Freitag, 22.01.2021

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Weißenburg möchte die Lubberer-Ruine kaufen

Die Zwangsversteigerungsteht an. Infrastruktur des Bergwaldtheaters könnte verbessert werden. - 15.06.2020 06:50 Uhr

Baustellen-Tristesse: Seit zweieinhalb Jahren steht das Gemäuer der Gaststätte Zur Ludwigshöhe ohne Dach da. An der Ruine dürfte nicht mehr viel zu retten sein.

14.06.2020 © Foto: Uwe Mühling


Von dem mit großem Elan begonnenen Umbau ist noch eine Ruine übrig. Denn nach zahlreichen bösen Überraschungen im Lauf der Sanierungen ging den Bauherren das Geld aus. Mitten in den Arbeiten. Die Nachverhandlungen mit der Bank scheiterten.

Seit mittlerweile zweieinhalb Jahren steht das Gebäude ohne Dach da und ist Wind und Wetter ausgesetzt. An der Substanz wird nicht mehr viel zu retten sein. Die Stadt will das Gelände trotzdem haben, um für eine Verbesserung der Infrastruktur des Bergwaldtheaters zu sorgen. "Wir hatten mit dem früheren Bauherrn ja schon verhandelt und es gab recht genau Pläne über die Nutzung von Räumen in dem Gebäude", stellt Weißenburgs Oberbürgermeister Jürgen Schröppel fest. "Mir geht es weiter darum, die Synnergieeffekte zwischen gastronomischer Nutzung und Nutzung für das Bergwaldtheater herzustellen", so der OB. Vorstellbar sei eine Art Kiosk mit gastronomischer Nutzung für einen Biergartenbetrieb sowie Umkleiden und Sanitärnutzungen für die Künstler im Bergwald. Über den Hang sei ein Zugang in den jetzigen Backstage-Bereich des Theaters möglich, wo die aktuellen Umkleiden stehen, die als marode gelten.

Der Schriftzug der traditionsreichen „Ludwigshöhe“ ist inzwischen längst verblasst.

14.06.2020 © Foto: Uwe Mühling


"Ich gehe davon aus, dass wir als Stadt da die einzigen Interessenten sind", schätzt Schröppel die Chancen für einen Kauf als hoch ein. Abgesehen von der Ruine auf dem Grundstück dürften andere Interessenten auch dadurch abgeschreckt werden, dass das Anwesen im Außenbereich liegt und dort nur eine weitere gastronomische Nutzung, nicht aber ein Wohnhaus möglich wäre.

Angesichts dieser Perspektive will der OB die aktuelle Corona-Spielpause 2020 nicht für größere Investitionen in die Naturbühne nutzen. "Das müssen wir jetzt abwarten. Am alten Standort etwas zu verbessern, ist schwierig, da landet man auf Fels sobald man einen Spaten in den Boden sticht."

JAN STEPHAN

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