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Trump will NFL-Start nur ohne Protest bei der Hymne

"Wenn sie nicht stehen, hoffe ich, dass sie gar nicht anfangen" - 11.08.2020 19:33 Uhr

Colin Kaepernicks Kniefall gilt als Geste des Protests gegen rassistische Polizeigewalt.

© EZRA SHAW, AFP


"Wenn sie nicht stehen für die Hymne, hoffe ich, dass sie gar nicht anfangen", sagte Trump am Dienstag in einem Interview bei Fox Sports Radio. "Aber davon abgesehen, würde ich es lieben, wenn sie anfangen, und wir machen alles, was möglich ist, um sie starten zu lassen." Die Saison soll planmäßig am 10. September beginnen, es gibt aber Gesundheitsbedenken wegen der Pandemie und des intensiven Kontakts der Spieler.

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In amerikanischen Städten kam es nach dem gewaltsamen Tod des Schwarzen George Floyd, der nach einer Polizeikontrolle gestorben war, zu mehrtägigen Ausschreitungen.


Das Knien während der Nationalhymne hatte vor vier Jahren seinen Ursprung in der NFL, als der damalige Quarterback der San Francisco 49ers, Colin Kaepernick, diese Form des Protests gegen Polizeigewalt gegen Afroamerikaner und gegen Rassismus wählte. Seither behaupten Kritiker, dass damit die Landesflagge und Hymne respektlos behandelt werden.


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Seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd im Mai gibt es in den USA wieder eine starke Bürgerrechtsbewegung gegen Rassismus, an der sich in zuvor ungekannter Deutlichkeit und Zahl auch Profisportler beteiligen. In der NBA knien die allermeisten Basketballer zu Beginn der Spiele, auch in der Major League Baseball und der NHL gibt es in unterschiedlicher Zahl und Geschlossenheit protestierende Profis. In der NFL ist der Anteil Schwarzer ähnlich hoch wie in der NBA.

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dpa

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