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Freitag, 06.12.2019

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Tag des offenen Denkmals im Kreis Neumarkt und dem Nürnberger Land

Unser ausgewähltes Angebot für unsere Leser zum "Tag des offenen Denkmals" - 08.09.2019 10:06 Uhr

In Neumarkt und Pölling sind zwei Schreiberhäuser zu besichtigen. Das alte Gebäude in Neumarkt erstrahlen außen wie innen seit der Sanierung in neuem Glanz. Archivfoto: privat


Neumarkt beteiligt sich heuer mit seinen zwei Schreiberhäusern – dem im Stadtzentrum und dem in Pölling. Beide sind sonst für die Öffentlichkeit nicht zugängig. Das ehemalige zweigeschossige Wohnhaus in der Bräugasse 19 mit Fachwerk-Obergeschoss aus dem 15. Jahrhundert wird von 11 bis 16 Uhr Einblicke gewähren.

Im Innenhof werden Informationen zum Aufstieg und Ausbau Neumarkts zur Residenzstadt, Umbrüche unter Pfalzgraf Johann und dem Bauen im Mittelalter gegeben. Außerdem können Besucher Vermessungstechniken des Mittelalters ausprobieren. Führungen wird Heimatpfleger Rudi Bayerl um 14 und 15 Uhr geben.

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Das Schreiberhaus in der Pöllinger Hauptstraße 49 hat derweilen von 10 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 15 Uhr geöffnet. Führungen durch das zweigeschossige, ehemalige Gasthaus aus dem 17./ 18. Jahrhundert gibt es nach Bedarf.

Feucht beteiligt sich mit mehreren Immobilien an dem Aktionstag, unter anderem mit dem Zeidlerschloss. F.: privat


Im nordöstlichen Landkreis, genauer gesagt in Lauterhofen, sperrt am Tag des offenen Denkmals die Alte Mälze in der Neumarkter Straße auf. Diese ist Teil des Gebäudeensembles, zu dem auch das "Gasthaus zur Krone" gehört. Sie wurde im 16./ 17. Jahrhundert als zweigeschossiger Massivbau mit einem flachen, tonnengewölbten Keller errichtet.

Das Deutschordensschloss in Postbauer Heng kennen viele von Veranstaltungen. Der Historie wird sich am Sonntag, 8. September, gewidmet. Dann gibt es auch Vorträge im Gebäude. Archivfoto: privat


2017 erwarb die Gemeinde das Gebäude, das derzeit saniert wird. Ab 2020 soll es als kultureller Treffpunkt genutzt werden. Geöffnet hat die Alte Mälze am Tag des offenen Denkmals von 13 bis 17 Uhr (sonst nur unregelmäßig).

Es gibt eine durchlaufende Bildschirm-Präsentation sowie Führungen über die Baustelle mit Mitarbeitern des zuständigen Architekturbüros um 14 und 15.30 Uhr.

Treff am Marktplatz

In Freystadt kann zudem am Marktplatz 35 das Bürgerhaus aus dem Spätbarock um 1730 besichtigt werden. Stefan Lerzer vom gleichnamigen Architekturbüro wird in unregelmäßigen Führungen zwischen 11 und 16 Uhr von den Sanierungsarbeiten berichten. Treffpunkt hierzu ist gegenüber am Marktplatz.

Gang durchs Dorfmuseum

In Pavelsbach (Postbauer-Heng) wartet derweilen das Fleischmichlhaus, Ludwigstraße 23, aus dem Jahre 1813 auf Besucher. Im Jahr 2000 hat es die Gemeinde saniert.

Die Brücke am Brückkanal Schwarzenbruck von unten betrachten geht nur am „Tag des offenen Denkmals“. Archivfoto: Viola De Geare


Und Paula Pröpster hat das Bauernhaus gemäß der Zeit von 1950/ 60 eingerichtet. Heute ist es das Dorfmuseum. Am 8. September ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Museumsleiterin Paula Pröpster führt herum.

In Postbauer-Heng ist auch das Deutschordensschloss in der Ezelsdorfer Straße 5, mit von der Partie. Erbaut 1272, als der Deutsche Orden ein Pflegamt in Postbauer eröffnete, dient es heute als Kulturstätte. Am Tag des offenen Denkmals wird es von 14 bis 18 Uhr geöffnet haben.

Es gibt um 14 Uhr einen Vortrag zum Deutschen Orden, um 15.30 Uhr einen zum Pflegamt Postbauer und um 16.30 Uhr einen zur Baugeschichte des Schlosses samt Nebenanlagen.

Dazwischen führt Ortsheimatpfleger Josef Lobenhofer herum.

Besucher werden am „Tag des offenen Denkmals“ auch wieder durch das Fleischmichlhaus geführt. Im Dorfmuseum gibt es einiges Historisches zu sehen. Archivfoto: Heilmann


Pyrbaum präsentiert am Tag des offenen Denkmals die Bräustuben, Nürnberger Straße 2. Das ehemalige Gasthaus aus dem 18. Jahrhundert wurde im Laufe der Jahre mehrmals umgebaut. Noch dieses Jahr soll die Sanierung abgeschlossen und das Gebäude für Veranstaltungen der Gemeinde genutzt werden.

Am Tag des offenen Denkmals sperren die Pyrbaumer von 13 bis 17 Uhr auf. Es gibt eine durchlaufende Bildschirm-Präsentation sowie Führungen um 14 und 15.30 Uhr von Mitarbeitern des Architekturbüros.

Ab ins Kloster

In Berg können Besucher das Kloster Gnadenberg in der Gnadenberger Straße bewundern: Die Brigittische Doppelklosteranlage war 1420 von Pfalzgraf Johann I. und seiner Frau Katharina gegründet und während des 30-jährigen Kriegs 1635 von schwedischen Truppen in Brand gesetzt/ zerstört worden.

2015 folgte die Instandsetzung mit Ausstellung und Kräutergarten als Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Am Tag des offenen Denkmals hat das Kloster von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der örtliche Kulturhistorische Verein bietet stündlich Führungen an.

Orte in Mittelfranken

Wer einen Blick über die Landkreis-Grenze werfen möchte, wird auch in Mittelfranken fündig: Burgfräulein und Ritter könnte es auf die Burg nach Burgthann ziehen: Dort finden sich in der Burgstraße 1 Teile der mittelalterlichen Amtsburg mit Befestigungsmauer, Torhaus, Bergfried und Burgkapelle.

Mitglieder der "Fördergemeinschaft Burg Burgthann" führen nach Bedarf Besucher am Tag des offenen Denkmals zwischen 13 und 16.30 Uhr durch das Kanal- und Heimatmuseum, über die gesamte Burganlage mit Eppelein-Verlies und einem Fischsaurierschädel (einer Nachbildung eines Fundstücks aus dem Dörlbacher Einschnitt).

Die Burg Grünsberg (Grünsberger Straße in Altdorf) ist zum Beispiel noch erhalten. Sie wurde 945 nach Christus errichtet – vermutlich an Stelle eines Wehrturms gegen den Einfall der Ungarn in jener Zeit. Und obwohl sie ein Brand 1503 zerstörte, wurde sie 1530 wieder auf-, später umgebaut sowie erweitert.

Am Tag des offenen Denkmals wird es von 10 bis 17 Uhr halbstündliche Führungen durch die Repräsentationsräume und die Kapelle geben.

Rund ums Wasser

Ums Wasser dreht sich dagegen der Besuch beim Brückkanal 3 in Schwarzenbruck. Die dortige Brücke ist im Jahr 1838 errichtet worden, 90 Meter lang und 6,20 Meter breit. Ihr Bogen ist 17 Meter hoch.

Sonst ist ein Eintreten nicht möglich: Am Tag des offenen Denkmals ist von 10 bis 16 Uhr vom Raum innerhalb des Brückenpfeilers die Bogenkonstruktion von unten zu besichtigen. Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes Nürnberg verschaffen Zutritt.

Drei Optionen in Feucht

In Feucht gibt es gleich drei Denkmäler, die sich beteiligen: Erstens können Besucher von 13 bis 17 Uhr Führungen durch das Pfinzingschloss, Pfinzingstraße 10, unternehmen.

Es wurde im 16. Jahrhundert als Herrensitz der Nürnberger Patrizier erstmals urkundlich erwähnt. Zweitens zeigt der Markt Feucht sein historisches Rathaus, Hauptstraße 33. Es wurde 1640 zunächst als Wirtshaus erbaut.

In den folgenden zwei Jahrhunderten wechselte es mehrfach die Besitzer, ehe es 1879 schließlich die Marktgemeinde kaufte und zum Rat- sowie Schulhaus umbaute. Am Tag des offenen Denkmals hat es von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Honig und Bienen

Und das dritte Feuchter Gebäude, das dieses Jahr am Tag des offenen Denkmals für die Besucher öffnet, ist das Zeidlerschloss, Mittlerer Zeidlerweg 8. Es wurde 1427 erstmals urkundlich erwähnt.

Zum Besitz gehörten zwei Zeidelgüter, einst Zentrum der Waldbienenhaltung und Honiggewinnung. Wer das historische Ambiente und zugleich die moderne Ausstattung vor Ort erkunden möchte: Am 8. September ist dies von 13 bis 17 Uhr möglich.

Und natürlich ist auch die Burgruine Wolfstein (Wolfsteinweg) in Neumarkt wieder mit von der Partie. Bei gutem Wetter ist ein Besuch am 8. September von 11 bis 17 Uhr möglich. Dazu wird Bogenschießen auf der Wiese angeboten.

Da bis zuletzt Denkmäler angemeldet werden können, erhebt diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Mehr Informationen zum "Tag des offenen Denkmals 2019" im Landkreis gibt es auch online, auf unserer Internetseite www.nordbayern.de/neumarkt.

Zur interaktiven Karte des Aktionstages www.tag-des-offenen-denkmals.de.

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