Dienstag, 10.12.2019

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VfL ohne Claudio Huhn gegen Regnitztal

Nach seiner schweren Ellbogen-Verletzung fällt der Leistungsträger bei den Treuchtlingern lange aus - 16.11.2019 07:08 Uhr

Solch spektakuläre Aktionen werden den VfL-Baskets vorerst fehlen: Claudio Huhn (hier im Derby gegen Ansbach) hat sich in München schwer am Ellbogen verletzt und musste operiert werden. An seinem 30. Geburtstag durfte er das Krankenhaus verlassen. © Foto: Uwe Mühling


Aufbauspieler Claudio Huhn (im Schnitt 13,4 Punkte und 5,5 Assists pro Spiel) hat sich dort bei einem Sturz den Ellbogen ausgerenkt, Elle und Speiche sind gebrochen, wie Harlander berichtet. "Ich bin zwar kein Mediziner, aber ich gehe davon aus, dass Claudio diese Saison nicht mehr spielen wird. Alles andere wäre eine Überraschung", sagt der Coach. Für den ehemaligen Bundesliga-Spieler und -Trainer war es die "dritthärteste Verletzung", bei denen er im Basketballsport dabei war.

Insofern zeigte sich der VfL-Coach froh, dass mit Claudios Vater (und VfL-Fan) Dr. Wolfgang Huhn gleich ein kompetenter Arzt zur Ersten Hilfe vor Ort war. Zudem lobte Harlander das hervorragende Verhalten des FC Bayern, dessen Verantwortliche sich sehr professionell und hilfsbereit um den Verletzten kümmerten. Drei Tage nach der Operation durfte Claudio Huhn am Dienstag die Münchner Klinik wieder verlassen – just an seinem 30. Geburtstag.

Bis auf Weiteres wird er nun den VfL-Baskets fehlen. Auch an diesem Samstag, 16. November, im Heimspiel gegen die Regnitztal Baskets (19 Uhr, Senefelder-Halle). Vorteil für die Treuchtlinger könnte dabei sein, dass Baunach gleichzeitig in der 2. Bundesliga Pro B spielt und somit die bei Regnitztal eingesetzten Doppellizenzspieler der Oberfranken nicht zur Verfügung stehen. Die Statuten des Verbandes lassen solche Wechselspiele unter zwei formell getrennten Vereinen zu, was Stephan Harlander schon länger ärgert.

Er und seine Mannschaft wissen also nicht, welche "Wundertüte" auf sie zukommt, werden es aber nehmen, wie es kommt. "Wir werden versuchen, unsere beste Leistung zu zeigen", sagt der Coach. Jeder Spieler sei gefordert, für Claudio und den VfL alles in die Waagschale zu werfen. Erschwerend kommt aber hinzu, dass die Treuchtlinger durch die Verletzungen von Stefan Schmoll, Florian Beierlein, Simon Geiselsöder und zuletzt auch noch Luca Wörrlein einen Trainingsrückstand haben. "Wir können nicht in Topverfassung sein. Es wird nur über den Kampf und den Spirit gehen", sagt der Coach und fügt noch einen ganz wichtigen Aspekt an: "Wir brauchen unsere Zuschauer mehr denn je."

Erst vier Siege, dann vier Niederlagen

Nach vier Siegen zum Auftakt gab es zuletzt – auch aufgrund der Verletzungsmisere – vier Niederlagen in Serie. Diesen Trend wollen die Treuchtlinger Korbjäger (acht Punkte) nun gegen Regnitztal (zehn) stoppen. Dabei wird es auch darauf ankommen, wie die ersten Umstellungen greifen. Durch den Ausfall des wichtigsten Aufbauspielers, weiß der Trainer, dass er kreativ sein muss. Die Leistung in München hat dabei trotz der Niederlage Mut gemacht. Wie es überhaupt ein "cooler Basketball-Tag" war, den nur die schwere Verletzung überschattete. Nach dem eigenen Spiel war die VfL-Reisegruppe noch im Audi-Dome zu Gast, um das Zweitliga-Spiel zwischen dem FC Bayern II und Würzburg II (mit Treuchtlingens Ex-Spieler Tim Eisenberger) zu verfolgen.

Der VfL-Kader: Schmoll, Geiselsöder, Beierlein, Jonathan Schwarz, Wörrlein, Stecher, Vogt, Rapke, Hornn, Moritz Schwarz, Eckert und Rettner (?).

UWE MÜHLING

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