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Haare retten in der Corona-Zeit: Friseur-Weltmeisterin gibt Tipps!

Krise auf dem Kopf? Sonja Fischer zeigt, dass es auch anders geht - 15.04.2020 05:52 Uhr

Sonja Fischer frisiert auch jetzt - allerdings keine Menschen. Zu ihren Modellen braucht sie keinen Mindestabstand einhalten - und kann genau erklären, wie das Styling trotz Corona auch ohne Friseur-Besuch gelingt. © Foto: Julian Perge


"Gesundheit geht vor Umsatz", sagt Sonja Fischer. Und deshalb hält sie sich auch an das Frisierverbot. Aufträge für heimliche Haarschnitte vom Profi wären da – die meisten Kunden seien zwar diszipliniert, ein paar wenige haben sich aber doch gemeldet und um einen Freundschaftsdienst gebeten. Was Fischer erstaunt hat: Es sind vor allem die Männer, die sich jetzt nicht mehr sehen können. Ob sie nicht vielleicht eine Ausnahme machen könnte? Nichts da. Soll man jetzt einfach selbst zur Schere greifen? Besser nicht. "Man kann das nicht einfach so nachmachen", sagt Fischer. Friseur ist nicht umsonst ein Lehrberuf, so die Kreativdirektorin des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks. Einer, für den es jahrelange Erfahrung braucht. Ein paar Dinge könne man dann aber doch tun, damit die Verwucherung auf dem Kopf zumindest nicht ganz so schlimm auffällt.

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Sind etwa die Konturen des Kurzhaarschnitts beim Mann verwachsen, dann könne man mit einer Haarschneide-Maschine den Haaransatz im Nacken begradigen. Aber Vorsicht: "Bitte wirklich nur an die Konturen wagen", so Fischer. Auf gar keinen Fall sollten Ungeübte das Deckhaar bearbeiten – damit würde man sich am Ende nur den ganzen Hinterkopf ruinieren. Schämen braucht man sich für den Wildwuchs auf dem Kopf derzeit übrigens auch nicht.


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Würde ein Mann jetzt mit einer frisch geschnittenen Frisur auf die Straße gehen, er würde sich nur verdächtig machen. "Bei Markus Söder schauen wir Friseure gerade alle ganz genau hin", sagt Fischer. Überhaupt: "Ein professioneller Haarschnitt wächst in der Regel auch mal über mehrere Wochen mit", so Fischer – wenn es mal etwas länger wird, dann liegt man damit sogar im Trend.

Im Video verrät Fischer ihre Tipps für den hausgemachten Herrenhaarschnitt:

Frauen haben im Moment vor allem dann ein Problem, wenn sie einen Kurzhaarschnitt tragen oder gefärbte Haare haben. Da kommt mit der Zeit nämlich die natürliche Haarfarbe am Ansatz zum Vorschein. "Stirnbänder kaschieren das gut", sagt Fischer. Am Scheitel kann man auch mit einer Haar-Mascara arbeiten – da fällt der Ansatz dann zumindest bis zur nächsten Wäsche nicht mehr so arg auf. Ebenfalls möglich: Lidschatten. Den kann man auch in den Ansatz pudern.



Möglich auch: Farbansatzsprays oder Haarkuren mit Farbpigmenten. "Wer dunkle Haare hat, der kann ausnahmsweise mit einer Farbe aus der Drogerie arbeiten", sagt Fischer. Aber Vorsicht: Blondinen sollten besser die Finger davon lassen. "Bei hellen Tönen kann das einen Grünstich geben", sagt Fischer. Bevor man da etwas versaut, solle man besser einen Hut aufsetzen.

Im Video verrät Fischer ihre Tipps für den hausgemachten Damenhaarschnitt:

Wenn der Damenkurzhaarschnitt herausgewachsen ist, sollten auch Frauen besser nicht gleich radikal zur Schere greifen. "Lieber richtig föhnen", rät Fischer. Also im Nacken anfangen, Haarspray nehmen und sich von unten nach oben hocharbeiten. "Da kommt es auf die Statik an. Das ist wie beim Hausbau, da fängt man schließlich auch unten an." Und die Friseurin selbst? "Ich habe lange Haare, da hält man schon ein paar Wochen ohne Spitzen schneiden aus", sagt sie. Überhaupt sei sie im "längsten Urlaub meines Lebens" sowieso ständig in ihrem Garten unterwegs. Und da trägt sie jeden Tag einen anderen Hut. Geschnitten wird bei der Friseur-Weltmeisterin nämlich weiter – nur eben nicht an Köpfen, sondern an Büschen und Palmen.

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jule

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