Totimpfstoff oder nicht?

Novavax steht in den Startlöchern: Zu diesem Termin soll es losgehen

21.1.2022, 15:08 Uhr
Ab dem 21. Februar soll der Corona-Impfstoff von Novavax in Deutschland zur Verfügung stehen.

Ab dem 21. Februar soll der Corona-Impfstoff von Novavax in Deutschland zur Verfügung stehen. © Alastair Grant/AP/dpa

Schon in wenigen Wochen erhält Deutschland rund vier Millionen Dosen des Vakzins. Die erste Charge mit 1,75 Millionen Dosen soll am 21. Februar eintreffen. Eigentlich sollte die erste Lieferung bereits im Januar 2022 erfolgen, diesen Liefertermin konnte Novavax allerdings nicht halten.

Weitere 3,25 Millionen Dosen des Proteinimpfstoffs sollen dann in einer weiteren Lieferung, bestenfalls Ende Februar, folgen. Damit könnte noch im Februar begonnen werden, Menschen mit Nuvaxovid zu impfen.

Nuvaxovid ist ein proteinbasierter Impfstoff des US-Herstellers Novavax. Der wichtigste Unterschied im Vergleich zu den bisher verfügbaren Vakzinen: Nuvaxovid ist ein proteinbasierter Impfstoff, der oft der Gruppe der Totimpfstoffe zugerechnet wird. Totimpfstoffe beruhen auf einem altbewährten Verfahren und werden deshalb von vielen Personen, die einer Impfung gegenüber skeptisch sind, bevorzugt.

Über die Kategorisierung streiten sich Experten allerdings. Der Hersteller und zahlreiche Fachleute bezeichnen Nuvaxovid als "rekombinanten Proteinimpfstoff". Proteinimpfstoffe enthalten laut Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins des Coronavirus bestehen. Anders als beim Valneva-Impfstoff gilt der Impfstoff von Novavax daher nicht als als echter Totimpfstoff. Was die Unterschiede im Details sind, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst:

Der 21. Februar 2022 ist zufällig ein Datum, das sich der Bundesgesundheitsminister besonders leicht merken könne, wie er bei einer Bundespressekonferenz vor den Journalistinnen und Journalisten erklärte - es handle sich um seinen Geburtstag.

Nuvavoxid wurde erst kürzlich als fünfter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen. Die Effektivität wurde von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA mit rund 90 Prozent angegeben. Experten warnen aber, dass man über den neuen Impfstoff noch nicht so viel wisse wie über die bislang milliardenfach verimpften Vakzine, die schon länger zugelassen sind.