3:0 zum Auftakt

Green, Dudziak und Pululu treffen: Kleeblatt gewinnt Testspiel gegen Pendikspor

Michael Fischer, Sportredakteur
Michael Fischer

Nürnberger Nachrichten

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5.1.2023, 16:18 Uhr
Die Führung per Elfmeter: Julian Green traf zum 1:0 für das Kleeblatt.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink Die Führung per Elfmeter: Julian Green traf zum 1:0 für das Kleeblatt.

In der Vorbereitung hat mancher auch spezielle Wünsche. Zum Beispiel die Verantwortlichen des türkischen Zweitligisten Pendikspor, die offenbar auf jedes Detail achten. Ihr Testspiel gegen das Kleeblatt wollten diese jeweils eine Halbzeit mit "ihren" Bällen und eine mit denen aus Deutschland spielen - womit die Fürther erwartungsgemäß eher weniger Probleme hatten.

Den Donnerstagvormittag hatte die Spielvereinigung noch für eine ausgiebige Sprint-Einheit auf dem Rasenplatz im "Maxx Royal Sports Center" genutzt, die mancher ein paar Stunden später sicher noch spürte. Gegen den türkischen Zweitligisten, der zur Winterpause den sechsten Platz belegt, war das Kleeblatt trotzdem über weite Strecken die bessere Mannschaft und gewann ein von den Türken sehr hart geführtes Spiel verdient mit 3:0 (1:0).

Den ersten Durchgang begannen die Fürther mit der inzwischen gewohnten 3-4-1-2-Formation mit der Dreierkette aus Sebastian Griesbeck, Gideon Jung und dem 17 Jahre jungen Ben Schlicke, der nach 25 Minuten plangemäß für U23-Kapitän Maximilian Dietz Platz machte. Die erste Chance des Spiels hatte jedoch Devin Angleberger, der nach neun Minuten aber zu zentral abschloss, sodass sein Versuch kein Problem für den Torhüter war.

Zwei Minuten später zirkelte Luca Itter, der die linke Außenbahn übernahm, einen Freistoß an den Innenpfosten - von wo aus der Ball aber wieder ins Feld zurück sprang. Den Nachschuss von Sebastian Griesbeck parierte dann der Torhüter. Später schoss Ragnar Ache aus der Distanz deutlich drüber, während Leon Schaffran im Fürther Tor einen sehr ruhigen Nachmittag erlebte.

Nach 27 Minuten ging das Kleeblatt in Führung. Dickson Abiama war von seinem Gegenspieler nur durch ein Foul zu stoppen, den fälligen Elfmeter verwandelte Julian Green zum 1:0. Zehn Minuten darauf hätte Gideon Jung auf 2:0 erhöhen müssen, köpfte aber freistehend aus wenigen Metern am Tor vorbei.

Hrgota noch nicht in Belek

In der Pause wechselte Zorniger einmal komplett durch und ließ seine runderneuerte Mannschaft in einem 4-4-2 mit Mittelfeldraute spielen. Bis auf Branimir Hrgota, der aus "privaten Gründen" noch nicht in Belek ist, sowie U19-Kapitän Philipp Müller und die zuletzt angeschlagenen Marco John und Sidney Raebiger, die auf der Tribüne Platz nahmen, bekamen so alle Profis Spielzeit.

Mit der neuen Formation bekam das Kleeblatt allerdings nicht mehr so guten Zugriff - und erspielte sich auch kaum mehr Chancen. Armindo Sieb prüfte den gegnerischen Torhüter kurz nach Wiederanpfiff mit einem wuchtigen Schuss, nach einer Stunde versuchte es der junge Angreifer erfolglos aus der Distanz.

Das Spiel war da schon immer härter und unansehnlicher geworden. Angetrieben von ihrem Trainer, der dauerhaft am Seitenrand herumbrüllte, gingen die Türken unnötig hart und teilweise mit gestrecktem Bein in die Zweikämpfe. Der Schiedsrichter ließ sie meist gewähren - und bekam das Geschehen kaum mehr in den Griff. Als die Spieler von Pendikspor mit lautem Geschrei eine Gelbe Karte für Max Christiansen, der seinen Gegenspieler nicht mal berührt hatte, provozierten, wurde es auf der kleinen Tribüne zwischen mitgereisten Fürthern und einigen Einheimischen kurz hitzig.

Die Fürther verloren über diese Hitzigkeit ein bisschen ihre Souveränität. Erst blockte Damian Michalski einen Schuss gerade noch zur Ecke, dann lenkte Andreas Linde einen Versuch über die Latte. Es blieben die einzigen Chancen für den türkischen Zweitligisten - auch, weil das Kleeblatt in der Schlussphase doch wieder auf ein 3-4-1-2 umstellte. Fünf Minuten vor Schluss versuchte es Oussama Haddadi mit einem Freistoß, der aber kein Problem für den Torhüter war.

Dann aber machte das Kleeblatt doch alles klar: Nach einem weiten Ball schickte Nils Seufert Jeremy Dudziak in den Strafraum, der sich gegen seinen Gegenspieler behauptete und zum 2:0 traf. In der Nachspielzeit erhöhte Afimico Pululu nach Kopfballverlängerung von Seufert mit einem schönen Heber über den Torhüter sogar noch auf 3:0. Direkt danach war Schluss.

Fürth (1. Halbzeit): Schaffran; Griesbeck, Jung, Schlicke (25. Dietz) - Meyerhöfer, Angleberger, Tillman, Itter - Green - Abiama, Ache.

Fürth (2. Halbzeit): Linde; Asta, Michalski, Haddadi, Mhamdi - Christiansen, Raschl, Seufert, Dudziak - Sieb, Pululu.

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