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Wirtschaftskrise erreicht Trolli: Fürther Produktion schließt

Städtischer Referent Müller: "Schlechteste Nachricht seit Quelle" - 187 Mitarbeiter betroffen - 20.10.2011 09:00 Uhr

Millionen Euro muss die Firma Mederer in die Modernisierung ihrer Anlagen stecken. © Hans-Joachim Winckler


Damit hat sich das Unternehmen vom Plan verabschiedet, in Fürth auf dem Gelände der ehemaligen Johnson-Kaserne neu zu bauen. Bis zu 60.000 Tonnen Süßwaren sollten hier einmal im Jahr produziert werden, erläuterte Firmenchef Herbert Mederer vor dreieinhalb Jahren bei der Vorstellung des Bauvorhabens.

Doch seitdem hat die Wirtschaftskrise die Laune getrübt. Zuletzt, heißt es in gut unterrichteten Kreisen, kam der drastisch gestiegene Preis für den Rohstoff Zucker hinzu, den das Unternehmen nicht in vollem Umfang an seine Großkunden — überwiegend Discounter — weitergeben konnte.

Nun teilte die Mederer-Gruppe mit, dass der geplante 50 Mio. Euro teure Neubau am Kanal „sehr hohe Investitionen erfordert, denen keine ausreichenden Kostenvorteile gegenüberstehen“. Und weiter: „Angesichts des starken Wettbewerbs sind wir gezwungen, diesen Weg zu gehen, um unsere Zukunft nachhaltig zu sichern.“

Für den Fürther Wirtschaftsreferenten Horst Müller ist der Abschied der Trolli-Produktion „die schlechteste Nachricht seit Quelle“. Er tröstet sich damit, dass der Firmensitz und damit 113 weitere Arbeitsplätze in der Verwaltung in Fürth bleiben werden.
 

JOHANNES ALLES

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