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Triathlon-Verbandstag fällte keine brisante Entscheidung

Beschlüsse wurden vertagt - 14.10.2012 17:39 Uhr

Während der auch schon in Roth gestartete Andreas Raelert auf Hawaii beim Ironman kämpfte, rangen die bayerischen Triathlon-Funktionäre um die Zukunft ihres Sports im Freistaat. © dpa


Lange hatten die sehr zahlreichen Vereinsvertreter über den Ausschluss des BTV aus der Deutschen Triathlon-Union (DTU) und das künftige Verhalten diskutiert. Zunächst legte der umstrittene BTV-Präsident Peter Pfaff seine Sicht der Dinge dar und pries die Vorzüge eines eigenständigen Verbands außerhalb der DTU. Bayerische Athleten, die einen Startpass etwa für deutsche Meisterschaften haben möchten, könnten diesen künftig durch eine Kooperation mit Sachsen erwerben. Auf die Frage nach der Höhe der Gebühr musste Pfaff allerdings passen. Was den Ligabetrieb betrifft, sei er in Kontakt mit Österreich, der Schweiz und Italien. Vereinsvertreter moserten später, Pfaff sei „äußerst schlecht vorbereitet“ in den brisanten Verbandstag im Altmühltal gegangen.

Pfaff wirkte teilweise überfordert

Als es juristisch diffizil wurde und Dringlichkeitsanträge gestellt wurden, wirkte Pfaff überfordert. Der Ingolstädter überließ daher die Moderation Rainer Riedel, dem Vertreter des Sportbeirats aus dem Bayerischen Landessportverband. Riedel sorgte dafür, dass die Entscheidungen rechtlich korrekt abliefen und hielt die Diskussion sachlich.

Bevor es zu den Neuwahlen kommen sollte, war eine Abstimmung darüber geplant, ob sich der BTV wieder der DTU anschließen solle, oder ob ein eigenständiger Verband gegründet werden sollte. Zum einstimmigen Ausschluss des BTV aus der DTU war es Mitte September gekommen (die NZ berichtete). Erst nach der Abstimmung über den künftigen BTV-Kurs wäre wohl klar gewesen, ob sich Pfaff und sein Team für eine Wiederwahl zur Verfügung stellen, oder ob ein neues Vorstandsteam – das nach NZ-Informationen wohl bereitgestanden hätte – angetreten wäre.

Selbst dazu kam es nicht, weil ein Präsidiumsmitglied den Dringlichkeitsantrag gestellt hatte, dies auf einem außerordentlichen Verbandstag im Dezember zu klären. Dann soll auch ein DTU-Vertreter anwesend sein, denn die „Einseitigkeit der Informationen“ wurde in Emsing beklagt. „Eine Art Podiumsdiskussion ist das, was ich immer wollte“, sagte der mittelfränkische Bezirksvorstand Edgar Michel, der zu jener Gruppe gehört, die dabei ist, einen Gegenverband, die Bayerische Triathlon-Union,  zu gründen (die NZ berichtete).

Riedel glaubt, dass bis Dezember die Wogen einigermaßen geglättet sind. Denn zur Vorbereitung für den außerordentlichen Verbandstag sollen die Bezirksvorstände eingebunden werden: „Damit müsste die Luft raus sein“, so Riedel. 

Markus Kaiser

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