Mittwoch, 13.11.2019

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Rostock "individuell hervorragend": Die Falcons müssen in den Norden

Nürnbergs Basketballer gastieren bei ambitionierten Seawolves - 04.10.2019 18:39 Uhr

Für William Lee und seine Falcons wird das Gastspiel in Rostock kein leichtes. © Sportfoto Zink / DaMa


Die Vorgeschichte: Das letzte Punktspiel haben die Falcons gegen die Rostock Seawolves verloren und das dazugehörige Datum unterstreicht sehr gut, wie erfolgreich die vergangenen Monate für Nürnberg liefen. Am 26. Januar war das, danach gab es lediglich noch eine Niederlage gegen Heidelberg in den Playoffs und beim abschließenden Showmatch gegen Hamburg, das sportlich unbedeutend war. Im normalen Ligabetrieb sind die Falcons also seit acht Monaten ungeschlagen, wobei die Sommerpause diese Bilanz natürlich deutlich aufhübscht. Die Seawolves sind erst vergangene Saison in die ProA aufgestiegen, hätten die Spielklasse aber am liebsten gleich wieder nach oben verlassen. Genau wie Nürnberg stellte Rostock einen Lizenzantrag für die Bundesliga, scheiterte dann aber im Playoff-Viertelfinale an Hamburg.

Wer muss zuschauen: Stand jetzt niemand. Der ehemalige Nürnberger Haris Hujic knickte im ersten Saisonspiel um, offenbar ist die Verletzung aber nicht so schlimm, dass er gegen seinen Ex-Verein zuschauen müsste.

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Heimspiel-Fest: Falcons gewinnen Auftaktspiel gegen die Dragons

Die Falcons starten fulminant in das Heimspiel, ihr erstes der Siaosn, gegen die Artland Dragons. Nach zehn Minuten hatte das Nürnberger Team schon eine Führung von 30:18 inne. Im zweiten Viertel holen die Gäste den Rückstand zügig auf. Doch die Falcons können die "Drachen" auf Abstand halten. Der Sieg ist am Ende deutlich. Die Nürnberger Fans erschaffen währenddessen eine super Atmosphäre in der Halle.


Ihn gilt es zu stoppen: Mauricio Marin (noch ein ehemaliger Nürnberger) machte sich beim Auftakt gegen Jena mit 21 Punkten zum Topscorer, knapp vor Kalidou Diouf (20), der vor der Saison aus Hanau kam. Noch wichtiger für das Spiel der Rostocker dürfte allerdings Martin Bogdanov sein, der nicht nur klug Regie führen, sondern auch ordentlich zupacken kann. In der Vorsaison bekam das der arme Nils Haßfurther zu spüren, der nach einer Begegnung mit Bogdanov kurzzeitig Sternchen sah.

Die Prognose: Auch wenn sich Vytautas Buzas nach dem Sieg gegen die Artland Dragons Mühe gegeben hat, noch einmal zu betonen, keinen Gegner zu unterschätzen, musste auch er zugeben, dass die nächste Aufgabe noch ein bisschen schwieriger werden könnte. "Sie haben eine tiefe Rotation", sagte er, und beschrieb die Seawolves als ein "erfahrenes, physisches und gut gecoachtes Team" mit "individuell hervorragenden Spielern" auf jeder Position. In der Vorbereitung auf die Saison lief man sich schon einmal über den Weg, allerdings fehlten bei Nürnberg zu dem Zeitpunkt noch einige Spieler. Wollen die Falcons ihre schöne saisonübergreifende Serie fortsetzen, wird es eine weitere Leistungssteigerung benötigen. Rostock wird nach der Auftaktniederlage gegen den Bundesligaabsteiger Jena (74:83) mit aller Macht den ersten Sieg holen wollen, am vergangenen Wochenende hatten die Sewolves spielfrei und genügend Zeit sich vorzubereiten.

Und sonst so? Kann man sich die lange Fahrt nach Rostock mit Podcast-Hören vertreiben. Die "Sitzplatz-Ultras", der Sport-Podcast von nordbayern.de hatte unter der Woche Sebastian Schröder und Phillip Daubner zu Gast, die Seawolves erlauben es in der vierten Ausgabe von "Wolfsgeheul", Haris Hujic und Kalidou Diouf näher kennenzulernen.

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