, war Nikola Dovedan nicht vertreten. Der Österreicher durfte sich auf einem Nebenplatz mit dem Rest des Nürnberger Stammpersonals einigen Sprints widmen. Bloß keine unnötige Verletzung sollte riskiert werden vor diesem doch so wichtigen Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de) gegen Darmstadt 98.

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Befriedigend am Valentinstag: Die Noten der Club-Profis in Heidenheim

Obwohl der Club zweimal in Heidenheim führte, war die kleine Siegesserie am Freitag wieder gerissen. Im dritten Spiel nach der deutlichen Niederlage gegen Hamburg musste sich der FCN nach zuletzt zwei Siegen mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Die Leistung war dabei nicht überragend, aber doch in Ordnung. Hier sind die Noten der Club-Profis und ihres Trainers in Heidenheim!


Hätte eben jener interner Test allerdings ein paar Wochen früher stattgefunden, hätte sich Dovedan durchaus in dieser Auswahl von Edelreservisten wie Sebastian Kerk oder Felix Lohkemper wiedergefunden. Monatelang war der im Sommer aus Heidenheim gekommene Offensivspieler nicht mehr erste Wahl in Nürnbergs Angriffsabteilung, nachdem er zu Beginn der Saison doch eigentlich noch als unersetzlich und großer Hoffnungsträger galt. Zwei Tore und drei Vorlagen steuerte Dovedan in den ersten sieben Spielen bei, ließ seine unbestreitbaren Qualitäten des Öfteren aufblitzen. Dann fiel Nürnbergs Niederösterreicher aber immer mehr in ein Leistungsloch, das parallel zu den ausbleibenden Ergebnissen des FCN Woche für Woche anhielt.

Dovedan und der Club retteten sich in die Winterpause, alles sollte besser werden im neuen Jahr. In der Vorbereitung auf die Restsaison in Marbella schien der Österreicher sein Tief allerdings immer noch nicht überwunden zu haben. In den Testspielen konnte Dovedan selten auf sich aufmerksam machen - und so setzte Trainer Jens Keller ihn in den ersten drei Spielen nach der Pause weiter auf die Bank.

Folge 31: Groß in Heidenheim

Als Keller ihn in den Schlussminuten in Osnabrück für den ausgepumpten Adam Zrelak jedoch in vorderster Front ran ließ, um den Sieg über die Zeit zu bringen, zeigte sich Dovedan bissig und duchaus zweikampftstark. Diesen Eindruck bestätigte er in der folgenden Trainingswoche, und so fand sich Dovedan bei seinem Ex-Klub von der Ostalb für den gesperrten Robin Hack in der Startformation wieder.

Dieses Vertrauen zahlte Dovedan prompt zurück und brachte den Club bereits nach 55 gespielten Sekunden gekonnt in Führung. Diese Treffsicherheit kam ihm im restlichen Spiel dann aber wieder etwas abhanden. Eine Konterchance sowie eine nahezu hunderprozentige Möglichkeit kurz nach der Pause ließ Dovedan ungenutzt, ehe sein Arbeitstag nach 69 Minuten und am Rande des Platzverweises stehend frühzeitig beendet war. "Natürlich muss er noch eins oder zwei machen", wusste Jens Keller nach der Partie in Heidenheim, dennoch habe Dovedan "das gebracht, was wir uns vorgestellt haben."

Er selbst wollte nach dem 2:2 beim FCH nicht sprechen, dafür erhielt er von Mitspieler Philip Heise im Nachgang noch ein paar lobende Worte. "Der Junge kann alles, muss es aber nur auf den Platz bringen", wie Nürnbergs Linksfuß am Mikrofon von CEF von sich gab. Das mit dem auf den Platz bringen ist bei Dovedan in der Vergangenheit zu oft das Problem gewesen. Schafft er es, kann der 25-Jährige mit seinen Qualitäten aber Spiele entscheiden. Die Möglichkeit dazu wird Dovedan aller Voraussicht nach am Sonntag wieder bekommen. Noch so ein Auftritt wie in Heidenheim und sein Status als Edelreservist könnte endgültig der Vergangenheit angehören.

Tim Sohr

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