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Raus in Runde eins: Lisicki äußert sich zum Formtief

"Man muss auch Niederlagen aushalten" - 23.05.2019 15:40 Uhr

Ein kurzes Vergnügen: Lisicki scheiterte mit 2:6 und 5:7 an der Australierin Ajla Tomljanovic. © Sportfoto Zink / WoZi


"Nein, nie!" Sabine Lisicki schüttelt resolut den Kopf, alleine die Frage scheint ihr abwegig zu sein. Seit zwei Jahren wird die Tennisspielerin von Verletzungen, und daraus resultierender Formschwäche so hartnäckig verfolgt, als würde ihr die Gegnerin einen Netzroller nach dem anderen ins Feld spielen. Aber ihre Karriere zu beenden, das sei der inzwischen 29 Jahre alten Berlinerin nie in den Sinn gekommen.

"Ich liebe meinen Sport"

Lisiscki hat eine einfache Erklärung dafür, warum sie hartnäckig versucht, wieder in Form zu kommen, warum sie sich nach Verletzungen immer wieder aufrappelt, warum sie auch bei unterklassigen Challenger-Turnieren antritt und warum sie es hinnimmt, da unten ganz alleine auf dem Platz immer wieder zu scheitern. "Ich liebe meinen Sport, und ich sehe mich noch lange nicht am Ende meiner Laufbahn." Diese Laufbahn war einmal eine sehr verheißungsvolle. In England wird die athletische Spielerin in Anspielung auf "Bum-Bum-Boris"-Becker immer noch "Bum-Bum-Bine" genannt, seit sie 2013 gestützt auf krachende Aufschläge ins Finale von Wimbledon einzog. Das verlor sie glatt mit 1:6, 4:6 gegen die Französin Marion Bartoli, aber in Deutschland hoffte man 15 Jahre nach Steffi Graf wieder eine Top-Spielerin zu haben. Aber spätestens nach den US Open 2015 bekam die Karriere von Sabine Lisicki einen Knick, den sie bis heute noch nicht gerade gebogen hat. Ihre Beziehung mit dem Spaßmacher Oliver Pocher brachte sie in die bunten Blätter, ihrer Karriere war dies nur bedingt förderlich. Und immer wieder wurde sie von Verletzungen geplagt.

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Sich wieder "hochrappeln"

In der Weltrangliste ist die Berlinerin inzwischen ins absolute Niemandsland auf Platz 297 abgerutscht, zu ihrer Glanzzeit zählte sie zum besten Dutzend der Welt. "Ach wissen Sie", sagt Lisiscki, "mir hat man vor zehn Jahren schon prophezeit, dass meine Karriere bald zu Ende ist. Danach war ich im Wimbledon- Finale, und auch jetzt werde ich mich wieder hochrappeln."In Nürnberg vor heimischem Publikum wollte sie das ausgestattet mit einer Wildcard wieder versuchen. Es war ein kurzer, zweigeteilter Auftritt. Am Dienstag wurde ihr Match gegen dieaufstrebende Australierin Ajla Tomljanovic zu Beginn des zweiten Satzes wegen Regens abgebrochen. Den ersten hatte Lisicki 2:6 verloren, im zweiten führte sie 2:1. Gestern konnte sie dann ihre Chancen bei einer 4:2-Führung nicht nutzen und verlor Durchgang zwei mit 5:7. Wieder eine Chance vertan, um Selbstbewusstsein und Punkte für die Weltrangliste zu sammeln. Sie will es weiter versuchen, unterstützt von ihrem Vater, der wieder ihr Trainer ist. "Man muss auch Niederlagen aushalten", sagt sie, "das gehört zum Sport." Diesbezüglich dürfte sie weiterhin auf eine harte Probe gestellt werden.

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Thomas Scharrer

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