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VfL-Baskets und "Sene": Advent, Advent, kein Lichtlein brennt

Sonst stecken die Treuchtlinger um diese Zeit im Vorrundenendspurt, bislang war noch nicht mal Start - 18.12.2020 09:18 Uhr

Basketball vor großer Kulisse? Derzeit nicht möglich! Vor März werden die VfL-Baskets (rechts Claudio Huhn beim Derby gegen Ansbach) kein Punktspiel haben.

16.12.2020 © Foto: Uwe Mühling


Doch aktuell hat die Saison 2020/2021 für die Treuchtlinger Korbjäger noch nicht einmal begonnen. Advent, Advent, kein Lichtlein brennt in der "Sene". Und sie werden so schnell auch nicht wieder angehen. Wie die insgesamt 17 Vereine der 1. Regionalliga Südost jetzt bei einer Telefonkonferenz festgelegt haben, wird der Start frühestens im März erfolgen – wenn überhaupt.

Klar ist, dass es im besten Fall eine verkürzte Spielzeit geben wird. Von der geplanten Doppelrunde in zwei Gruppen (Nord und Süd) sowie anschließenden Play-offs beziehungsweise Play-downs hat man sich im Prinzip bereits verabschiedet. Das berichtet VfL-Abteilungsleiter Stefan Schmoll im Nachgang der Besprechung ebenso wie die Tatsache, dass die ausgesetzte Spielzeit im Frühjahr maximal noch als Einfachrunde, eventuell auch in Turnierform ausgetragen wird. Auch die Frage, ob es letztlich Auf- und Absteiger geben wird, ist völlig offen.

Start im März? Schmoll ist skeptisch

Grundsätzlich findet Schmoll, dass gute Ideen dabei sind und es auch richtig ist, die Spielzeit zu verkürzen. Allerdings ist er sehr skeptisch, ob ein Start im März möglich sein wird. "Die Lage wird nicht rosiger", hat der Spartenleiter und Kapitän der Treuchtlinger Basketballer nach den vergangenen Tagen mit verschärften Corona-Beschränkungen treffend festgestellt.

Für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs brauche es mehrere Voraussetzungen: Zum einen müsste die staatliche Erlaubnis zur Aufnahme des Trainings- und später des Spielbetriebs vorliegen, zum anderen müssten die Hallen wieder öffnen. Bereits beim ersten Lockdown habe man gesehen, dass die schrittweise Rückkehr zum "normalen" Leben sehr lange dauerte. Hinzu kommt für die Mannschaften eine entsprechende Vorbereitungszeit von vier Wochen. Das alles bis zu einem etwaigen Saisonauftakt im März zu erfüllen, hält Schmoll für "sehr sportlich".

„Momentan ist es null vertretbar an Amateursport zu denken“, sagt VfL-Abteilungsleiter Stefan Schmoll (sitzend).

16.12.2020 © Foto: Uwe Mühling


In diesem Punkt spielt für ihn auch noch ein anderer Aspekt eine wichtige Rolle: "Im März wird es ein Jahr, dass wir keine Wettkampfspiele mehr ausgetragen haben." Vor dem Hintergrund verweist Stefan Schmoll auf eine erhöhte Verletzungsgefahr, denn eines dürfe man nicht vergessen: "Wir sind Amateure" – eine Aussage, die in der 1. Regio zumindest auf die VfL-Baskets zutrifft.

Die Treuchtlinger hatten von August bis Oktober eine intensive Vorbereitung absolviert und waren eigentlich startklar. Am 1. November sollte es auswärts in Rosenheim losgehen, doch dann kam der zweite Lockdown mit Trainings- und Spielverbot für den Amateursport. Selbiges gilt noch bis mindestens 10. Januar. Danach will auch die 1. Regionalliga in einer weiteren virtuellen Besprechung Mitte Januar erörtern, ob und wann sie die Saison wiederaufnehmen kann.

"Es ist nervig, auf nichts hinzutrainieren"

"Ein Einstiegsdatum muss gefunden werden", sagt Stefan Schmoll, fügt aber an, dass er sich den derzeit anvisierten Start im März momentan nur sehr schwer vorstellen kann. Er und seine Teamkollegen versuchen sich individuell fit zu halten. Es gibt auch keinen Trainingsplan. Wie auch? "Es ist nervig, auf nichts hinzutrainieren", stellt der Spieler und Abteilungsleiter fest.

Schon Ende Oktober hatte Trainer Stephan Harlander vorgeschlagen, die Saison in der aktuellen Sondersituation von etwa Mitte März bis Ende Juli in kompakter Form zu spielen. Ob das noch ein konkretes Thema wird, bleibt abzuwarten. Genauso wie die Antwort auf die Frage, ob die Saison 2020/2021 vielleicht ganz abgesagt werden muss. "Das wäre natürlich sehr schade, aber momentan ist es null vertretbar, an Amateursport zu denken", sagt Stefan Schmoll. Und er fügt noch hinzu: "Man muss die Gegebenheiten so akzeptieren."

1. Regionalliga Südost

Gruppe Süd: VfL Treuchtlingen, SB DJK Rosenheim, Baskets Vilsbiburg, Fireballs Bad Aibling, FC Bayern München III, TSV Unterhaching, MTSV Schwabing und BG Leitershofen/Stadtbergen (im Oktober haben bereits gespielt: Vilsbiburg – TSV Unterhaching 100:74 und MTSV Schwabing – FC Bayern III 96:74).

Gruppe Nord: hapa Ansbach, TTL Bamberg, Aschaffenburg Baskets, Regnitztal Baskets, Baunach Young Pikes, Weimar/Jena II, TG Veitshöchheim, TSV Breitengüßbach und Würzburg Baskets Akademie (im Oktober haben bereits gespielt: Breitengüßbach – Würzburg 75:56, Ansbach – Veitshöchheim 83:65).

UWE MÜHLING

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