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Montag, 14.10.2019

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TSV 1860 Weißenburg: Aus in der Landesliga-Relegation

1:3 nach Verlängerung gegen den FSV Stadeln - 27.05.2019 13:29 Uhr

Wie beim Hinspiel, das auf dem Bild zu sehen ist, begegneten sich der TSV 1860 Weißenburg und der FSV Stadeln am Sonntag auch im Rückspiel auf Augenhöhe.


Das Rückspiel zwischen dem FSV Stadeln und dem TSV 1860 Weißenburg hat am Sonntag noch mal einen drauf gesetzt. Die Entscheidung ums Weiterkommen in der Landesliga-Relegation fiel erst nach Verlängerung am frühen Sonntagabend. Nach dem 2:1 für Weißenburg im packenden Hinspiel, lag nun Stadeln nach 90 Minuten 2:1 vorne und traf in der 110. Minute zum 3:1.

Der TSV 1860 konnte in beiden Partien mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden sein. Der Vizemeister der Fußball-Bezirksliga Süd begegnete dem favorisierten Nord-Zweiten auf Augenhöhe, scheiterte am Ende aber denkbar knapp.

FSV darf weiter hoffen

Aus der Traum von einer Landesliga-Rückkehr nach gut 25 Jahren! Der FSV darf dagegen weiter hoffen und hat es am 29. Mai und 2. Juni – wieder mit Hin- und Rückspiel – mit dem SV Etzenricht zu tun, der am Sonntag mit 7:0 (!) gegen den SV Haushahn gewann (Hinspiel: 3:3).

Die erste Hälfte vor rund 550 Zuschauern auf dem Sportplatz am Kronacher Wald in dem Fürther Stadtteil begann mit einem Lattentreffer von Stadelns Sven Reischl. Das war zugleich der letzte Hallo-Wach-Effekt für die Weißenburger, die fortan eine sehr disziplinierte Vorstellung zeigten, in der Defensive sehr gut standen und kaum etwas zuließen.

Unglücklicher Rückstand

Es gab zwar einige Standards, doch die brachten auf beiden Seiten nichts ein. Die beste Gäste-Möglichkeit hatte Jonas Ochsenkiel, der sah, dass FSV-Keeper Alexander Kracun (erst seit zwei Tagen spielberechtigt, ehemals 1. FC Nürnberg II und SV Seligenporten) zu weit vor seinem Kasten stand. Ochsenkiels cleverer Heber flog über den Torwart hinweg – ging aber auch über das Tor (26.).

Bitter und unglücklich dann der Rückstand für die TSVler in der Nachspielzeit der ersten Hälfte: Sven Reischl nahm den Ball am Flügel mit der Hand mit und spielte einen Diagonalball auf Markus Bauer. Der zog aus 14 Metern ab und obwohl Weißenburgs Schlussmann Johannes Uhl noch mit der Fußspitze dran war, landete das Leder zum 1:0 für Stadeln im Tor (45. +1).

Gleich nach der Pause prallte Uhl mit Yannick Loos zusammen, konnte aber nach einer Behandlungspause weiter machen. Max Hering (FSV) köpfte dann knapp vorbei und Uhl parierte gegen Gerhard Strobel. Auf der Gegenseite wurde Patrick Weglöhner geblockt. In der 77. Minute fiel das 2:0, als Strobels Flanke zu Bauer kam und dieser den Ball volley ins kurze Eck schoss.

Uhr clever runtergespielt

Doch die Truppe von Trainer Markus Vierke gab nicht auf. Ein Freistoß von Benjamin Weichselbaum wurde zur Ecke gelenkt. Diese brachte erneut Weichselbaum herein, Kracun unterlief den Ball und Ochsenkiel stand goldrichtig. Er verkürzte auf 2:1 (82.). Der TSV 1860 machte in den Schlussminuten noch Druck, es blieb aber bei dem Ergebnis, das die Verlängerung bedeutete. Hier drehte Torwart Kracun einen 25-Meter-Knaller von Weißenburgs Marco Schwenke gerade noch um den Pfosten und Stadelns Loos verfehlte bei einem Konter das Ziel.

Im zweiten Durchgang der Verlängerung war eigentlich nur noch das alles entscheidende Tor in der 110. Minute zu notieren: Der kurz zuvor eingewechselte Angelo Walthier zog ab und Uhl konnte per Fuß parieren. Der Ball sprang jedoch vor die Füße von Max Hering, der unhaltbar zum 3:1 verwandelte. Danach versuchte der TSV 1860 noch einmal alles, doch letztlich spielte der FSV Stadeln die Uhr clever runter.

FSV Stadeln: Kracun, Worst, Sven Reischl (60. Abudo), Kreuzer, Tim Reischl (98. Spahn), Strobel, Schnierstein, Loos, Schüßler, Hering, Bauer (108. Walthier).

TSV 1860 Weißenburg: Uhl, Weglöhner (113. Struller), Schwenke, Leibhard, Lotter, Lehner, Eco, Herrmann (60. Wachter), Wnendt (63. Renner), Weichselbaum, Ochsenkiel.

Schiedsrichter: Arnold (DJK Waldberg); Zuschauer: 550; Tore: 1:0, 2:0 Markus Bauer (45. +1 und 77. Minute), 2:1 Jonas Ochsenkiel (82.); 3:1 Max Hering (110.).

UWE MÜHLING

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