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Vorhand? Rückhand? Wichtiger sind Spaß und Fitness

Forchheimer Tennislehrer Harry Payrleitner sieht den weißen Sport im Wandel begriffen

- 13.04.2021 13:27 Uhr

Die Hemmschwelle senken: Das ist im Tennis mit den "Fast-Learning-Kursen" für Erwachsene offenbar gelungen.

13.04.2021 © privat, NN


Waren es zu Zeiten des Booms um Steffi Graf und Boris Becker vor allem ehrgeizige Jugendliche, die als Profis in deren Fußstapfen steigen wollten, oder von ihren ehrgeizigen Eltern ins Training geschickt wurden, ist es heuer eher umgekehrt, wie Harry Payrleitner berichtet. Der Geschäftsführer der Tennisschule t.i.m. ("tennis is magic") merkt an, dass es eine neuere Studie gebe, wonach 70 Prozent der Interessenten den Spaß am Spiel suchen, der Fitnessgedanke werde am zweitmeisten genannt, den Wettkampf suchen demnach nur noch ganz wenige.

"Da kommen viele Eltern über ihre Kinder zu uns", erzählt er. Seit drei Jahren biete er den Kurs "Fast Learning" an und habe schon 250 Neulingen so "schnell" die Grundlagen des Tennissports beigebracht. Das mache ihm genauso viel Spaß wie den Teilnehmern, die sofort Erfolge sehen. Das Ganze geheim Gruppentraining relativ unverbindlich über fünf Termine, an denen man die Grundschläge und am Schluss auch Spielformen erlerne.

Die Hemmschwelle sei durch die Gruppe etwas gesenkt für Leute, die sich selbst für nicht so talentiert halten. "Da sind andere vielleicht auch nicht besser als ich", sei durchaus ein Argument, es doch einmal zu versuchen.

Wenn man dann Geschmack an der Sportart gefunden habe, sei irgendwann der Schritt die Vereinsmitgliedschaft, sagt Payrleitner, der sowohl für den TC Forchheim als auch für die Tennisabteilung der SpVgg Jahn Unterricht erteilt. Und das seien den Vereinen die liebsten Mitglieder, denn sie zahlen Beitrag und kosten fast nichts, weil sie keine Ambitionen auf Ligen- oder Turniersport haben, für die ihre Klubs Anreisen und Material bezahlen müssen.

"Viele Jahre haben wir uns um die Nachwuchsgewinnung bemüht, jetzt sehen wir, dass es sich auch auszahlt, die Eltern-Generation anzusprechen", resümiert Payrleitner. Nach einem für den Tennislehrer kargen Winter ohne jede Einnahmen soll es demnächst wieder losgehen. Beziehungsweise weiter: Denn die "Fast-Learning-Gruppe", die am 28. April (bei entsprechenden Inzidenzzahlen) starten soll, setzt ihren Kurs aus dem Herbst fort, der durch den Lockdown abrupt unterbrochen wurde.

Doch auch der „Kids Treff“ am Samstagvormittag mit Schnuppermöglichkeit für Kinder von fünf bis 15 Jahren, "Motion on Court", ein präventiver Kurs für die allgemeine Fitness, Tenniscamps für die Kids in den Pfingstferien und Sommerferien, oder das Multisportcamp in den Sommerferien auf der Sportinsel sollen in diesem Sommer neben dem Mannschaftstraining angeboten werden. Das Wetter verhindert einen früheren Saisonstart, den man sich nach dem tennislosen Winter erhofft hatte. Aber das sollte ebenso irgendwann mitspielen wie die lästige Pandemie.

Anmeldungen unter info@tennisschule-tim.de


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