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Siemens streicht 760 Stellen in Nürnberg und Erlangen

Nur wenige Monate nach dem letzten Sparprogramm muss die Energiesparte erneut Kosten senken - 18.06.2019 17:56 Uhr

Allein in Erlangen sollen knapp 600 Arbeitsplätze eingespart werden, hieß es am Standort. In Nürnberg ist das Trafowerk betroffen, hier müssen dem Vernehmen nach 160 Beschäftigte gehen, wenn der Konzern seine Pläne in den Verhandlungen mit den Interessenvertretern durchsetzt.

Der Konzern begründet die Maßnahmen erneut mit Überkapazitäten auf dem Markt für Gasturbinen. Siemens hatte schon im Herbst 2018 einen deutlichen Stellenabbau angekündigt, schon damals war Erlangen mit rund 500 Stellenstreichungen besonders stark betroffen. Die IG Metall in Nürnberg hat bereits ihren Widerstand gegen die jetzt angekündigten neuerlichen Maßnahmen angekündigt.

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Diese Maßnahmen hatte Siemens bereits im Mai im Grundsatz beschlossen, ohne aber Details zu nennen. Im Bereich Gas und Power, also in der Kraftwerksparte, sollten über das laufende Sparprogramm hinaus weitere Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Euro erfolgen, um „vor dem Hintergrund des Marktumfelds die Kosteneffizienz deutlich zu verbessern“, lauteten die Vorgaben.

Wie Siemens jetzt bekanntgab, sollen durch Synergien und Kapazitätsanpassungen 200 Millionen Euro eingespart werden. Weitere 100 Millionen Euro resultieren aus einer neuen Aufstellung in den Regionen. 200 Millionen Euro sollen über Einsparungen bei den Servicebereichen erreicht werden, teilte Siemens gestern mit.

Während im vergangenen Jahr der Schwerpunkt des Jobabbaus auf dem Kraftwerksgeschäft (Power Generation) lag, betreffen die neuen Maßnahmen nach Angaben des Konzerns in erster Linie das Projektgeschäft sowie das Geschäft mit Produkten und Systemen in der Stromübertragung. Im Projektgeschäft seien Maßnahmen erforderlich, um die Kosten zu reduzieren und „der rückläufigen Entwicklung bei der Anzahl der Großprojekte zu begegnen“, hieß es.

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Klaus Wonneberger Wirtschaftsredaktion

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