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Spielersteckbrief: Timo Gebhart

23.07.2012 16:31 Uhr

Timo Gebhart © Sportfoto Zink


Position: Mittelfeld

Im Verein seit: 2012

Geboren am: 12.04.1989

Größe (cm): 183

Gewicht (kg): 83

Spiele/Tore 1. Bundesliga: 94/6

Spiele/Tore 2. Bundesliga: 37/5

Nation: Deutschland

Bisherige Vereine: VfB Stuttgart (01/2009-2012), TSV 1860 München (2004-12/2008), FC Memmingen (2001-2004), BSC Memmingen (bis 2001)

Kurzportrait: Ein erstes Ausrufezeichen setzte der gebürtige Memminger 2006, als er mit der U17 des TSV 1860 München Deutscher Meister wurde. Zwei Spielzeiten später machte Gebhart auch in der Profi-Mannschaft der “Sechzger“ auf sich aufmerksam, avancierte in Liga zwei zum Leistungsträger der “Löwen“ und wurde Ende 2008 vom klassenhöheren VfB Stuttgart verpflichtet. Auch bei den Schwaben entwickelte sich Gebhart rasch zur Stammkraft. Trotz wiederkehrender Verletzungsprobleme kam er auch auf europäischem Parkett zum Zug. Im National-Dress hat der dribbelstarke 23-Jährige ebenfalls Erfolge vorzuweisen: 2008 feierte er mit der deutschen U19 den EM-Titel, steuerte zum 3:1-Finalsieg gegen Italien einen Treffer und zwei Torvorlagen bei.

Unter Bruno Labbadia kam Gebhart in Stuttgart nach einer Sprunggelenks-OP indes nicht mehr über eine Reservistenrolle hinaus. Seinen letzten Kurzeinsatz in der Neckar-Metropole hatte der Allgäuer gegen seinen neuen Arbeitgeber, als er bei Nürnbergs unglücklicher 0:1-Pleite dort Ende März 2012 spät eingewechselt wurde. Neben sicherer Ballkontrolle und technischer Qualität bringt Gebhart, der in der Noris Arbeitspapiere bis 2016 hat, auch kämpferische Tugenden mit nach Nürnberg. Er gilt als Spieler, der auf dem Platz Zeichen setzt.

In der Saison-Startphase durfte er dies indes nur als Teilzeitarbeiter, ehe er in der Anfangsformation zusehends häufiger zum Einsatz kam und Impulse setzte. Gegen Wolfsburg machte Gebhart im Ballungsraum des zentralen Mittelfelds nicht nur spielerisch auf sich aufmerksam, sondern in der 76. Minute auch als Endverwerter: Obwohl er bereits ausgewechselt werden sollte, war er es, der eine Chandler-Flanke per Flugkopfball veredelte und nach 453 Minuten ohne Treffer Nürnbergs Torflaute beendete. Dass Gebhart auch "hinlangen" kann, demonstrierte er im fränkisch-bayerischen Derby. Der im Nachgang lamoyante Leidtragende: Bastian Schweinsteiger. Nach seiner Gelb-Rot-Sperre meldete sich der Allgäuer beim 4:2 gegen Hoffenheim famos zurück: TSG-Schlussmann Casteels entschärfte seinen tollen Freistoß, Nilsson staubte ab. Und auch beim Hinrundenabschluss in Bremen (1:1) bewies Timo seine Klasse: Sein überlegter Abschluss war gleichbedeutend mit Nürnbergs zwischenzeitlicher Führung. Seine Kampfkraft stellt Gebhart stets in den Dienst seines Arbeitgebers - auch über der Grenze des Erlaubten: 49 Fouls sind Bundesliga-Spitzenwert in der ersten Halbserie.für den Mann, der beim Rückrunden-Auftakt gegen den HSV als Vorlagengeber in Erscheinung trat. In den Partien dannach musste Gebhart aufgrund von Leistenbeschwerden, die auch einen Reha-Aufenthalt in der Nähe von Freiburg zur Folge hatten, passen. Eine Disco-Eskapade inklusive Rangelei kostete der Mittelfeldkraft zwischenzeitlich richtig viel Geld.     

 

 

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