Energiekrise

Nie dagewesene Pleitewelle droht: "Mittelstand und Handwerk sterben still und leise"

Stefanie Banner
Stefanie Banner

Politik und Wirtschaft

E-Mail zur Autorenseite

Azeglio Elia Hupfer
Azeglio Elia Hupfer

Online-Redaktion

E-Mail

29.9.2022, 05:40 Uhr
Der Mittelstand ächzt unter der Energiekrise.

© Gustavo Valiente via www.imago-images.de Der Mittelstand ächzt unter der Energiekrise.

Vor kurzem sei das Problem "nur der fehlende Nachwuchs" gewesen, erzählt Elmar Forster den Nürnberger Nachrichten. Er ist der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken. Zu fehlenden Arbeitskräften gesellte sich der Materialmangel, und jetzt "kämpfen weite Teile des Handwerks ums Überleben".

In vielen Unternehmen herrsche große Unsicherheit. Die hohen Energiepreise wirkten wie ein Nackenschlag, durch den bei dem einen oder anderen Betrieb das Licht ausgehen könne, sagt Forster: "Wenn nicht schnell etwas passiert, werden wir bis zum Ende des Jahres eine Pleitewelle erleben, wie wir sie in der Nachkriegszeit noch nicht hatten."

Die Inflation und die zurückgehende Konsumneigung verschärften die Lage, so dass die Preissteigerungen nicht komplett auf die Kunden umgelegt werden könnten. "Viele werden auf den Kosten sitzenbleiben und machen dann einfach zu - der Mittelstand und das Handwerk sterben still und leise", sagt er ebenso traurig wie wütend.

Wie die Inhaberin von Bäcker Bock und stellvertretende Obermeisterin der Bäckerinnung die aktuelle Lage beurteilt, welche Apelle das Handwerk an die Verbraucher richtet und welche Vorwürfe und Forderungen aus Mittelfranken an die Politik gerichtet werden, lesen Sie in diesem NN-Plus-Artikel: Kostenexplosion im Handwerk, galoppierende Inflation: "Keiner zahlt 7 Euro für ein Brot"

Verwandte Themen


20 Kommentare