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Valentini: "Es fühlt sich fast an wie ein Sieg"

So sahen Trainer und Spieler des 1. FC Nürnberg das Spiel in Bremen - 16.09.2018 18:43 Uhr

Stark im Zweikampf, gefährliche Ecken: Enrico Valentini gab am Sonntag alles. © Carmen Jaspersen, dpa


Michael Köllner: "Wir wussten, dass es ein schwerer Auftritt in Bremen wird. Wenn man das ganze Spiel betrachtet, haben wir unsere Dinge gut erledigt. Wir haben uns wie Bremen gut vorbereitet. So war es eine komplizierte Partie. Wir mussten ständig auf der Hut, aber gleichzeitig nach dem 0:1 in der gegnerischen Hälfte präsent sein. Wir haben uns vorgenommen, fußballerisch stark zu sein. Zu unserem Leidwesen wurde unser erstes Tor zurückgenommen. Da mussten wir mental eine schwere Situation verkraften. Da ziehe ich den Hut vor meiner Mannschaft, dass sie trotzdem mutig geblieben ist und Chancen herausgespielt hat. Es ist für uns gut zu wissen, dass wir auch nach dem dritten Spiel in der Bundesliga mithalten können. Es freut uns, dass wir hier heute mit einem Punkt heimfahren."

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Kurven-Statements und Joker-Jubel: Die Club-Bilder aus Bremen

Ein Fußball-Spiel wie aus dem Bilderbuch: Der Favorit geht in Führung, der Underdog schlägt spät zurück - und hat sogar noch die Siegchance auf dem Fuß. Der Club belohnte sich am Sonntagnachmittag für seinen Kampf und entführte einen Zähler aus Bremen - sehr zur Freude der Hundertschaften mitgereister Fans. Die Bilder von der Weser.



Florian Kohfeldt (Werder Bremen): "Ich bin nicht zufrieden. Die erste halbe Stunde war nahe an dem, was wir uns vorgenommen hatten. Wir hatten eine hohe Dominanz. Da fällt dann auch folgerichtig das Tor für uns. Ganz schleichend haben wir aufgehört, aus den Räumen zu spielen. Dann verlieren wir den Zugriff im Gegenpressing. Am Ende habe ich gehofft, dass wir ohne Gegentor daraus lernen. Jetzt lernen wir ganz bitter daraus. Mir gefällt es, dass die couragierten Nürnberger es spielerisch probieren. Kompliment, sie haben bis zum Ende daran geglaubt."

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Später Glücksmoment in Bremen: Das sind die Club-Noten!

Es ist eine Punkteteilung, mit der der Club bestimmt gut leben kann: Beim Remis in Bremen befand sich der FCN zur Pause nicht unverdient im Hintertreffen. Erst in der zweiten Hälfte entwickelte das Köllner-Kollektiv mehr Durchschlagskraft nach vorne und stellte nach einem aberkannten Treffer in der Nachspielzeit ganz regulär auf 1:1. Hier kommen die Club-Noten!


Enrico Valentini: "Durch das späte Tor fühlt es sich natürlich fast wie ein Sieg an. Nach der ersten Halbzeit und dem Pausenrückstand haben wir uns gefangen und sind nochmal stark zurückgekommen. Wie gegen Mainz haben wir wieder eine sehr gute zweite Hälfte gespielt und haben uns für unseren Aufwand noch belohnt. Wir haben in der Pause umgestellt und dann hat es auch besser geklappt. Wir hatten mehr Räume. Wenn man auswärts bei einer Mannschaft wie Bremen so eine Leistung abliefert, dann kann man sagen, dass wir auf jeden Fall in der Liga angekommen sind."


Mikael Ishak: "Es war ein sehr komisches Spiel. Wir haben in der ersten Halbzeit eine Chance zugelassen und werden dafür von Werder bestraft. Nach der Pause hatten wir dann Chancen, selbst zu treffen, machen auch ein Tor, doch das wird zurückgepfiffen. Wir haben aber bis zum Schluss gekämpft und noch den verdienten Ausgleich erzielt. Mit dem letzten Angriff können wir sogar noch das 2:1 machen. Schade, dass uns das nicht noch gelungen ist. Insgesamt ist der Punkt auf jeden Fall verdient."

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Unter Cluberern: "Noch nie war es hier so laut wie heute beim Abpfiff!"

Der 1. FC Nürnberg holt sich in der Nachspielzeit doch noch einen Punkt in Bremen und geht nicht leer aus. Der Jubel in der Nürnberger Kneipe "Garage" war dementsprechend groß. Die Club-Fans haben bis zum Schluss mitgefiebert und gezittert. Wir haben sie zum Auswärtsspiel befragt.


Hanno Behrens: "Wir sind die ersten 15 Minuten gut reingekommen. Danach haben wir ein bisschen den Faden verloren. Wir wollten das Zentrum dichtmachen, dadurch hat Werder auf den Flügeln viel Räume bekommen und es auch gut gespielt. Trotzdem haben wir nicht viel zugelassen. Das 1:0 war dann ein guter Schuss. Zur zweiten Halbzeit haben wir etwas umgestellt. Dann hat es besser geklappt. Wir sind dann mehr in die Zweikämpfe gekommen und haben auch Chancen erspielt. Aufgrund der zweiten Halbzeit geht der Punkt auf jeden Fall in Ordnung. Mit ein bisschen Glück können wir am Ende noch das zweite Tor machen. Für die Moral ist so ein später Ausgleich natürlich sehr wichtig. Es ist schön zu sehen, dass man belohnt wird, wenn man nie aufgibt."


Nuri Sahin (Werder Bremen): "Wir haben das Spiel leider nicht zuendegebracht. Wenn du 1:0 führt musst du nachlegen, in einer Phase hätten wir auch das 2:0 machen können. Am Ende stehen wir viel zu tief, und machen vorne keinen Druck mehr. Das wird dann oft bestraft. Wir hätten einige Chancen sauberer ausspielen müssen." 

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