Der Weißenburger Trimm-dich-Pfad

Breitensportanlage in schönster Natur

7.6.2021, 06:00 Uhr
Während eine Mitarbeiterin des Landratsamtes die Übung am Trimm-Dich-Pfad-Gerät vormacht, nimmt Planer Michael Meindl (im Hintergrund) von der Firma Outgym die Anlage in Augenschein. Mit dabei waren bei dem Ortstermin städtische Mitarbeiter und Vereinsvertreter.

Während eine Mitarbeiterin des Landratsamtes die Übung am Trimm-Dich-Pfad-Gerät vormacht, nimmt Planer Michael Meindl (im Hintergrund) von der Firma Outgym die Anlage in Augenschein. Mit dabei waren bei dem Ortstermin städtische Mitarbeiter und Vereinsvertreter. © Foto: Robert Renner

Der 1,7 Kilometer lange Rundweg, der zum Teil auch auf Höttinger Gemeindegebiet verläuft, ist eigentlich ein Kleinod in schöner Natur. Das städtische Frostamt unterhält parallel dazu einen natur- und vogelkundlichen Pfad. Nicht weit entfernt davon ist der Bismarckturm als Aussichtspunkt und das Rohrberghaus der Naturfreunde, an dem auch Start und Ziel sind, bietet eine Einkehrmöglichkeit.

Die Anlage ist also eigentlich prädestiniert für Naherholer. Doch der 1975 errichtete Vita Parcours ist in die Jahre gekommen, drei Stationen mussten gar aus Sicherheitsgründen schon abgebaut werden, berichtete Ulrich Heiß vom Stadtbauamt, der den Ortstermin als Regionalbudget-Verantwortlicher organisiert hatte.

Mit dabei waren neben ihm Forstamtsleiter Jürgen Fischer, Forstrevierleiter Klaus Knaupp, Werner und Heidrun Krauß von den Naturfreunden, Silke Koller vom Alpenverein, Mitarbeiterinnen des Landratsamtes für die Gesundheitsregion sowie nicht zuletzt Michael Meindl von der Firma Outgym aus Heroldsbach, der die Planung übernimmt.

Die Haftungsfrage

Betreut wird der Trimm-Dich-Pfad von den Naturfreunden, fachlich zuständig ist das Forstamt, das auch für die Sicherheit der Fitnessgeräte sorgen muss. Forstamtsleiter Fischer machte deutlich, dass es ein grundlegendes Problem bisher war, ein Zertifikat zu bekommen, das – ähnlich wie bei Spielplätzen – die Sicherheit der Einrichtung bescheinigt, sodass die Stadt bei korrekter Pflege und Wartung aus der Haftung ist.

Daher wollte man bis vor Kurzem den Trimm-Dich-Pfad quasi auslaufen lassen, sprich defekte Stationen nicht mehr erneuern. Doch durch die Maßnahme im Zuge der Regionalbudgetförderung hätten sich nun neue Möglichkeiten ergeben. "Wir freuen uns, dass es klappt", sagte der Forstamtsleiter.

Das sehen auch die Naturfreunde und der Alpenverein so. Letzterer nutzt den Fitnessparcours für seine Skigymnastik. Die Vereinsvertreter und die Mitarbeiterinnen der Gesundheitsregion, machten Planer Meindl während des Rundgangs über den Trimm-Dich-Pfad Vorschläge zur Instandsetzung sowie zu möglichen Aufwertung einzelner Stationen. Auch kam zur Sprache, welche Geräte und Übungen nach dem aktuellen sportmedizinischen Kenntnisstand nicht mehr geeignet sind.

Die Zeit drängt

Für das Projekt drängt allerdings die Zeit, denn für die Förderung durch das Regionalbudget muss es bis Ende September fertiggestellt und abgerechnet sein. Die Firma Outgym wird daher nun schnellstmöglich ihr Angebot zur Instandsetzung vorlegen. Sollte hernach noch Ergänzungsbedarf bestehen, könnten weitere Stationen hinzukommen, die möglicherweise dann über die Gesundheitsregion gefördert würden.

Das Konzept für sportliche Bewegung im Freien und die Vita Parcours entstand in den 1970er-Jahren, als Antwort auf verschiedene Wohlstandskrankheiten, die seinerzeit immer häufiger wurden. Dies löste auch spätere Trends wie Joggen, Mountainbiken, Yoga und ähnliches aus. In jüngster Zeit, nicht zuletzt auch durch die Corona-Pandemie, erlebten leichte und für jedermann bewältigbare, sportliche Übungen im Freien eine Renaissance.

Kein Wunder also, dass die Freude über die Instandsetzung des Trimm-Dich-Pfades groß ist. Daher pflichteten etliche Silke Koller, Skigymnastikleiterin des Alpenvereins, bei, als sie befand: "Ich finde es super, dass hier was passiert."

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