10°

Sonntag, 20.10.2019

|

zum Thema

Hessens Innenminister: E-Sportler sind "noch keine Sportler"

Bundesliga hat den Markt für sich bereits vereinzelt entdeckt - 20.09.2019 09:02 Uhr

"Nur weil junge Menschen ihre Finger erstaunlich schnell bewegen und Entscheidungen in Sekundenbruchteilen fällen, sind sie noch keine Sportler", sagte der 51-Jährige im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Freitag). Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat sich wiederholt klar gegen eine Aufnahme des E-Sports und damit gegen die Anerkennung als gemeinnützig ausgesprochen. Beuth fürchtet, dass der Sport einen Teil seiner Autonomie aufgäbe, wenn er den E-Sport unter sein Dach nähme: "Weil die Industrie die Regeln der Spiele bestimmt und nicht der Verband. Die Sportler müssen sich also nach dem richten, was die Spielentwickler mit Blick auf den Markt festlegen."

Bilderstrecke zum Thema

Benotung auf der Konsole: Das sind die Fifa 20-Werte der Club-Spieler!

Für Gaming-Fans ist es ein Feiertag: Das neue Fifa 20 steht endlich vor der Tür - und für alle Club-Fans gibt es direkt einen echten Leckerbissen: Die Fifa-Werte aller Spieler wurden nun veröffentlicht. Wer ist der König an der Konsole? Hier kommen alle Werte im Überblick!


Zudem betonte er, dass hinter den E-Sport-Turnieren Marketingstrategien der Gaming-Industrie und der Sponsoren steckten: "Das ist ihr Geschäft, niemand will das verbieten. Aber sie sollen uns das nicht als Sport verkaufen, so wie ihn die Gesellschaft versteht." In einem vom DOSB in Auftrag gegebenen Gutachten wurde unter anderem die fehlende Körperlichkeit beim E-Sport als Grund für die Ablehnung genannt. Zum Einwand, dass beispielsweise Schach als Sportart anerkannt sei, obwohl dort auch nicht die Bewegung im Mittelpunkt stehe, sagte der CDU-Politiker: "Das stimmt. Aber Schach hat eine lange Tradition. Der Deutsche Schachbund gehört viele Jahre dem Dachverband des deutschen Sports an. Vermutlich würde man heute, ginge es um einen Aufnahmeantrag, intensiv darüber diskutieren. Den Status quo sollte man aber aushalten können."

 

 

dpa

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Panorama