Dienstag, 12.11.2019

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VfL-Baskets müssen auf Kapitän Stefan Schmoll verzichten

Auch der Einsatz von Florian Beierlein ist beim Treuchtlinger Spiel in Breitengüßbach fraglich - 19.10.2019 07:17 Uhr

Durchbeißen: So lautete das Motto für Florian Beierlein (am Ball) zuletzt zu Hause gegen Bamberg. Auswärts gegen Breitengüßbach gilt für den angeschlagenen VfL-Spieler wohl das Gleiche. © Foto: Bastian Mühling


Dort wird den VfL-Korbjägern möglicherweise auch Florian Beierlein fehlen. Er verletzte sich ebenso wie Schmoll jüngst im Heimspiel gegen TTL Bamberg, bei dem die Treuchtlinger die erste Saison-Niederlage quittieren mussten (78:84 nach Verlängerung). Während bei Beierlein trotz Knöchel-Blessur Chancen auf einen Einsatz bestehen, könnte Schmoll "zwei bis sechs Wochen" ausfallen, wie Trainer Stephan Harlander berichtet.

Für Breitengüßbach ist Stefan Schmoll mit zwei gerissenen Bändern sowie mit Bänderdehnung und einem "Treffer an der Kapsel" auf jeden Fall raus, eine Woche später fürs Derby gegen Ansbach gibt es laut Harlander eine minimale Chance.

Auch wenn der Kapitän und Leistungsträger fehlen wird, fahren die VfL-Baskets nach Breitengüßbach, "um unsere Chance zu suchen", wie der Trainer unterstreicht. Ähnlich wie Bamberg hatte auch Breitengüßbach einen schwierigen Start mit knappen Niederlagen gegen schwere Gegner. Mit Center Jonas Klaus und Alexander Engel (Harlander: "Der beste Aufbauspieler der Liga!") fielen zwei wichtige Leute verletzungsbedingt aus. Gegen den VfL könnten sie möglicherweise ihr Comeback feiern.

Während bei Treuchtlingen vier Siege und eine Niederlage sowie Rang zwei zu Buche stehen ist der TSV mit zwei Siegen und drei Niederlagen auf Rang acht zu finden. Auch hier die Parallele zu Bamberg: Breitengüßbach wird versuchen, das Feld von hinten aufzurollen. Die mögliche Rückkehr der genannten Leistungsträger könnte für den entsprechenden "Kick" sorgen.

Für Stephan Harlander ist es ein Spiel, das trotz aller Chancen für den VfL auch in die Binsen gehen könnte – vor allem wenn neben Schmoll auch Beierlein ausfallen sollte. "Bei aller Euphorie sieht man jetzt, dass wir mit unserer jungen Mannschaft unterbesetzt sind, was Routine und auch spielerische Qualität anbelangt", so der Coach.

Die unglückliche Niederlage gegen Bamberg haben Harlander und Co. abgehakt und auch akzeptiert. Der Trainer hat sich die Schlüsselszene des Spiels noch mehrfach auf Video angeschaut, als Standbild eingefroren und dabei festgestellt, dass die Entscheidung der Schiedsrichter den vermeintlichen Siegkorb in letzter Sekunde nicht zu geben, gestimmt hat. Als die Zeitanzeige auf Null ging, war laut Harlander noch eine Fingerspitze von Jonathan Schwarz am Ball. Es blieb somit zurecht beim 69:69 (statt 69:71) und in der Verlängerung mussten sich Treuchtlinger (wie ausführlich berichtet) geschlagen geben.

Ein Sieg wäre, so Harlander, allerdings auch nicht verdient gewesen, angesichts von 18 vergebenen Freiwürfen, 21 Ballverlusten und einer schwachen Dreierquote. "Außer Joni Schwarz hat keiner Normalform gebracht", stellte der Coach im Nachhinein fest. Dass der VfL trotzdem gegen eine Spitzenmannschaft nur wegen eine Zehntelsekunde verloren habe, sei "eine wichtige Botschaft".

Und Motivation für das Match in Breitengüßbach. Trotz der ersten Niederlage können die VfL-Baskets aufgrund der vorangegangenen Startserie ohne Druck nach Oberfanken fahren. "Jeder der bisherigen vier Siege ist gold wert", sagt Stephan Harlander im Hinblick auf das vorrangige VfL-Saisonziel, den Klassenerhalt.

Ob in Breitengüßbach der fünfte Erfolg möglich ist, wird sich zeigen. Der VfL kann dorthin auch die Doppelspieler aus der "Zweiten" mitnehmen, denn deren Bayernliga-Heimspiel gegen Regensburg wurde kurzfristig von diesem Sonntag auf Samstag, 1. März 2020, verschoben.

Der voraussichtliche VfL-Kader: Claudio Huhn, Simon Geiselsöder, Jonathan Schwarz, Florian Beierlein (?), Luca Wörrlein, Kevin Vogt, Arne Stecher, Mortiz Schwarz, Moritz Rettner, Tobias Hornn, Yannik Rapke.

Uwe Mühling

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