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Schluss mit 32! Ex-Nürnberger Gislason beendet Karriere

Der adrette Angreifer konzentriert sich auf andere Projekte - 11.11.2020 13:06 Uhr

Ein Bild aus vergangenen Zeiten: Rurik Gislason streifte sich einst das Trikot des 1. FC Nürnberg über.

18.01.2018 © Sportfoto Zink / DaMa


Dass er die Schuhe irgendwann noch einmal hervorholen werde, schließe er nicht aus. Vor ihm lägen aber jetzt andere spannende Projekte, darunter eine Fernseh-Show in Deutschland, ein isländischer Film und Musik, wurde er von der Fußballplattform Fótbolti.net und der Nachrichten-Webseite Vísir zitiert.

Während der Fußball-WM in Russland 2018 hatte der Isländer mit seinen langen blonden Haaren viel Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken auf sich gezogen. Vor seiner Einwechslung in der Partie gegen Argentinien hatte er um die 30.000 Instagram-Follower - kurze Zeit später waren es bereits mehr als eine Million gewesen.

Schweinfurt, Cannstatt und Sandhausen

Gislason war 2015 aus Kopenhagen zum 1. FC Nürnberg gewechselt. Die Beziehung zwischen dem Club und Gislason hatte auch gar nicht so schlecht begonnen. In Schweinfurt - im Juli 2015 hatte sich der FCN dort zu einem Testspiel verabredet - nahm der Isländer den Ball in der 25. Minute entschlossen mit, trieb ihn vehement vor den Schnüdel-Kasten und platzierte ihn mit einem satten Schuss in diesem.

Es war eine erste Arbeitsprobe des Mannes, der kurze Zeit zuvor mit dicken Vorschusslorbeeren im Gepäck in Nürnberg gelandet war. Mit dem FC Kopenhagen war der Blondschopf in der Champions League unterwegs gewesen, auf den Spielwiesen von Europas Königsklasse. Mit dem Club reiste Gislason, der im Willy-Sachs-Stadion so furios durchgestartet war, wenig später zum Zweitliga-Auftakt nach Freiburg, kassierte eine 3:6-Klatsche und die kicker-Note 6.

Zwischen diesen Extremen sollte sich die Geschichte zwischen dem Club und Gislason fortan nicht mehr bewegen. Im Liga-Betrieb kam der Blondschopf seit dem Freiburg-Fiasko zwar immer wieder zum Zug, dies meist aber nur als Einwechselspieler.

So auch eine Liga höher beim 1:3 in Stuttgart, als der Altmeister in Cannstatt alt aussah, die Offensivkraft immerhin aber Nürnbergs einzigen Treffer vorbereiten konnte. 30 Liga-Einsätze blieben für Gislason nach vollzogenen Vertragsauflösung im Januar 2018 in Nürnberg stehen.

Ein halbes Jahr vor der WM zog der Wikinger schließlich zum SV Sandhausen weiter, wo er bis zu diesem Sommer in der Zweiten Bundesliga kickte. Sein am 30. Juni ausgelaufener Vertrag wurde dort nicht verlängert, seitdem stand der Isländer ohne Verein da. Für Island hat Gislason 53 Länderspiele bestritten und dabei drei Tore erzielt.

dpa / apö

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