Tödlicher Bombenanschlag: Die Schreckensnacht von Ansbach

25.7.2016, 06:55 Uhr
Ausnahmezustand am späten Sonntagabend in Ansbach: Vor einer Weinstube in der Pfarrstraße ist eine Detonation zu hören. Sofort eilen Einsatzkräfte...
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Ausnahmezustand am späten Sonntagabend in Ansbach: Vor einer Weinstube in der Pfarrstraße ist eine Detonation zu hören. Sofort eilen Einsatzkräfte... © NEWS5

...an den Ort des Geschehens. Das Areal, nur wenige Meter vom Eingangsbereich des Musikfestivals
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...an den Ort des Geschehens. Das Areal, nur wenige Meter vom Eingangsbereich des Musikfestivals "Ansbach Open" entfernt, wird weiträumig abgesperrt. Während anfangs noch das Gerücht einer Gasexplosion die Runde macht, wird schnell klar... © NEWS5

Jemand hat einen Sprengsatz gezündet. Verstärkung wird angefordert, 200 Polizeibeamte sowie etwa 350 Rettungskräfte und Feuerwehrleute treffen nach und nach in der 40.000-Einwohnerstadt ein.
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Jemand hat einen Sprengsatz gezündet. Verstärkung wird angefordert, 200 Polizeibeamte sowie etwa 350 Rettungskräfte und Feuerwehrleute treffen nach und nach in der 40.000-Einwohnerstadt ein. © ToMa-Fotografie

Ein Anschlag? Schwerbewaffnete Einsatzkräfte sichern das Gelände, Rettungshubschrauber werden angefordert.
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Ein Anschlag? Schwerbewaffnete Einsatzkräfte sichern das Gelände, Rettungshubschrauber werden angefordert. © NEWS5

Während des Konzertes von Georg Meyle war die Detonation zu hören, der Musiker und die Festivalleitung bringen das Konzert ruhig zu Ende - eine kluge Entscheidung, wie sich herausstellen wird.
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Während des Konzertes von Georg Meyle war die Detonation zu hören, der Musiker und die Festivalleitung bringen das Konzert ruhig zu Ende - eine kluge Entscheidung, wie sich herausstellen wird. © NEWS5

Dann werden erste schreckliche Details bekannt. Ein 27-jähriger Flüchtling aus Syrien soll die Bombe gezündet haben.
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Dann werden erste schreckliche Details bekannt. Ein 27-jähriger Flüchtling aus Syrien soll die Bombe gezündet haben. © NEWS5

Es gibt zahlreiche Verletzte, die ersten Angaben schwanken noch stark. Später wird klar: 14 Verletzte, vier von ihnen schwer. Der Attentäter...
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Es gibt zahlreiche Verletzte, die ersten Angaben schwanken noch stark. Später wird klar: 14 Verletzte, vier von ihnen schwer. Der Attentäter... © NEWS5

...wollte die Bombe mit scharfkantigen Metallteilen in seinem Rucksack eigentlich auf dem Festivalgelände zünden. Etwa 2500 Menschen...
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...wollte die Bombe mit scharfkantigen Metallteilen in seinem Rucksack eigentlich auf dem Festivalgelände zünden. Etwa 2500 Menschen... © ToMa-Fotografie

...befanden sich zu diesem Zeitpunkt bei den
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...befanden sich zu diesem Zeitpunkt bei den "Ansbach Open". Glücklicherweise wurde ihm jedoch der Einlass verwehrt, weil... © NEWS5

... er kein Ticket vorzeigen konnte. Kurz darauf, gegen 22.12 Uhr kommt es wenige Meter entfernt, vor dem Lokal
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... er kein Ticket vorzeigen konnte. Kurz darauf, gegen 22.12 Uhr kommt es wenige Meter entfernt, vor dem Lokal "Eugens Weinstube" zur Explosion. © ToMa-Fotografie

Es ist die dritte Bluttat in Bayern innerhalb einer Woche. Erst hatte ein afghanischer Flüchtling in einer Regionalbahn in Würzburg Menschen mit einer Axt angegriffen, dann war ein junger Mann in München Amok gelaufen. Neun Menschen starben dabei, viele wurden verletzt.
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Es ist die dritte Bluttat in Bayern innerhalb einer Woche. Erst hatte ein afghanischer Flüchtling in einer Regionalbahn in Würzburg Menschen mit einer Axt angegriffen, dann war ein junger Mann in München Amok gelaufen. Neun Menschen starben dabei, viele wurden verletzt. © ToMa-Fotografie

In Ansbach herrscht in dieser Nacht Ausnahmezustand. Eine Pressekonferenz wird auf 3 Uhr früh anberaumt, um Medienvertretern und der Öffentlichkeit einen ersten Überblick über die Lage in der Stadt zu geben.
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In Ansbach herrscht in dieser Nacht Ausnahmezustand. Eine Pressekonferenz wird auf 3 Uhr früh anberaumt, um Medienvertretern und der Öffentlichkeit einen ersten Überblick über die Lage in der Stadt zu geben. © NEWS5

Zeugenaussagen zufolge hatte sich der Täter im Außenbereich des Lokals
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Zeugenaussagen zufolge hatte sich der Täter im Außenbereich des Lokals "Eugens Weinstube" aufgehalten, sich kurz nach vorn gebeugt - und plötzlich kam es zur Detonation. © NEWS5 / Goppelt

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist inzwischen in der Stadt eingetroffen und spricht bei der Pressekonferenz von einem
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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist inzwischen in der Stadt eingetroffen und spricht bei der Pressekonferenz von einem "weiteren schlimmen Tag für unser Land". © NEWS5 / Goppelt

Dann werden weitere Details bekannt: Der Attentäter war ein wegen Suizidversuchen bekannter Flüchtling aus Syrien.
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Dann werden weitere Details bekannt: Der Attentäter war ein wegen Suizidversuchen bekannter Flüchtling aus Syrien. © NEWS5

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sollte der Verdächtige, der offenbar seit etwa einem Jahr in Ansbach gelebt hatte, nach Bulgarien abgeschoben werden.
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Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sollte der Verdächtige, der offenbar seit etwa einem Jahr in Ansbach gelebt hatte, nach Bulgarien abgeschoben werden. © NEWS5

Die Abschiebung wurde jedoch  - aus zunächst noch nicht bekannten Gründen - bislang nicht vollzogen.
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Die Abschiebung wurde jedoch - aus zunächst noch nicht bekannten Gründen - bislang nicht vollzogen. © NEWS5

Wie die Ermittler im Beisein von Carda Seidel (2.v.r.), Oberbürgermeisterin der Stadt Ansbach, mitteilen, war der Mann vor etwa zwei Jahren nach Deutschland eingereist, sein Asylantrag wurde vor einem Jahr abgelehnt.
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Wie die Ermittler im Beisein von Carda Seidel (2.v.r.), Oberbürgermeisterin der Stadt Ansbach, mitteilen, war der Mann vor etwa zwei Jahren nach Deutschland eingereist, sein Asylantrag wurde vor einem Jahr abgelehnt. © ToMa-Fotografie

Seit Anfang Juli 2015 lebte er als geduldeter Flüchtling in Ansbach. Demnach war er den Beamten auch wegen Drogen- und Nötigungsdelikten bekannt. Zudem versuchte er sich demnach zweimal das Leben zu nehmen.
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Seit Anfang Juli 2015 lebte er als geduldeter Flüchtling in Ansbach. Demnach war er den Beamten auch wegen Drogen- und Nötigungsdelikten bekannt. Zudem versuchte er sich demnach zweimal das Leben zu nehmen. © ToMa-Fotografie

Nach Angaben der Polizei war der Mann den Sicherheitsdienstmitarbeitern des Festival am Tatabend bereits aufgefallen, weil er vor dem Einlass
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Nach Angaben der Polizei war der Mann den Sicherheitsdienstmitarbeitern des Festival am Tatabend bereits aufgefallen, weil er vor dem Einlass "über einen längeren Zeitraum auf und ab ging". © NEWS5

Nach Angaben der Ermittler setzte der Sprengsatz bei der Zündung Metallteile frei. Es werde geprüft, ob...
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Nach Angaben der Ermittler setzte der Sprengsatz bei der Zündung Metallteile frei. Es werde geprüft, ob... © NEWS5 / Goppelt

...es sich um eine Nagelbombe gehandelt habe, sagte Nürnbergs Polizei-Vizepräsident Roman Fertinger in der Nacht.
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...es sich um eine Nagelbombe gehandelt habe, sagte Nürnbergs Polizei-Vizepräsident Roman Fertinger in der Nacht. © NEWS5 / Goppelt

In dieser Gasse detonierte der Sprengsatz.
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In dieser Gasse detonierte der Sprengsatz. © NEWS5 / Haag

Das Entsetzen über die Bluttat in ihrer Stadt ist bei den Ansbachern und den 2500 Festivalbesuchern, unter ihnen sehr viele junge Leute, groß.
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Das Entsetzen über die Bluttat in ihrer Stadt ist bei den Ansbachern und den 2500 Festivalbesuchern, unter ihnen sehr viele junge Leute, groß. © NEWS5 / Haag

Bei dem Konzert waren neben Gregor Meyle auch die Musiker Joris und Phillipp Dittberner aufgetreten.
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Bei dem Konzert waren neben Gregor Meyle auch die Musiker Joris und Phillipp Dittberner aufgetreten. © NEWS5 / Haag

Später wird bekannt: Die Bombe bestand offenbar aus Nitroverdünner, Benzin, Kieselsteinen und scharfen Metallteilen. Die Bestandteile stammen aus mehreren Baumärkten. Möglicherweise explodierte der Sprengsatz, als der Attentäter den Rucksack ablegen wollte.
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Später wird bekannt: Die Bombe bestand offenbar aus Nitroverdünner, Benzin, Kieselsteinen und scharfen Metallteilen. Die Bestandteile stammen aus mehreren Baumärkten. Möglicherweise explodierte der Sprengsatz, als der Attentäter den Rucksack ablegen wollte. © NEWS5 / Goppelt

Auf einem Handy des Täters gebe es eine Anschlagsdrohung als Video, so die Ermittler. Der Täter kündigt dort einen Racheakt gegen Deutsche an als Vergeltung, weil sie Muslime umbrächten. In einer ersten Übersetzung des arabischen Textes heißt es, der Täter handle im Namen Allahs.
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Auf einem Handy des Täters gebe es eine Anschlagsdrohung als Video, so die Ermittler. Der Täter kündigt dort einen Racheakt gegen Deutsche an als Vergeltung, weil sie Muslime umbrächten. In einer ersten Übersetzung des arabischen Textes heißt es, der Täter handle im Namen Allahs. © NEWS5 / Goppelt

Wie die Ermittler bekanntgeben, ist die Unterkunft, in der der 27-Jährige gewohnt hat, ein ehemaliges Hotel, in dem er ein eigenes Zimmer hatte. Dort soll er die Bombe auch gebaut haben.
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Wie die Ermittler bekanntgeben, ist die Unterkunft, in der der 27-Jährige gewohnt hat, ein ehemaliges Hotel, in dem er ein eigenes Zimmer hatte. Dort soll er die Bombe auch gebaut haben. © NEWS5 / Goppelt

Die Bombe sei mit einer Vorrichtung versehen gewesen, um viele Menschen zu töten, berichtet Polizei-Vizepräsident Fertinger am Tag danach.
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Die Bombe sei mit einer Vorrichtung versehen gewesen, um viele Menschen zu töten, berichtet Polizei-Vizepräsident Fertinger am Tag danach. © ToMa-Fotografie

Der Täter hatte sechs Facebook-Accounts voller islamistischer Inhalte und der Verherrlichung von Gewalt. Ihm drohte Mitte August die Abschiebung.
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Der Täter hatte sechs Facebook-Accounts voller islamistischer Inhalte und der Verherrlichung von Gewalt. Ihm drohte Mitte August die Abschiebung. © NEWS5 / Goppelt