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Coronavirus: Kultur aus dem Quaranatarium

Mit dem Stream „Kick20“ stellen sich Nürnberger Künstler der Corona-Brache - 22.03.2020 19:46 Uhr

Oliver Tissot bringt das Projekt "Kick20 – Kultur in der Corona-Krise“ auf den Weg.

© Johanna Tissot


Kabarettist Oliver Tissot aus Nürnberg, auch bekannt aus der Sendung "Fastnacht in Franken, hat dem Nürnberger Amt für Kultur und Freizeit und dem Bewerbungsbüro zur Kulturhauptstadt 2025 zu Wochenbeginn einen Vorschlag eingereicht, wie Kultur sich in diesen Tagen trotz Verboten und Auflagen präsentieren kann.

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Als die Corona-Krise vergangene Woche immer mehr an Fahrt gewann, kam Tissot die Idee, einen Kulturstream anzubieten. Der Nürnberger kontaktierte daraufhin viele befreundete Künstler und das Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg. Von beiden Seiten erntete er sofort positives Feedback, vor allem die Stadt zeigte sich "dankbar für diese Idee". Sie falle auf fruchtbaren Boden, heißt es seitens der Stadt. Der Initiator ist sich sicher, dass "trotz physischer Distanz berührende Momente und ergreifende Interaktion auch über den Bildschirm möglich sind". Stichwort: Solidarität.

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Tissot kann sich auf die Expertise des Video- und Film-Studios "Alter Cine" mit Sitz in Fürth verlassen, dort sind unter allen erforderlichen gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen und Achtung auf Hygieneregeln am Freitag die Dreharbeiten angelaufen. Die Videos sind ab sofort im YouTube-Kanal "Kick20" zu finden. Der Kanal wird laufend mit neuem Programm bespielt, das auch von unterschiedlichen Künstlern von Zuhause aus gesendet wird.

Damit möchte Tissot auch für die laufende Bewerbung Nürnbergs als Kulturhauptstadt einen Beitrag leisten. "Kabarettisten sind ja schon immer sehr vorlaut",sagt Tissot, diesmal sind sie die Vorhut für den Kulturkanal der Stadt Nürnberg, der vom Bewerbungsbüro Kulturhauptstadt Europas N2025 bald gestartet wird.

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