Dienstag, 31.03.2020

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Deutsche Reeder steuern tiefer in die Krise

Verband rechnet vor allem bei kleineren Unternehmen mit einer Pleitewelle - 07.12.2012 16:00 Uhr


Die deutschen Reeder befürchten eine Pleitewelle. © dapd



„Die Charterreeder machen die wohl schwierigste Zeit durch, die sie je erlebt haben“, sagte der Präsident des Verbandes deutscher Reeder (VDR), Michael Behrendt. Er forderte „den begrenzten, befristeten und rückzahlbaren Einsatz“ der staatlichen Förderbank KfW. Genau das hatte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) vor wenigen Tagen abgelehnt. „Dass ein FDP-Bundesminister kleine und mittelständische Firmen im Regen stehenlässt, ist bemerkenswert“, sagte Verbandsgeschäftsführer Ralf Nagel.

Nach Angaben von Behrendt steht eine Pleitewelle vor allem bei kleinen Reedern bevor, wenn Hilfe ausbleibt. Auslöser ist vor allem der Rückzug der Banken aus der Schiffsfinanzierung und ein gleichzeitiges Überangebot an Schiffen. Im Boom vor dem Jahr 2008 hatten die Reeder zu viele Neubauten bestellt, die nun auf den Markt kommen und die Charterraten, die Mietpreise für Schiffe, drücken.

dapd

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