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Gefühlter Neuzugang: Zrelak schraubt an der Club-Zukunft

Slowakisches Sturmtalent will zeigen, dass es den FCN verstärken kann - 05.01.2018 05:40 Uhr

Neuanfang auf gesunden Füßen: Adam Zrelak will für den FCN stürmen - und treffen! © Sportfoto Zink / DaMa


Als im Sommer Adam Zrelak beim 1. FC Nürnberg als Neuzugang vorgestellt wurde, waren dort alle einigermaßen begeistert. Der Kapitän der slowakischen U 21-Nationalmannschaft wechselt zu einem da gerade sehr durchschnittlich gewordenen, finanzschwachen Zweitligisten aus Deutschland. Ein großes Glück, das sie sich am Valznerweiher auch damit erklärten, dass sich Zrelak kurz zuvor den linken Mittelfuß gebrochen hatte und sich so erst einmal uninteressant gemacht hatte für attraktivere Vereine.

Geduldsprobe und Gelsenkirchen 

Für den Club war Zrelak schon interessant, "ein Projekt" nannte ihn der Trainer Michael Köllner einmal. Er sagte das zu einer Zeit, als Zrelak, der dem glücklosen Mittelstürmer Mikael Ishak ein Herausforderer hätte sein sollen, genau das nicht war. 105 Pflichtspielminuten hat Zrelak bislang für den 1. FC Nürnberg absolviert. Am ersten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern wurde er eingewechselt, bei der Niederlage in Aue stand er von Begin an auf dem Platz. Ins Tor getroffen hat er in diesen 105 Minuten nicht. weshalb Köllner das mit dem Projekt anführte und um Geduld warb.

Die hatte rund um den FCN mit Ishak eigentlich auch niemand mehr, ehe der anfing, ein Tor nach dem anderen zu schießen. Zrelak wurde plötzlich nicht mehr gebraucht, was sich ganz gut traf, weil Zreak auch nicht hätte helfen können. Im Abschlusstraining vor der Partie gegen St. Pauli brach er sich wieder den Mittelfuß, diesmal den linken. So sah er nur von der Tribüne aus, wie Ishak zu einem Top-Angreifer wurde und die anderen Nürnberger Tore mitunter Cedric Teuchert schoss, noch so ein Herausforderer.

Im Dezember war Zrelak wieder hergestellt, spielen durfte er trotzdem noch nicht, weil Köllner ungern Dinge überstürzt. "Der Trainer hat mir gesagt, dass ich mir Zeit lassen soll", sagt Zrelak jetzt, das sie gemeinsam, aber ohne den nach Gelsenkirchen gewechselten Teuchert die Vorbereitung wieder aufgenommen haben.

Zur Vorbereitung gehören auch Fragen. Eine, die sowohl Zrelak als auch Köllner gestellt wurde, lag einigermaßen nahe: Ob der 23-Jährige fortan den Teuchert geben könnte, was ein bisschen gemein ist, weil Teuchert ja vor allem auf der Bank saß zuletzt. Zrelak hingegen möchte spielen: "Ich will dem Trainer zeigen, dass ich in die erste Elf will", sagt er also. Und zu Teuchert nur so viel: "Er ist jetzt in der ersten Bundesliga, ich hoffe, dass wir in einem halben Jahr auch dort sind." 

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"Ich bin voll im Training" 

An ihm soll es nicht scheitern. "Ich bin voll im Training, habe keine Schmerzen", sagt er. Sorge, dass sein Körper den Belastungen nicht gewachsen ist, hat er nicht. "Ich habe jetzt im linken Fuß eine Schraube und im rechten auch, das muss es eigentlich gewesen sein", sagt er, der im Sommer vom tschechischen FK Jablonec gekommen war. Auch Kölllner geht nicht davon aus, dass Zrelak vom Gedanken an die doppelte Verletzung abgelenkt werden könnte: "Da ist ja alles topverlaufen."

Eine kurze Vorbereitung bleibt Zrelak jetzt, um sich für einen Platz in Köllners Mannschaft zu empfehlen. Ishaks Position wird er allerdings erst dann einnehmen dürfen, wenn der Schwede nach seiner nächsten Gelben Karte eine Partie aussetzen muss. Glücklicherweise traut sich Zrelak aber auch den Part auf der offensiven Außenbahn durch - muss sich dort allerdings gegen eine recht stattliche Zahl interner Mitbewerber durchsetzen. Egal, sagt Zrelak, es kann ja nur besser werden, "2017 war ein hartes Jahr für mich". Aber immerhin hat ihm dieses Jahr zwei Schrauben gebracht, auf denen eine schöne Zukunft gründen soll. 

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Fadi Keblawi

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