Montag, 21.10.2019

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Zirndorfer Volleyballer hoffen auf einen Hexenkessel

Der TSV meld sich am Samstag in gleich drei Hallen zurück - 20.09.2019 12:51 Uhr

DATUM: 01.12.2013..RESSORT: Lokales ..FOTO: Horst Linke ..MOTIV: Volleyball Herren Regionalliga: TSV Zirndorf - SV Lohhof (weiss) © Horst Linke


Für die Volleyballer des TSV Zirndorf steht das erste Heimspiel nach dem Aufstieg in die 3. Liga Ost an. Als Neuling braucht es am Samstag um 19.30 Uhr gegen die "Black Mambas" vom TSV Eibelstadt unbedingt einen Sieg.

Denn zum Auftakt beim TSV Friedberg hatte es eine 1:3 Niederlage gesetzt. Einen klaren Favoriten gibt es nicht, da ist sich Günter Bernard sicher. Weder für den Meistertitel noch für die mindestens zwei Absteiger. Das hat das Auswärtsspiel in der Nähe Augsburgs gezeigt. "Wir haben da ein bisschen Lehrgeld bezahlt", konstatiert der Abteilungsleiter der Volleyballer beim TSV Zirndorf.

Denn immerhin ging der erste Satz knapp an den TSV. Dann aber hatte das Team keine echte Chance mehr. Das soll sich nun ändern, denn die Unterfranken aus Eibelstadt kennt man bereits aus der Regionalliga. "Es wird ein Wettkampf auf Augenhöhe." Von der sportlichen Herausforderung verspricht sich Bernard auch einen Anstieg der Zuschauerzahlen über die derzeit rund 150 Besucher. "Wir erhoffen uns einen kleinen Hexenkessel."

Seinen relativ jungen Kader hält Bernard für "drittligatauglich. Da steckt Potenzial drin". Schließlich hat man mit Lennart Kroha einen zweifachen bayerischen Beachvolleyball-Meister, da braucht es kaum Verstärkungen. Nur einer kam zum Saisonbeginn zurück: Tim Rosenow. Wobei der eigentlich nie weg war.

Trainerwechsel trotz Aufstiegs

Auch wenn das Zirndorfer Eigengewächs, das seine ersten Schritte beim TV Fürth 1860 gemacht hatte, als bayerisches Talent im Volleyball-Internat in München und dann beim Zweitligisten SV Schwaig war, sah man ihn immerhin Jahr für Jahr in der TSV-Halle bei Gaudispielen an Fasching und Weihnachten. Erfreulicher Nebeneffekt: Auch Tims Vater Bernd Ruhs kehrt heim. Nicht als Spieler – da hat er eine erfolgreiche TSV-Vergangenheit –, sondern als DJ, der in den Spielpausen für Stimmung sorgt. Kurioserweise steht nun nicht mehr der Erfolgscoach Klaus Wischermann am Spielfeldrand.

Die Mannschaft habe nicht alle ihre Möglichkeiten ausgeschöpft, so Bernard. Schließlich landeten die Zirndorfer trotz Aufstiegsambitionen "nur" auf Rang drei. Erst der Rückzug des Zweitplatzierten hat den Weg in die 3. Liga Ost am Grünen Tisch freigemacht.

Mit Markus Etzold, dessen Sohn Janek selbst auf dem Feld steht, und Michael Hänsel hat man ein gleichberechtigtes Duo am Start. Beide haben Bundesliga-Einsätze hinter sich und kennen Zirndorf aus dem Blickwinkel des Co-Trainers bereits.

Einen Haupt- und Co-Trainer gebe es aus Zeitgründen nicht mehr, wie Bernard betont. Denn der Aufwand mit Gegnern etwa aus Dresden, Zschopau und Jena, aber auch aus München, Deggendorf und Niederviehbach bei Dingolfing wird deutlich größer.

Als Saisonziel hat Bernard den Klassenerhalt ausgegeben. Mittelfristig soll die 3. Liga Ost die Heimat der Zirndorfer werden, weshalb man am Trainergespann auch festhalten möchte. "Denn so ein Aufbau dauert seine Zeit."

An den Aufstieg in die 2. Bundesliga denkt der Abteilungsleiter nicht. "Das würde zahlreiche Schwierigkeiten mit sich bringen." Zum einen die finanzielle Anstrengung, zum anderen würde es den Status als Amateurverein in Frage stellen.

Abteilung feiert 40-Jähriges

"Wir sind stolz, dass der Spieler mit der weitesten Anreise aus Erlangen kommt und nicht wie bei höherklassigen Teams aus dem benachbarten Ausland." Folgerichtig stammt der Spielmacher Dominic Lamprecht aus der eigenen Jugend. Andere haben hier in jungen Jahren ihren letzten Schliff bekommen. "Wir sind regional verwurzelt. Man kennt unsere Leute."

Zugleich feiert die Volleyball-Abteilung heuer ihr 40-jähriges Bestehen. Da kommt es gelegen, dass auch die Damen, die von Bernard selbst trainiert werden, sportliche Höchstleistungen gezeigt haben und erstmals in die Regionalliga aufgestiegen sind. "In Bayern gibt es nur wenige Vereine, die bei Männern und Frauen so gut aufgestellt sind."

Hinzu kommt das Bibert-Turnier mit der Rekordzahl von 40 Mannschaften, die am Wochenende durch gleich mehrere Hallen rennen. Von den ganzen ehrenamtlichen Helfern wie Ball- und Wischerkindern, die man auf und neben dem 18 Meter langen und neun Meter breiten Spielfeld braucht, gar nicht zu reden. "Wir müssen da auch die eigene Jugend motivieren."

InfoAm Wochenende kann man beim 9. Bibert-Turnier in Zirndorf die ganze Bandbreite des Volleyballs kennenlernen. Jeweils von 10-20 Uhr spielen in der Realschul-Turnhalle (Jakob Wassermann-Straße 1) und in der Bibert-Sporthalle (Schwalbenstraße 35) 40 Mannschaften aus allen Ligen. Um 19.30 Uhr ist Anpfiff für das Drittliga-Duell in der Jahnhalle (Jahnstraße 2).

UDO GÜLDNER

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