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Spielersteckbrief: Per Nilsson

19.07.2012 15:00 Uhr

Per Nilsson © Sportfoto Zink


Position: Abwehr

Im Verein seit: 2010

Geboren am: 15.09.1982

Größe (cm): 190

Gewicht (kg): 87

Spiele/Tore Bundesliga: 76/7

Spiele/Tore 2. Bundesliga: 22/0

Nation: Schweden

Länderspiele: 8 für Schweden

Bisherige Vereine: TSG Hoffenheim (2007-2010), Odd Grenland (2006-2007), AIK Stockholm (2001-2006), GIF Sundsvall (1999-2001), IFK Timrå (1992-1998), Stigsjö IK (bis 1992) 

Kurzportrait: Per Nilsson debütierte 2001 als 18-Jähriger in der schwedischen Nationalmannschaft - gemeinsam mit Zlatan Ibrahimovic. Bevor es ihn nach Deutschland verschlug, sammelte der Innenverteidiger in seiner Heimat, später dann in Norwegen unter dem in Nürnberg bestens bekannten Jan Åge Fjørtoft fußballerische Erfahrung. 2007 zog es Nilsson in den Kraichgau, wo er mit dem ambitionierten Zweitligaaufsteiger aus Hoffenheim in die Bundesliga marschierte. Im Oberhaus war Nilsson zwar Kapitän, kam aber nur selten zum Einsatz. Nach seinem Wechsel zum Club im Jahr 2010 war er zu Beginn als Innenverteidiger gesetzt, kam nach einer langwierigen Knieverletzung aber nicht mehr an Philipp Wollscheid vorbei. Auch die Hinserie der Saison 2011/12 verpasste den Schwede verletzungsbedingt und kehrte erst zum Rückrunden-Auftakt gegen Hertha BSC auf den Platz zurück. Das Pech allerdings blieb Nilsson treu: Bei einem Test gegen den KSC verdrehte sich dieser das Knie und musste erneut mehrere Wochen pausieren.  Est am vorletzten Spieltag - an alter Wirkungsstätte, beim 3:2 in Sinsheim - verteidigte "Pelle" erstmals wieder von Beginn an.

So lief's 2012/13: In den Startphase der zurückliegenden Saison gefiel der Schwede  - in der Abwehrzzentrale gesetzt - durchaus, ehe er nach einem desolaten Auftritt in Hannover und einer Oberschenkelverhärtung erneut passen musste. Im Anschluss kehrte Nilsson allerdings als stablilisierender Faktor in die Anfangsformation zurück - unter Beweis gestellt etwa in beiden Derbys - und demonstrierte beim 1:2-Anschluss in Mainz zudem seine Kopfballstärke nach Standards. Auch beim Wiedersehen mit seinem Ex-Verein bewies Nilsson Köpfchen: Beim befreienden 4:2-Heimerfolg gegen Hoffenheim überzeugte "Pelle" nicht nur als reaktionsschneller Abstauber, nachdem TSG-Schlussmann Casteels einen Gebhart-Freistoß an die Latte gelenkt hatte.  Die "logische Konsequenz" (Bader) guter sportlicher Leistungen in der Hinrunde - verbunden mit Nilssons charakterlichen Qualitäten - kurz vor Beginn der zweiten Halbserie: eine Vertragsverlängerung bis 2015. 

Ein weiterer Nutzen der ansprechenden Auftritte des Skandinaviers in Nürnbergs Abwehrzentrum: Nach langer Pause wurde er wieder zur schwedischen Nationalmannschaft eingeladen. Beim 1:1 gegen Freiburg verletzte sich Nilsson erneut, musste mit der Trage vom Feld gebracht werden. Diesmal jedoch fiel die Diagnose vergleichsweise harmlos aus: Fußprellung. "Pelle" verteidigte bereits in Augsburg wieder von Beginn an - und dies vorzüglich. Auch in der Folge zeigte sich der Schwede formstark. Zudem entdeckte er das Toreschießen für sich: In Wolfsburg nutzte er einen Kiyotake-Freistoß zum 2:2-Endstand, gegen Mainz nutzte er - ebenfalls aufgerückt - als Matchwinner nahezu identische Situationen sogar zu einem Doppelpack. Der nächste Treffer folgte ein Wochenende später um ein Haar in München - doch FCB-Schlussmann Starke verhinderte gekonnt Nürnberger Ergebniskosmetik. Ebenfalls Pech hatte "Goalgetter" Nilsson bei der Derby-Fortsetzung gegen Fürth (0:1), als er sich nach Standards zweimal vor dem gegnerischen Kasten zu Wort meldete, aber wie im darauffolgenden Heimspiel gegen Leverkusen (0:2) keinen Torerfolg verbuchen konnte. Besser klappte es für "Pelle" zum Saisonabschluss wieder gegen Bremen (3:2), als er den Abpraller nach seinem Pfosten-Kopfball zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich nutzte und damit zu Nürnbergs treffischerstem Schützen 2012/13 aufstieg.      

 

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